Aperture (Software)

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Aperture
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Entwickler Apple
Aktuelle Version 3.6
(16. Oktober 2014)
Betriebssystem Mac OS X
Kategorie Digital Imaging
Lizenz proprietär
Deutschsprachig ja
Aperture-Webseite

Aperture (engl. „Blende“, „Blendenöffnung“) ist ein Programm für Mac OS X von Apple, das am 19. Oktober 2005 auf der PhotoPlus Expo in New York vorgestellt wurde. Es wurde speziell für Fotografen entwickelt und soll einen schnellen und unkomplizierten Umgang mit Bilddateien bieten. Ziel des Programms ist die Optimierung des Arbeitsablaufs bei der Nachverarbeitung (Digital Workflow). Apple stellt Aperture als Post-Production-Werkzeug dar, das auf die Verwaltung und effiziente Korrektur von digitalen Negativen spezialisiert ist. Alle Korrekturen, die an den Daten vorgenommen werden, basieren auf den RAW-Daten der Kamera.

Ziel ist es, die Handhabung von RAW-Dateien so einfach und intuitiv wie die von JPEG-Dateien zu machen. Die aktuelle Version unterstützt neben gängigen RAW-Formaten (.ARW, .CR2, .CRW, .MOS, .NEF, .RAF, .RAW, .SRW, .TIF, .OLY, .FFF, .3FR und .DNG) auch gängige Standbildformate (JPEG, GIF, TIFF, PNG, PDF und PSD).

Zudem kommt für alle Effekte das in Mac OS X integrierte Core Image zur Anwendung. Dieses ermöglicht ab der Rechnergeneration Power-Mac-G5 sehr schnelle Bildberechnungen, da sie von der Grafikkarte übernommen werden und nicht wie gewöhnlich von der CPU.

Die Software arbeitet nichtdestruktiv, d. h., dass die Originaldatei nicht verändert wird und nur die Bearbeitungsschritte getrennt von der Ursprungsdatei aufgezeichnet werden. Änderungen können daher schnell rückgängig gemacht werden, und die Gefahr, die Originaldatei durch versehentliches Speichern zu überschreiben, wird verringert. Aperture wird seit Ende November 2005 in einer englischen Version geliefert. Die Version 1.5 lässt neben der Verwaltung der Bilder in einer eigenen Datenbank auch die referenzierte Verwaltung im Dateisystem und auf anderen Medien zu.

Am 12. Februar 2008 wurde die zweite Version von Aperture vorgestellt. Zu den Neuerungen zählten unter anderem eine übersichtlichere Oberfläche, eine höhere Geschwindigkeit und weitere Bildbearbeitungsmöglichkeiten.

Am 9. Februar 2010 wurde die dritte Version von Aperture vorgestellt. Neuerungen waren unter anderem eine automatische Erkennung von Gesichtern, das Lokalisieren und Markieren von Fotos auf Landkarten (Geotagging) sowie das verlustfreie Bearbeiten von Fotos mit Pinseln und umfangreiche neue Filter- und Bildbearbeitungsfunktionen. Außerdem unterstützte die neue Version 64-Bit-Betriebssysteme, was vor allem auf Mehrkern-Prozessoren mit größerem Arbeitsspeicher ein effizienteres Arbeiten ermöglicht.

Seit 22. Oktober 2013 steht die Version 3.5 von Aperture bereit. Neu sind die iCloud-Fotofreigabe, Integration von SmugMug und die Unterstützung der iOS 7-Kamerafilter.

Anfang 2015 wird der Vertrieb von Aperture und iPhoto zugunsten einer neuen Fotosoftware für OS X Yosemite eingestellt. Ein Kompatibiliätsupdate für OS X Yosemite wurde am 17. Oktober 2014 zusammen mit weiteren Updates für iLive herausgegeben. Aperture-Anwender sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Daten zu Adobe Photoshop Lightroom zu migrieren.[1]

Plug-ins[Bearbeiten]

Seit Version 2.1 unterstützt Aperture auch Plug-ins von Fremdherstellern und bringt selbst ein Plug-in mit: Ab Aperture 2.1 kann man bei Fotos über das Plug-in „Nachbelichten & Abwedeln“ ähnlich wie in einer Dunkelkammer u. a. bestimmte Bildbereiche aufhellen bzw. abdunkeln. Weitere Plug-ins bietet u. a. die Firma Nik mit den Grafikfiltern Silver Efex Pro, Dfine, Viveza, Color Efex Pro, Sharpener Pro und HDR Efex Pro.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Apple to replace Aperture and iPhoto with Photos for OS X early next year. In: 9to5mac.com, 27. Juni 2014.