Apostolos-Nikolaidis-Stadion

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Apostolos-Nikolaidis-Stadion
Leoforos
Außenansicht der Haupttribüne
Außenansicht der Haupttribüne
Daten
Ort GriechenlandGriechenland Athen, Griechenland
Koordinaten 37° 59′ 13,9″ N, 23° 45′ 14,4″ O37.98719444444423.754005555556Koordinaten: 37° 59′ 13,9″ N, 23° 45′ 14,4″ O
Eigentümer Panathinaikos Athen
Eröffnung 1922
Renovierungen 2001, 2007, 2013
Oberfläche Naturrasen
Kosten 7 Mio. € (Renovierung 2001)
800.000 € (Renovierung 2007)
Kapazität 16.620 Plätze
Verein(e)
Veranstaltungen
Tribünenplan

Das Apostolos-Nikolaidis-Stadion (griechisch Γήπεδο Απόστολος Νικολαΐδης) ist ein reines Fußballstadion in der griechischen Hauptstadt Athen und im Besitz des Sportvereins Panathinaikos Athen. Seinen Namen trägt das Stadion zum Gedenken an den Sportler Apostolos Nikolaidis, der über Jahre dem Verein angehörte und später auch dessen Präsident war. Seit der Saison 2013/14 trägt die Fußballmannschaft aus finanziellen Gründen ihre Partien wieder im Leoforos aus.

Lage[Bearbeiten]

Das Stadion befindet sich im Zentrum Athens im Bezirk Ampelokipi am Fuße des Lykavittos an der Leoforos Alexandras.

Geschichte[Bearbeiten]

Graffiti am Eingang des Gate 13

Das Apostolos-Nikolaidis-Stadion nimmt in der griechischen Fußballgeschichte eine herausragende Position ein.

Nachdem im Jahr 1928 die erste Tribüne errichtet wurde, fanden dort in den nächsten etwa 50 Jahren alle bedeutenden nationalen wie internationalen Begegnungen von griechischen Vereinsmannschaften sowie der Nationalmannschaft statt. 1938 kam es als erstes griechisches Stadion in den Besitz einer Flutlichtanlage, und 20 Jahre später im Jahr 1958 bekam es als erstes Stadion des Landes einen Rasenbelag.

Neben der Fußballabteilung von Panathinaikos trugen in den nahezu 80 Jahren seines Bestehens auch die Vereine von AEK Athen, Olympiakos Piräus, Apollon Athen, Athinaikos Athen oder auch die Nationalmannschaft zeitweise ihre Heimspiele im Apostolos-Nikolaidis-Stadion aus.

1984 verließ schließlich auch Panathinaikos das heimische Stadion, um in das damals neu errichtete Athener Olympiastadion zu ziehen. 2000 nahm man für 7 Mio. € Modernisierungsarbeiten am Stadion vor und Panathinaikos kehrte noch einmal an seine alte Heimstätte zurück.

Im Frühling 2005 entzog die UEFA dem Stadion die Zulassung zur Austragung von Champions-League-Spielen. Ein Grund dafür waren unter anderem die beengten Verhältnisse rund um das Stadion sowie die veraltete Infrastruktur des Stadions. Da sich das Apostolos-Nikolaidis-Stadion in einem der am dichtest besiedelten Bezirke Athens befindet und die Stadt Athen einen Neubau an gleicher Stelle kategorisch ausschloss, sah sich Panathinaikos gezwungen, im Sommer des gleichen Jahres wieder ins Olympiastadion zu ziehen.

Das Stadion in seiner jetzigen Form soll es wenn es nach den Plänen der Vereinsführung von Panathinaikos geht nur noch wenige Jahre geben. Panathinaikos plant im Bezirk Votanikos (2,5 km westlich des Stadtzentrums) einen neuen Sportkomplex (Marfin Stadion) zu errichten, der alle Sportabteilungen beheimaten soll. Das neue Fußballstadion sollte hierfür bereits 2010 fertiggestellt worden sein. Für die neuen Grundstücke soll im Tausch das Apostolos-Nikolaidis-Stadion sowie das dazugehörige Grundstück an die Stadt Athen zurückgegeben und im Anschluss abgerissen werden. An gleicher Stelle soll ein Stadtpark entstehen, der auch ein Museum des Vereins umfassen wird. Um den Besuchern die besondere Bedeutung des Stadions für die Stadt sowie den Verein zu symbolisieren, soll an der Stelle, an der sich zurzeit der Mittelpunkt des Spielfeldes befindet, ein großer Springbrunnen errichtet werden. Zudem wird darüber diskutiert, ob die Westkurve mit dem berühmten Gate 13 als Denkmal stehen gelassen werden soll.

Zur Saison 2013/14 kehrte Panathinaikos wieder in seine alte Heimstätte zurück, da man nicht länger die Stadionmiete für das Olympiastadion Athen finanzieren konnte.[1]

Mantelnutzung[Bearbeiten]

Blick auf die Westkurve mit der berühmten Gate 13 (links)

Unterhalb der Ostkurve (Gate 6–7) befindet sich seit 1959 die erste in Griechenland errichtete Sporthalle. Die etwa 1.500 Zuschauerplätze fassende Halle dient zurzeit den Damenabteilungen im Volleyball bzw. Basketball von Panathinaikos als Heimstätte. Die Herrenabteilungen, die früher auch ihre Heimspiele an gleicher Stelle austrugen, zogen aufgrund der geringen Zuschauerkapazität in größere Sportarenen um. Neben der Sporthalle befinden sich unterhalb der verschiedenen Tribünen auch ein Schwimmbad (Westkurve, Gate 13–14), verschiedene Trainingshallen sowie Umkleidekabinen und eine VIP-Bar (Nordtribüne). Das Stadion war so über Jahrzehnte Heimat nahezu aller Sportabteilungen von Griechenlands größtem Sportverein.

Unterhalb der Südtribüne befindet sich ein Fanshop von Panathinaikos, der der erste seiner Art in Griechenland war.

Statistisches[Bearbeiten]

  • Zuschauerrekord: 29.665 bei der Partie Panathinaikos Athen – FC Bayern München (18. Oktober 1968)
  • Aktuelles Fassungsvermögen: 16.620 (ausschließlich Sitzplätze)
  • Zwischen 1931 und 1991 war das Stadion 21 Mal Austragungsort für das Finale im Griechischen Vereinspokal, so oft wie kein anderes Stadion in Griechenland.

Trivia[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Apostolos-Nikolaidis-Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. stadionwelt.de: Panathinaikos zurück im Leoforos Artikel vom 21. August 2013
  2. Bericht über das erste Baseballspiel in Griechenland (englisch)