Apple SOS

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Apple SOS
Basisdaten
Entwickler Apple Computer Inc.
Aktuelle Version 1.3
(November 1982)
Architekturen Apple III
Lizenz Proprietär
Sonstiges Sprache: englisch

Apple SOS (Sophisticated Operating System; deutsch hochentwickeltes Betriebssystem) war der Nachfolger von Apple DOS und wurde mit dem Apple III 1980 von Apple Computer eingeführt. Es war ein Betriebssystem, welches für professionelle Anwender konzipiert war.

Der ursprüngliche Name, zugleich auch Codename des Projektes, war „Sara’s Operating System“, benannt nach der Tochter des Chef-Entwicklers Wendell Sander. Es wurde später, wohl wegen mangelnder Professionalität, in die jetzige Form umgedeutet.

Aufbau[Bearbeiten]

SOS wurde mit den Apple III System Utilities bedient, welches aus der Device Handling Commands Section, der File Handling Commands Section und dem System Configuration Program (SCP) bestand. Eine Neuerung von SOS waren Gerätetreiber, mit welchen es von nun an möglich war, neben den herkömmlichen 5¼-Zoll-Disketten auch Festplatten und RAM-Disks anzusteuern und zu verwenden.

Eine Programmdiskette bestand aus einem Kernel SOS.kernel, einem Interpreter SOS.Interp, was ein Interpreter (BASIC, Pascal oder COBOL) oder die Anwendung selbst sein konnte, sowie einem Satz Treiber SOS.Driver.

Bedeutung[Bearbeiten]

SOS war für seine Zeit äußerst fortschrittlich: Es bot zum Beispiel eine sehr flexible Konfiguration sowie ein hierarchisches Dateisystem und beeinflusste somit auch spätere Produkte von Apple. So entstand das HFS des späteren Macintosh aus dem SOS-Dateisystem. Das Design des Betriebssystems selbst hatte natürlich auch Auswirkungen auf dessen Nachfolger Apple ProDOS.

Trotz aller Vorteile war SOS mit, oder gerade wegen des Apple III, kein Erfolg: So gut wie alle damaligen Programme liefen unter Apple DOS 3.2 oder 3.3, für die es unter SOS keine native Unterstützung gab (d. h. Apple-DOS-Programme konnten nur ausgeführt werden, wenn der Apple III auch mit Apple DOS gebootet wurde). Viele Anwender kamen außerdem mit der hohen Flexibilität und den vielen Fähigkeiten des Systems einfach nicht zurecht. Zu guter Letzt kamen noch der schlechte Ruf und der hohe Preis des Apple III hinzu und SOS war gescheitert.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]