Arandis

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Coat of arms of Namibia.svg
Details
Wappen Arandis.jpg
Details
Stadt
Arandis


Motto Forward We Survive
(Vorwärts überleben wir)
Basisdaten
Einwohnerzahl
Fläche
Einwohnerdichte
5100 (Zensus 2011)[1]
33,4 km²[1]
152,6 Einw./km²[1]
Staat
Region
Wahlkreis
Namibia
Erongo
Arandis
Gründungsdatum 1975
Kfz-Kennzeichen
Telefonvorwahl
S
63
Website www.arandistown.com
Karte Arandis in Namibia

Arandis ist eine Stadt mit 5100 Einwohnern[1] im gleichnamigen Wahlkreis Arandis in der Region Erongo, Namibia. Arandis liegt in einer Ebene zwischen Rössingbergen im Südwesten und Klanbergen im Osten, rund 60 km nordöstlich von Swakopmund.

Über die Nationalstraße B2 bestehen für den Ort gute Verkehrsverbindungen. Neben dem Flughafen Arandis befinden sich in dem Ort noch ein Krankenhaus und verschiedene Kleinunternehmen. Arandis liegt an der Bahnstrecke Swakopmund–Windhoek.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde von Rössing Uranium Limited 1972 für seine Angestellten in der nur 15 km entfernt gelegenen Rössing-Mine errichtet und ist eine reine Bergbaustadt. 1992 wurde Arandis vom Rössing-Konzern anlässlich der zwei Jahre zuvor errungenen Unabhängigkeit des Landes als "Geschenk" an den namibischen Staat übergeben.[2]

Seit 1994/1995 hat Arandis den Status einer Stadt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Derzeit ist die arbeitende Bevölkerung der Stadt fast komplett bei Rössing angestellt. Bis heute ist die Stadt daher wirtschaftlich vollkommen vom Rössing-Konzern abhängig, welcher für fast jeden in der Stadt ansässigen Haushalt die Lebensgrundlage darstellt. Bis vor wenigen Jahren gab es außerdem in Arandis keinerlei Einkaufsmöglichkeiten und auch keine Tankstelle, so dass das an der Küste gelegene Swakopmund indirekt sowie kontinuierlich von Arandis profitierte, da die Bewohner des Ortes geschätzte 90 % ihrer frei verfügbaren Einkommen in Swakopmund ausgaben.[3]
Als die Weltmarktpreise für Uranoxid kurz nach der Jahrtausendwende drastisch fielen, wurde zunächst die Schließung der Mine für das Jahr 2007 angekündigt. Weil der Uranoxidpreis in den Folgejahren aber wieder überproportional anstieg, wurde die geplante Schließung verworfen. Stattdessen wurden vom Konzern sogar weitere 112 Millionen US-Dollar investiert, um bei Arandis noch mindestens bis 2021 Uranoxid gewinnen zu können.[3]

Bis 2016 will Arandis eine selbst versorgende Stadt werden und somit unabhängiger von Rössing agieren. Bis dahin soll die Wirtschaft diversifiziert werden mit dem Ziel der Arbeitsplatzschaffung in der Industrie (70 %), Bildung (20 %) und Tourismus (5 %).

Kommunalpolitik[Bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen 2010 wurde folgendes amtliche Endergebnis ermittelt. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,7 %.[4]

Partei Stimmen Stimmenanteil
SWAPO 664 67,61 %
UDF 243 24,75 %
RDP 072 07,33 %
ungültig 003 00,31 %
Insgesamt 982 100 %

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Arandis verfügt über zwei staatliche Grundschulen sowie eine private weiterführende Schule. Diese und das Mathematik- und Wissenschaftszentrum sowie das Bergbau- und Technologieinstitut werden von Rössing unterstützt beziehungsweise unterhalten.

  • Arandis Primary School
  • U.B. Dax Primary School
  • Kolin Foundation Secondary School
  • Maths and Science Centre
  • Namibia Institute of Mining and Technology

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Namibia 2011 Population and Housing Census Preliminery Results. Namibia Statistics Agency, April 2012 abgerufen am 9. Mai 2012
  2. Rossing Foundation:Arandis Sustainable Development Brochure (Download),(englisch), PDF-Datei, eingesehen am 11. Februar 2012.
  3. a b Allgemeine Zeitung (Namibia, 2007):Es tut sich was in Arandis, in der Ausgabe vom 19.November 2007, eingesehen am 11. Februar 2012.
  4. Offizielle Wahlergebnis Arandis, ECN, 29. November 2010 (PDF; 49 kB)

-22.4184514.973397222222Koordinaten: 22° 25′ S, 14° 58′ O