Arbeiterkommunistische Partei Irans
Die Arbeiterkommunistische Partei Irans (persisch حزب کمونیست کارگران ایران) ist eine kommunistische iranische Exil-Partei, die in Opposition zur iranischen Regierung steht. Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet die in Deutschland aktiven Parteigruppen.[1]
Die Partei wurde 1991 von Mansoor Hekmat durch Abspaltung von der Kommunistischen Partei Irans gegründet; seit seinem Tod im Jahr 2002 wird sie von Hamid Taghwai geführt. 2004 hat sich nach Konflikten über die zukünftige Parteitaktik die Arbeiterkommunistische Partei des Iran-Hekmatist unter Koroush Modaresi abgespalten. Im Jahr 2007 kam es zu einer weiteren Abspaltung, aus der die Worker-communism Unity Party (WUP) unter der Leitung von Ali Javardi hervorging.[2] Die WUP kämpft für den Sturz der Regierung der Islamischen Republik Iran und die Schaffung einer kommunistischen Gesellschaft.
Die Partei kämpft für den Sturz der islamischen Republik Iran und für die Einrichtung einer „sozialistischen Republik“. Sie unterhält einen Fernsehsender und eine Radiostation.
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[Bearbeiten] Aktivitäten in Deutschland
Laut Verfassungsschutzbericht 2008 hat die Partei in Deutschland etwa 250 Anhänger; ihre Zahl ging nach der Spaltung deutlich zurück. Die Aktivitäten beschränkten sich 2008 auf wenige Demonstrationen mit geringer Teilnehmerzahl, in denen auf Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam gemacht wird. Bekanntes Führungsmitglied in Deutschland ist Mina Ahadi.
Zu den Vorfeldorganisationen der Partei zählen laut Verfassungsschutzbericht 2008:
- das Internationale Komitee gegen Steinigungen
- die Internationale Föderation der iranischen Flüchtlings- und Immigrantenräte (IFIR)
- die Internationale Kampagne zur Verteidigung von Frauenrechten im Iran
[Bearbeiten] Siehe auch
- Liste der politischen Parteien in Iran
- Mansoor Hekmat
- Kommunistische Partei Irans
- Tudeh-Partei des Iran
- Modschahedin-e Chalgh
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Eintrag auf der Website des Bundesamtes für Verfassungsschutz
- ↑ Verfassungsschutzbericht 2008. Bundesministerium des Innern, 2009, S.300.
