Apokope (Sprachwissenschaft)

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Als Apokope (von griechisch ἀποκοπή ‚Abschneidung‘, ‚Weglassung‘) bezeichnet man in der Sprachwissenschaft den Wegfall von Sprachlauten am Wortende. Eine Apokope kann im Verlauf des Sprach- oder Lautwandels eintreten oder als rhetorische Figur genutzt werden.

Eine aktuell stattfindende Apokope im Deutschen ist der Wegfall von „e“, der in der Umgangssprache weit fortgeschritten ist und in unterschiedlichem Umfang in die Schriftsprache eingedrungen ist. So wird fast immer „ich hab“ anstelle von „ich habe“ gesprochen; geschrieben wird in der Regel noch „ich habe“.

Die Apokope der deutschen Verb-Endungen gilt – umstrittenerweise – als ein möglicher Grund für den oberdeutschen Präteritumsschwund.

In der Morphologie bezeichnet eine Apokope eine Wortbildung durch Wegfall von Wortbestandteilen, z. B. französisch cinéma statt cinématographe.

Siehe auch[Bearbeiten]