Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

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Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e. V. (ACK) ist ein 1948 gegründeter Zusammenschluss christlicher Kirchen in Deutschland zum Zweck der Förderung ökumenischer Zusammenarbeit und der Einheit der Kirchen. Sie bildet den Nationalen Kirchenrat für Deutschland und ist als solcher assoziierte Organisation beim Weltkirchenrat.

Einzelne Kirchen können Mitglieder-, Gast- oder Beobachterstatus besitzen. Neben der Mitgliedschaft auf Bundesebene gibt es auch regionale, meist an den Bundesländern orientierte und örtliche ACK, wo sich die Mitgliedschaft von der auf Bundesebene unterscheiden kann. So kann etwa eine lokale Gemeinde einer bestimmten Kirche in der örtlichen ACK Mitglied sein, ohne dass die Kirche selbst auf Landes- oder Bundesebene der ACK angehört. Auch der umgekehrte Fall ist möglich.

Die in der ACK zusammengeschlossenen Kirchen „bekennen den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (§ 1 der Satzung). Diese Formulierung entspricht der Basisformel des Weltkirchenrates.

Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter[Bearbeiten]

Mitglieder[Bearbeiten]

Die Mitglieder, Gastmitglieder und Ständigen Beobachter in Deutschland setzten sich aus einer Vielzahl kirchlicher Gruppen zusammen.

Erstens handelt es sich um die orthodoxe Tradition (altorientalische und orthodoxe Kirchen):[1]

Zweitens sind Kirchen aus der evangelischen Tradition zu erwähnen:

Drittens werden Kirchen aus der katholischen Tradition gelistet:

Gastmitglieder und Ständige Beobachter[Bearbeiten]

Gastmitglieder sind das Apostelamt Jesu Christi K. d. ö. R, Cottbus, der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, Witten, der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Erzhausen und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Hannover und Ostfildern. Bei der 232. Mitgliedertagung am 13. und 14. März 2013 wurden die beiden Aufnahmeanträge des Freikirchlichen Bundes der Gemeinde Gottes und der Apostolischen Gemeinschaft befürwortet und zur endgültigen Abstimmung an die Kirchenleitungen weitergeleitet.[2] Die Aufnahme der beiden Gemeinschaften erfolgte am 26./27. März 2014 während der Frühjahrstagung in Erfurt.

Ständige Beobachter sind die Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker), Bad Pyrmont, die Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Kreise e. V. (AÖK), Hofheim/Murnau, das Evangelische Missionswerk, Hamburg, und der Christinnenrat (Ökumenische Arbeitsgemeinschaft in Deutschland), Düsseldorf.

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Mitgliederversammlung und Vorstand[Bearbeiten]

Als Leitungsorgan der ACK fungiert die zweimal jährlich tagende Mitgliederversammlung, der Delegierte der Mitglieder, Gastmitglieder und Ständigen Beobachtern angehören. Die Legislaturperiode beträgt fünf Jahre.

Der Vorstand wird von den Delegierten der Mitglieder der ACK gewählt und setzt sich aus Mitgliedern der unterschiedlichen Konfessionen zusammen. Aktuell gehören zum Vorstand: Vorsitzender ist der (römisch-katholische) Bischof Karl-Heinz Wiesemann, seine Stellvertreter sind der (evangelische) Landesbischof Martin Hein und die (methodistische) Bischöfin Rosemarie Wenner. Weitere Vorstandsmitglieder sind Erzpriester Radu Constantin Miron (orthodox) und Pastor Heinrich Lüchtenborg (evangelisch-altreformiert).

Regionale ACKs[Bearbeiten]

In Deutschland gibt es 14 regionale ACKs in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg (Ökumenischer Rat), Bremen, Hamburg, Hessen und Rheinhessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Lübeck und Schleswig-Holstein, Region Südwest mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland und in Thüringen.

Auf regionaler und lokaler Ebene steht der Begriff ACK gelegentlich für „Arbeitskreis Christlicher Kirchen“.

Die bundesweite ACK sowie die regionalen und die lokalen ACKs arbeiten zwar in unterschiedlicher Weise zusammen, sie sind aber zueinander nicht über- bzw. untergeordnet.

Ökumenische Centrale (ÖC)[Bearbeiten]

Die Ökumenische Centrale (ÖC) in Frankfurt am Main ist die Geschäftsstelle der ACK Deutschland. Sie ist prinzipiell konfessionell paritätisch besetzt, wobei in jüngster Zeit nur noch halbe Stellen für die einzelnen Kirchenfamilien vergeben werden.

Seit 1. Juli 2009 ist Elisabeth Dieckmann Geschäftsführerin der ACK.

Die Referate sind nach Konfessionsfamilien gegliedert, denen zugleich Arbeitsschwerpunkte zugeordnet sind:

  • EKD-Referat: „Migration, Dialog, Kultur“, gleichzeitig Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (seit 1. September 2013 Pfarrer Marc Witzenbacher[3])
  • Katholisches Referat: „Glaube und Theologie“ (seit 1. September 2009 Elisabeth Dieckmann, gleichzeitig Geschäftsführerin der ACK)
  • Freikirchliches Referat: „Mission, Zeugnis, Gottesdienst“ (seit 1. Juli 2013 Pastor Bernd Densky, BEFG[4])
  • Orthodoxes Referat: „Kirche und Gesellschaft“ (Marina Kiroudi).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einteilung nach Johannes Oeldemann, Die Kirchen des christlichen Ostens. Orthodoxe, orientalische und mit Rom unierte Ostkirchen, Regensburg 2. Aufl. 2008, Seite 9-14.
  2. Pressemitteilung der ACK zur 232. Mitgliedertagung http://www.oekumene-ack.de/fileadmin/user_upload/Sonstiges/bericht_ack_fulda_2013_03_Endfassung.pdf
  3. Pressemeldung der ACK vom 18. September 2013: Einsatz für den Frieden für Syrien.
  4. Pressemeldung der ACK vom 1. Juli 2013: Pastor Bernd Densky ist neuer Freikirchenreferent.