Apophyse

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Dieser Artikel erläutert den Begriff der Apophyse in Anatomie und Medizin; zur Bedeutung des Begriffs in der Geologie siehe Apophyse (Geologie)


Eine Apophyse (sekundäre Epiphyse) ist ein Knochenfortsatz, der meist als Ansatz für Sehnen oder Muskeln dient. Die Apophyse hat ein eigenes Ossifikationzentrum (Knochenkern), das im allgemeinen mit dem Hauptkern der Epiphyse verschmilzt, gelegentlich aber selbständig bleibt.

Da Apophysen während des Wachstums noch durch Knorpelgewebe mit dem übrigen Knochen verbunden sind, können bei übermäßiger Belastung diese Fortsätze abreißen (Apophysiolysis). Das passiert besonders häufig bei auf sehr starken Körpermassezuwachs gezüchteten Tieren (große Hunderassen, Schweine). Am häufigsten sind der Ellenbogenhöcker (Tuber olecranii) der Elle, der große Umdreher (Trochanter major) des Oberschenkelknochens und der Schienbeinhöcker (Tuberositas tibiae) des Schienbeins (Morbus Osgood-Schlatter) betroffen.

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