Appen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Appen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Appen
Appen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Appen hervorgehoben
53.6616666666679.74444444444446Koordinaten: 53° 40′ N, 9° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Pinneberg
Amt: Moorrege
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 20,26 km²
Einwohner: 4871 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 240 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 25480–25482
Vorwahlen: 04101 und 04122Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PI
Gemeindeschlüssel: 01 0 56 001
Adresse der Amtsverwaltung: Amtsstraße 12
25436 Moorrege
Webpräsenz: www.appen.de
Bürgermeister: Hans-Joachim Banaschak (CDU)
Lage der Gemeinde Appen im Kreis Pinneberg
Appen Barmstedt Bevern Bilsen Bokel Bokholt-Hanredder Bönningstedt Borstel-Hohenraden Brande-Hörnerkirchen Bullenkuhlen Ellerbek Ellerhoop Elmshorn Groß Nordende Groß Offenseth-Aspern Halstenbek Haselau Hasloh Heede Heidgraben Heist Helgoland Hemdingen Hetlingen Holm Klein Nordende Klein Offenseth-Sparrieshoop Kölln-Reisiek Kummerfeld Langeln Lutzhorn Moorrege Neuendeich Osterhorn Pinneberg Prisdorf Quickborn Raa-Besenbek Rellingen Schenefeld Seester Seestermühe Seeth-Ekholt Tangstedt Tornesch Uetersen Wedel Westerhorn Haseldorf Schleswig-Holstein Hamburg Niedersachsen Kreis Segeberg Kreis Steinburg ElbeKarte
Über dieses Bild

Appen ist eine Gemeinde im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein. Sie hat sich aus einem Bauerndorf zu einer Wohngemeinde entwickelt. Trotzdem ist die Landwirtschaft noch immer von großer Bedeutung für den Ort.

Einen wichtigen Faktor für die Gemeinde Appen stellt auch der Flugplatz Uetersen und die Marseille-Kaserne dar, welche die Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) beherbergt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Appen liegt im Südwesten von Schleswig-Holstein im Landkreis Pinneberg, an der Landstraße 106 zwischen Pinneberg und Moorrege im größten zusammenhängenden Baumschulgebiet Europas.

Die Gemeinde besteht aus den Orten Appen, Appen-Etz und Unterglinde sowie Schäferhof. Appen liegt zwischen Pinneberg und Wedel in direkter Nähe zu den Landschaftsschutzgebieten Holmer Sandberge und Forst Klövensteen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Hauptgebäude der Arbeiterkolonie Schäferhof

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Appens erfolgte am 19. September 1269 in einer Schenkungsurkunde des Ritters Heinrich II von Barmstede. Früh- und vorgeschichtliche Funde zeugen jedoch von einer deutlich früheren Besiedlung des Gebietes. Ein Nachweis einer früheren Besiedlung des Gemeindegebietes ist der frühbronzezeitliche Grabhügel De Danzenbarg an der Pinnau.

Mit dem neuen Fliegerhorst, der heutigen Unteroffizierschule der Luftwaffe, die in der Marseille-Kaserne beheimatet ist, begann 1936 eine Wandlung der Gemeinde weg von der rein landwirtschaftlichen Prägung. Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr soll, gemäß dem Stationierungskonzept 2011, die Zahl der Dienstposten am Standort Appen von 500 auf 350 sinken.[2]

Zum 1. Juli 2006 gab Appen seine Amtsfreiheit auf und wird seitdem vom Amt Moorrege verwaltet.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindewahl 2008[3]
Wbt.: 52,8 % (2003: 58,6 %)
 %
40
30
20
10
0
38,3 %
35,8 %
25,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2003
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-10,2 %p
+14,2 %p
-4,1 %p

Von den 19 Sitzen in der Gemeindevertretung haben die CDU und die FDP seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2008 je sieben Sitze und die SPD hat fünf Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein nach schrägrechts oben fliegender silberner Kranich, begleitet unten rechts von einer aufrecht stehenden silbernen Roggenähre, unten links von einer fünfblättrigen, rot gefüllten silbernen Rose mit fünf grünen Kelchblättern.“[4]

Das Wappen wurde von Paul Heinrich Gnekow aus Marne entworfen und 1969 genehmigt. Die Ähre steht für die Landwirtschaft, die Rose symbolisiert die ortsansässigen Rosenzuchtbetriebe und Baumschulen, während der ziehende Kranich ein Symbol für die in Appen stationierte Luftwaffe ist. Die Farben Rot und Silber sind die holsteinischen.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Appen findet seit 1990 jährlich das Appen musiziert statt. Dabei handelt es sich um die größte ehrenamtliche Benefizveranstaltung Deutschlands.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina (* 1931) wohnt in Appen.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Walter Pein

Literatur[Bearbeiten]

  • Jestrzemski, Dagmar Die Chronik der Gemeinde Appen 1269-2001

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. BMVg - Die Stationierung der Bundeswehr in Deutschland (Oktober 2011) (PDF 3,3MB)
  3. http://www.amt-moorrege.de/media/custom/240_1318_1.PDF
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Appen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien