Arbeiterpartei (Südkorea)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Koreanische Schreibweise
koreanisches Alphabet: 남조선 로동당
chinesische Schriftzeichen: 南朝鮮 勞動黨
Revidierte Romanisierung: NamJoseon Rodongdang
McCune-Reischauer: NamChosŏn Rodongdang

Die Arbeiterpartei Südkoreas war zwischen 1946 und 1949 die kommunistische Partei in Südkorea. Sie ging aus der (gesamtkoreanischen) Koreanischen Kommunistischen Partei hervor und wurde von Pak Hon-yong als Vorsitzendem geführt.

Zum Zeitpunkt der Gründung, am 23. November 1946 war der südliche Teil Chōsens durch amerikanische, der nördliche Teil durch sowjetische Truppen besetzt. 1947 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen auf der gesamten Koreanischen Halbinsel Wahlen durchführen zu lassen. Die Sowjets jedoch lehnten Wahlen in ihrem Sektor ab. Daher konnten die Wahlen im Mai 1948 nur im Südteil Chōsens abgehalten werden.

Die Arbeiterpartei Südkoreas orientierte sich an der Politik der Sowjetunion und der nordkoreanischen Schwesterpartei Partei der Arbeit Koreas und lehnte die Wahlen ebenfalls ab. Ab 1947 kämpfte die Partei im Untergrund mit Guerilla-Taktik gegen den neu entstehenden südkoreanischen Staat. 1948 rief sie zum Generalstreik auf, konnte aber die Wahlen im Mai 1948 nicht verhindern. In der Folgezeit erhöhte die amerikanische Besatzungsmacht ihren Druck auf die kommunistische Untergrundbewegung. Führende Parteimitglieder wurden verhaftet, die restlichen flohen in den Norden, von wo aus die Untergrundarbeit im Süden fortgesetzt wurde. Im Juni 1949 vereinigten sich beide Parteien zur „Partei der Arbeit Koreas“, deren Vorsitzender Kim Il-sung wurde.