Apoplex

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Der Apoplex (eigtl. die Apoplexie von griech. ὰποπληξία, „Schlag“) ist ein medizinischer Begriff für eine plötzliche Durchblutungsstörung eines Organs oder einer Körperregion. In der medizinischen Umgangssprache wird der Begriff heute oft als Synonym für Apoplexia cerebri (Schlaganfall) gebraucht, insbesondere früher fand er aber auch in Verbindung mit anderen Organen Verwendung, u. a. als

  • Apoplexia adrenalis (Nebennieren),
  • Apoplexia intestinalis neonatorum (Geburtstrauma der Bauchorgane),
  • Apoplexia papillae (Verschluss einer die Netzhaut oder den Sehnerven versorgenden Augenarterie),
  • Apoplexia retinalis (Netzhautblutung am Auge) oder
  • Apoplexia spinalis (Rückenmark).

Gleichbedeutend verwendet wird der Begriff Insult (von lat. insultare, „hineinspringen“; „verhöhnen“).

Beim Schlaganfall, der eine plötzlich auftretende zerebrovaskuläre Insuffizienz ist, spricht man daher auch von einem zerebrovaskulären Insult oder zerebrovaskulären Unfall.

Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.