Aqua Appia

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Aqua Appia
Baujahr 312 v. Chr.
Länge 16.5 km
Quellgebiet Tal des Aniene
östlich von Rom
Höhe der Quelle
über NN
30 m
Höhe in Rom 20 m
Querschnitt im
Unterlauf (BxH in m)
0,7x1,7

Die Aqua Appia ist die älteste Wasserleitung (Aquädukt), die in der Antike zur Versorgung der Stadt Rom erbaut wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Aqua Appia wurde als erste römische Trinkwasserleitung 312 v. Chr. von den Zensoren Appius Claudius Caecus und Gaius Plautius Venox erbaut. Appius Claudius Caecus ließ im selben Jahr die Via Appia anlegen.

Die Wasserleitung musste mehrere Male repariert werden. Dies geschah unter Quintus Marcius Rex zwischen 144 und 140 v. Chr., dann unter Marcus Vipsanius Agrippa im Jahr 33 v. Chr. und unter Kaiser Augustus zwischen 11 und 4 v. Chr.

Wasserführung[Bearbeiten]

Plan der Aqua Appia

Sie wurde von Quellen gespeist, die zwischen dem achten und neunten Meilenstein der Via Praenestina entsprangen und von dieser circa 1155 m entfernt lagen. Die Quellfassung wurde vermutlich von Gaius Plautius Venox erbaut.

Der 16,4 km lange Kanal trat bei der Porta Maggiore in die Stadt ein, floss an der Porta Capena vorbei über den Caelius, und endete am Forum Boarium, nahe der Porta Trigemina. Er transportierte nach Frontinus bis zu 73.000 Kubikmeter Wasser pro Tag. Zum Schutz und Sicherstellung der Wasserversorgung Roms während der Samnitenkriege wurde die Aqua Appia unterirdisch verlegt.

Die Tatsache, dass der fast völlig unterirdisch verlaufende Kanal lediglich einen Höhenunterschied von 10 Metern zwischen der Quelle und dem Bestimmungsort aufweist, ist für das 4. Jahrhundert v. Chr. bemerkenswert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Samuel Ball Platner, Thomas Ashby: A Topographical Dictionary of Ancient Rome. Oxford University Press, London 1929, S. 21 (Online).
  • Filippo Coarelli: Rom. Ein archäologischer Führer. Zabern, Mainz 2000, S. 36–37, 202, ISBN 3-8053-2685-8.
  • Lawrence Richardson Jr.: A New Topographical Dictionary of Ancient Rome. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1992, S. 15–16 (Aqua Appia).

Weblinks[Bearbeiten]