Aracena

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Gemeinde Aracena
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Aracena
Aracena (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Huelva
Comarca: Sierra de Huelva
Koordinaten 37° 54′ N, 6° 34′ W37.894166666667-6.5619444444444732Koordinaten: 37° 54′ N, 6° 34′ W
Höhe: 732 msnm
Fläche: 184 km²
Einwohner: 7.900 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 42,93 Einw./km²
Gründung: III milenio adC
Postleitzahl: 21200
Gemeindenummer (INE): 21007 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch
Bürgermeister: Manuel Guerra González
Website: www.aracena.es
Lage der Gemeinde
Provinz Huelva
Lage der Gemeinde Aracena
Aracena


Aracena ist eine Gemeinde in der spanischen Provinz Huelva. Sie hat 7900 Einwohner (Stand 1. Januar 2013) und liegt etwa 100 km von der Provinzhauptstadt Huelva entfernt. Gemeinhin wird Aracena als Hauptstadt der Berge bezeichnet. Das Städtchen ist vor allem für seine Tropfsteinhöhle Gruta de Marvillas und die Überreste der alten Burg bekannt. In der Nähe liegt auch der Stausee von Aracena, welcher eine wichtige Rolle in der Wasserversorgung von Huelva und der Erdbeerproduktionen von Lepe und Palos de la Frontera spielt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Niederlassungen in der Gegend lässt sich bis ca. 3.000 v Chr. nachweisen. Das Vorkommen von Mineralien führt zu einer ständigen Besiedlung und hohen Bedeutung durch die Jahrtausende und Herrscher hinweg. Aufgrund der strategischen Lage ist es außerdem ein umkämpfter und bedeutender Ort in den Spanisch-Portugiesischen, sowie Spanisch-Maurischen Kriegen. Dank der Ernennung zum touristischen Ort im Jahre 1956 ist Aracena von unkontrolliertem Wachstum verschont geblieben, weshalb das Städtchen noch heute seinen sehr ursprünglichen Charakter versprüht.

Demografie[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Aracena gehören außerdem noch die Ortschaften Carboneras, Castañuelo, Corterrangel, Jabuguillo, La Umbría und Valdezufre.

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: INE)
1842 1877 1900 1920 1940 1960 1981 2001 2007
4370 5691 6288 6691 8051 7659 6155 6831 7351

Klima[Bearbeiten]

Stausee von Aracena


Trotz der Lage im Süden von Spanien herrscht ein feuchtes, mildes Klima vor. Die wasserreichen Wolken vom Atlantik verregnen sich in der Region (Sierra de Huelva), sodass kein Wassermangel vorherrscht. Ein Netz aus Stauseen nutzt diese Eigenschaft zur Versorgung der Küstenstädte und der Provinzhauptstadt mit Trinkwasser. Die Lage in der mediterranen Zone zeigt sich vor allem in der Verteilung der Niederschläge, welche sich auf die Wintermonate konzentriert. Die Temperaturen sind ganzjährig angenehm.

Wirtschaft & Tourismus[Bearbeiten]

Aracena ist eine Kleinstadt geprägt von Landwirtschaft und extensiver Viehzucht. Auf kleinen Gemüsefeldern werden Früchte angebaut, und der Export wird von spanischem Schinken, einer regionalen Spezialität, dominiert. Weiteres Standbein ist der Tourismus. In Aracena befindet sich das einzige 4-Sterne-Hotel der Provinz, außerhalb der Provinzhauptstadt. Es bildet den Ausgangspunkt für Touren durch die Berge.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche auf den Burgruinen

Neben dem historischen Zentrum, welches relativ gut erhalten ist, bietet Aracena eine Vielzahl von Kirchen im Mudéjar-Stil (vom muslimisch in christlich umgebaute Kirchen). Herauszuheben ist die Iglesia Prioral de Nuestra Señora del Mayor Dolor (Klösterliche Kirche unserer Fräulein der Größten Schmerzen), welche zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert auf den Resten der Burg von Aracena (muslimisches Castillo, zerstört im 12. Jahrhundert) gebaut wurde. Die Burgruine ist heute wieder zugänglich, besteht jedoch nur noch aus Mauerresten (der Großteil der Steine wurde im Laufe der Zeit von den Einwohnern zum Bau ihrer Häuser weiterverwendet). Die Kirche weist neben dem Mudéjar-Stil auch starke, für diese Region untypische, Gotische-Merkmale auf. Eine weitere sehenswerte Kirche ist die Iglesia de Santa Maria de Asunción (Kirche Mariä Himmelfahrt) aus dem 16. Jahrhundert (Renaissance-Stil).

Das touristische Highlight sind die Wundergrotten (Grutas de Maravillas). Ein circa 2100m langer, davon 1200m begehbarer Komplex aus Tropfsteinhöhlen. Entdeckt im Jahre 1886, ist es seit 1914 für Touristen zu besichtigen. Der größte Saal ist über 50m hoch, und liegt weitere 50m unter der Erdoberfläche. Eintritt für eine 45min. Führung (nur auf Spanisch) 8,-€ (Stand Mai 2008).

Casino Arias Montando

Weitere Sehenswürdigkeiten sind

  • das geologische Museum,
  • das Schinkenmusuem
  • das Theater Teatro Sierra de Aracena
  • sowie das Casino Arias Montando.

Feste[Bearbeiten]

Wie in anderen andalusischen Städten und Dörfern auch, ist die Karwoche (Semana Santa) der Höhepunkt der jährlich stattfinden Festlichkeiten. In Aracena prozessieren 6 Bruderschaften, die größte Prozession darunter, ist die der Bruderschaft Vera Cruz, welche Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert aufzuweisen hat.

Aus der Tradition der Viehzüchter ist die Feria de mayo (Maimesse) entstanden, welche alljährlich am dritten Maiwochenende veranstaltet wird und aus Veranstaltungen rund um Fleischwaren (vor allem Jamón Ibérico) besteht. Ein ähnliches Fest wird Ende Oktober veranstaltet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aracena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien