Aphloia theiformis

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Aphloia theiformis
Aphloia theiformis

Aphloia theiformis

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Crossosomatales
Familie: Aphloiaceae
Gattung: Aphloia
Art: Aphloia theiformis
Wissenschaftlicher Name der Familie
Aphloiaceae
Takht.
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Aphloia
(DC.) Benn.
Wissenschaftlicher Name der Art
Aphloia theiformis
(Vahl) Benn.

Aphloia theiformis ist die einzige Art der somit monotypischen Gattung Aphloia, die wiederum die alleine die Familie der Aphloiaceae bildet. Es sind immergrüne Bäume und Sträucher in Ostafrika und Madagaskar.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Art ist ein immergrüner, unbehaarter Strauch bis kleiner Baum, der eine Wuchshöhe von bis zu 14 Metern erreicht. Die Zweige sind braun. Die Blätter stehen zweizeilig (distich). sie sind drei bis acht Zentimeter lang und 1,2 bis 2,75 Zentimeter breit, schmal-elliptisch bis elliptisch oder verkehrt-lanzettlich. Die Blattspitze ist stumpf bis leicht spitz, die Blattbasis ist keilförmig. Der Blattrand ist gesägt, an der Basis oft auch ganzrandig. Die Seitennerven bestehen aus circa zehn nicht hervorgehobenen Paaren. Der Blattstiel ist rund drei Millimeter lang. Die Blätter besitzen oft Nebenblätter.

Die Blüten stehen einzeln oder zu dritt in den Blattachseln. Die Blütenstiele sind grün, rund einen Zentimeter lang tragen ein bis drei deltoide Hochblätter von einem Millimeter Länge. Die Blüten besitzen eine undifferenzierte meist siebenzählige Blütenhülle. Diese ist weiß, später gelblich und rund fünf mal fünf Millimeter groß. Die Sepalen sind ca ein bis 1,5 Millimeter lang verwachsen. Die inneren sind dünner und Kronblatt-ähnlicher als die äußeren. Es gibt viele Staubblätter mit schmalen, vier bis fünf Millimeter langen Staubfäden. Die Antheren sind rundlich mit rund 0,7 Millimeter Durchmesser. Das Hypanthium (der verbreiterte Blütenboden) ist breit, die Oberfläche könnte nektarführend sein. Die Blüten duften süß. Das Gynoeceum besteht aus einem einzelnen Fruchtblatt. Die rund 10 Samenanlagen pro Fruchtblatt sind ellipsoidisch und wahrscheinlich campylotrop, jedenfalls nicht einfach anatrop. Die Narbe ist sitzend. Blütezeit ist September bis November

Die Frucht ist eine weiße, fleischige Beere, zur Fruchtreife bleiben Blütenhülle und Narbe erhalten. Die rund sechs Samen pro Beere haben eine Durchmesser fon rund zwei Millimeter und Diskus-förmig. Die drei bis fünf äußeren Zellschichten der glänzend weißen Samenschale (Testa) sind stark verdickt, die nächsten sind klein und unverstärkt, die inneren zwei bis drei Schichten sind längliche, verdickte Zellen. Die Endosperm-Entwicklung ist unbekannt.

Die Spaltöffnungen besitzen ungleiche Nebenzellen (anisocytisch).

Verbreitung und Standortansprüche[Bearbeiten]

Die Art ist in Ostafrika, auf Madagaskar, den Maskarenen und den Seychellen beheimatet. Sie wächst in submontanen und montanen immergrünen Wäldern und an Waldrändern über 1.500 Meter Seehöhe. Häufig ist wächst sie als Pionierpflanze. In Simbabwe gilt die Art als lokal häufig[1]

Aphloia zählt zu den bevorzugten Wirten des halbparasitischen Afrikanischen Sandelholzes (Osyris lanceolata)[2]

Systematik[Bearbeiten]

Aphloia ist innerhalb der Crossosomatales das Schwestertaxon der Gruppe aus Geissolomataceae, Ixerbaceae und Strasburgeriaceae. Diese vier Familien stehen als monophyletische Gruppe den anderen Familien der Ordnung gegenüber. Ihr gemeinsames Merkmal sind Auswüchse an den Pollen-Aperturen.

Früher wurde die Art zu den Flacourtiaceae gestellt, Takhtajan stellte sie zu den Violales.

Synonyme für die Art sind:

  • Aphloia mauritiana Baker[3]
  • Aphloia myrtiflora Galpin[4]
  • Lightfootia theiformis Vahl[3]
  • Neumannia myrtiflora (Galpin) Th. Dur[4]
  • Neumannia theiformis (Vahl) A. Rich.[4]
  • Prockia theiformis (Vahl) Willd.[4][3]

Verwendung[Bearbeiten]

Auf Madagaskar werden die Blätter zu Tee verarbeitet. Dieser zeigt mittelmäßige diuretische Wirkung. Verwendet wird er bei Gallenleiden, bei Magenverstimmungen und Magen-Darm-Entzündungen und zur Blutreinigung.[5]

Die Blätter enthalten Mangiferin (auch Aphloiol genannt), ein C-Glykosid von Tetrahydroxy-1,3,6,7-Xanthon.[6] Extrakte aus Aphloia werden in Anti-Aging-Cremen verwendet.

Belege[Bearbeiten]

Der Artikel beruht vor allem auf folgenden Weblinks:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Flora of Zimbabwe
  2. P. L. Mwang'ingo, Z. Teklehaimanot, L. L. Lulandala, S. T. Mwihomeke: Host plants of Osyris lanceolata (African Sandalwood) and their influence on its early growth performance in Tanzania. In: The Southern African Forestry Journal. Bd. 203, 2005, ISSN 2070-2620, S. 55–65, doi:10.2989/10295920509505219.
  3. a b c GRIN
  4. a b c d Flora Zambesiaca
  5. Plantes médicinales de la pharmacopée réunionnaise bzw. Anne Adsersen, Henning Adsersen: Plants from Réunion Island with alleged antihypertensive and diuretic effects – an experimental and ethnobotanical evaluation. In: Journal of ethnopharmacology. Bd. 58, Nr. 3, 1997, S. 189–206, doi:10.1016/S0378-8741(97)00100-1.
  6. Patent.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Merran L. Matthews, Peter K. Endress: Comparative floral structure and systematics in Crossosomatales (Crossosomataceae, Stachyuraceae, Staphyleaceae, Aphloiaceae, Geissolomataceae, Ixerbaceae, Strasburgeriaceae). In: Botanical Journal of the Linnean Society. Bd. 147, Nr. 1, 2005, ISSN 0024-4074, S. 1–46, doi:10.1111/j.1095-8339.2005.00347.x.
  • Naidu Gopalsamy, David Vargas, Joseph Guéhoa, Claude Ricauda, Kurt Hostettmann: Saponins from leaves of Aphloia theiformis. In: Phytochemistry. Bd. 27, Nr. 11, 1988, ISSN 0031-9422, S. 3593–3595, doi:10.1016/0031-9422(88)80774-X.
  • Oumadevi Rangasamya, Guy Raoelisonb, Francisco E. Rakotonirianab, Kiban Cheukb, Suzanne Urverg-Ratsimamangab, Joelle Quetin-Leclercqc, Ameenah Gurib-Fakimd, Anwar Hussein Subratty: Screening for anti-infective properties of several medicinal plants of the Mauritians flora. In: Journal of Ethnopharmacology. Bd. 109, Nr. 2, 2007, S. 331–337, doi:10.1016/j.jep.2006.08.002.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aphloia theiformis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien