April Wine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
April Wine (2008)

April Wine ist eine kanadische Rockband, die seit 1969 bis heute mit schöpferischen Pausen besteht und in Kanada sowie den USA Gold- und Platin-Status, in Europa aber nie den ganz großen Bekanntheitsgrad erlangte. Die Gruppe galt aber immer als Tipp in Insiderkreisen. Kreativer Kopf und Bandleader ist der Sänger Myles Goodwyn aus Montreal, der es in seinen Kompositionen verstand, eingängige Melodien (Goodwyn selbst zitiert die Beatles als Einfluss) und harte Gitarrenriffs (teilweise spielte die Band mit drei Gitarristen) zu verbinden. Einen nicht unbedeutenden Beitrag zum Erfolg lieferte der Schlagzeuger Jerry Mercer, welcher der Band seit den frühen 1970er Jahren angehört und dessen Sound vor allem auf den tiefen Bass-Drums unverwechselbar ist.

Ihre Alben Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre sind essentielle Beiträge zur Geschichte des Hardrock, wie zum Beispiel Harder...faster (1979). Es enthält neben eingängigen Eigenkompositionen eine originelle Bearbeitung des Pete Sinfield-/ King Crimson-Klassikers 21st Century Schizoid Man.

Trotzdem oder gerade deshalb ist die Band nicht als reine Hardrockgruppe zu sehen, da die melodische Linie in allen ihren Kompositionen durchgehend vorhanden ist. Dies drückt sich auch im Bandnamen, in den Texten und dem keineswegs hardrockmäßigen Outfit und Auftreten der Mitglieder aus. Zum Beispiel bringt The Whole World's Goin' Crazy (1976) eher humorvollen Nonsens-Rock mit hartem Gitarren-Sound sowie auch sehr ruhige, softe Klänge, das im Jahr 1977 erschienene "Forever, For Now" ist sogar bis auf 2 Ausnahme-Titel ein reines Soft Pop-Album geworden.

Am 3. November 2010 verstarb Jim Clench in Montreal an Lungenkrebs. Er war von 1970 bis 1975 sowie von 1992 bis 2006 der Bassist der Band gewesen und hatte zwischenzeitlich auch bei Bachman-Turner Overdrive gespielt.[1]

Studioalben[Bearbeiten]

  • April Wine (1971)
  • On Record (1972) [2]
  • Electric Jewels (1973)
  • Stand Back (1975)
  • The Whole World's Goin' Crazy (1976)
  • Forever for Now (1976)
  • First Glance (1978)
  • Harder ... Faster (1979)
  • The Nature of the Beast (1981)
  • Power Play (1982)
  • Animal Grace (1984)
  • Walking Through Fire (1986)
  • Attitude (1993)
  • Frigate (1994)
  • Back to the Mansion (2001)
  • Roughly Speaking (2006)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • Greatest Hits (1979)
  • The Best of April Wine: Rock Ballads (1981)
  • Review and Preview (1981)
  • The Hits (1987)
  • All the Rockers (1987)
  • We Like to Rock (1988)
  • The First Decade (1989)
  • Oowatanite (1990)
  • The April Wine Collection (1992)
  • Champions of Rock (1996)
  • Rock Champions (2000)
  • Classic Masters (2002)
  • Best of April Wine (2003)
  • April Wine Rocks! (2006)

Live-Alben[Bearbeiten]

  • Live! (1974)
  • Live at the El Mocambo (1977)
  • Ladies Man Extended play EP (1980)
  • One for the Road (1985)
  • Greatest Hits Live 1997 (1997)
  • I Like to Rock (2002)
  • Greatest Hits Live 2003 (2003)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CBC News vom 5. November 2010, abgerufen am 6. November 2010 (englisch)
  2. April Wine - Discography - On Record - 1972