Aprilwetter
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Als Aprilwetter wird „launisches“, wechselhaftes Wetter mit rascher Abfolge von Sonnenschein, Bewölkung und Regen (mitunter Schnee) bezeichnet.
[Bearbeiten] Entstehung
Im Frühjahr erwärmt sich die Luft über Südeuropa und Afrika aufgrund der unterschiedlichen Intensität der Sonnenstrahlung schneller als über Nordeuropa und dem Meer. Dadurch entsteht ein großes Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd. Da der Unterschied anfangs sehr groß ist und die Lufttemperatur bestrebt ist, sich auszugleichen, kommt es an der Grenze, die sich im April gerade über Mitteleuropa befindet, zu einem Tiefdruckgebiet.
Die warme Luft aus dem Süden vermischt sich mit der kalten Luft aus dem Norden. Die kalte Luft enthält viel Feuchtigkeit, während die warme Luft aus dem Süden relativ trocken ist. Auf dem Festland wird die kalte Luft nun erwärmt und steigt dadurch auf. Dabei entstehen Wolken. In höheren Luftschichten befindet sich jedoch die warme Luft aus dem Süden die daraufhin absinkt. Dabei erwärmt sie sich weiter und löst vorhandene Wolken wieder auf.
So entsteht das typische Aprilwetter mit kurzen Schauern, kräftigem Wind und teilweise wolkenfreien Tagen.
[Bearbeiten] Sprichwörter
- April, April, der macht, was er will!
- Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.
- Aprilwetter und Weibertreu, das ist immer einerlei!
- April - mehr Regen als Sonnenschein, dann wird's im Juni trocken sein.
- April kalt und nass füllt Scheuer und Fass.
- April nass und kalt gibt Roggen wie ein Wald.
- April und Weiberwill ändert sich schnell und vill.
- April trocken, macht die Keime stocken.
- April warm - Mai kühl - Juni nass - füllt dem Bauer Scheuer und Fass.
- April windig und trocken, macht alles Wachstum stocken.
- Aprilenglut tut selten gut.
- Aprilenschnee düngt, Märzenschnee frisst.
- Aprilensturm und Regenwucht kündet Wein und gold'ne Frucht.
- Aprilflocken bringen Maiglöckchen.
- Aprilregen ist dem Bauer gelegen.
- Aprilschnee ist besser als Schafmist.
- Bauen im April die Schwalben, gibt's viel Futter, Küh' und Kalben.
- Bläst der April mit beiden Backen, gibt's viel zu jäten und zu hacken.
- Bleibt der April recht sonnig und warm, macht er den Bauern auch nicht arm.
- Der April ist ein Freiherr - er gibt Regen und Schnee her.
- Der April kann rasen. Nur der Mai hält Maßen
- Der April macht, was er will.
- Die Menschen sind wie die Aprilen, die haben ihre Grillen.
- Gras, das im April wächst, steht im Mai fest.
- Heller Mondschein in der Aprilnacht schadet leicht der Blütenpracht.
- Im April ein tiefer Schnee - keinem Dinge tut er weh.
- Im April wächst das Gras ganz still.
- Ist der April auch noch so gut, er schneit dem Bauern auf den Hut.
- Ist der April schön und rein, wird der Mai dann wilder sein.
- Ist der April sehr trocken, geht der Sommer nicht auf Socken.
- Ist der April still und fein, wird der Mai dann wilder sein.
- Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee noch wehn.
- Ist der April zu trocken und licht, so gerät das Futter nicht.
- Je früher im April der Schlehdorn blüht, desto eher der Bauer zur Ernte zieht.
- Je zeitiger im April die Schlehe blüht, umso früher vor Jacobi die Ernte glüht.

