Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen

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Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) ist die Frauenorganisation der SPD. Ihre Vorsitzende ist die saarländische SPD-Bundestagsabgeordnete Elke Ferner.

Die Arbeitsgemeinschaft hat sich die Gleichstellung von Frauen und Männern in Partei und Gesellschaft zum Ziel gesetzt. Sie bringt die Interessen und Forderungen der Frauen in der politischen Willensbildung der Partei zur Geltung und macht Frauen mit der Politik und den Zielen der Partei vertraut. Ziel ist, im Dialog mit Gewerkschaften, Verbänden, Organisationen und der deutschen und internationalen Frauenbewegung gemeinsame Forderungen zu entwickeln und durchzusetzen.

Der Verein ist Mitglied des Deutschen Frauenrates, des Ständigen Ausschusses "Frauen" der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) und der "Sozialistischen Fraueninternationale".

Geschichte[Bearbeiten]

Am 24. Juni 1972 beschloss der Parteivorstand der SPD, eine Arbeitsgemeinschaft für Frauen in der SPD einzurichten. Vom 23. bis 25. März 1973 fand dann die erste Bundeskonferenz der AsF in Ludwigshafen statt. Zur ersten Bundesvorsitzenden wurde dort Elfriede Eilers gewählt. Deren Nachfolgerin wurde 1977 Elfriede Hoffmann, die das Amt bis 1981 ausübte.

Auf Elfriede Hoffmann folgte Inge Wettig-Danielmeier, die bis 1992 Bundesvorsitzende der AsF blieb. In ihre Amtszeit fällt die Einführung der Geschlechterquote von 40 Prozent in der SPD. Die Quote war in der SPD, aber auch in der ASF heftig umstritten. Wettig-Danielmeier gehörte aber zu denjenigen, die die Quote in der SPD mit durchsetzten. Auch gelang es der ASF, im Berliner Programm der SPD von 1989 den Satz "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden" zu verankern. Dieser findet sich auch im "Hamburger Programm" der SPD von 2007 wieder.

Nach der Wende in der DDR entstand in der dort gegründeten Sozialdemokratischen Partei der DDR auch eine Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen unter Vorsitz von Eva Kunz. Mit dem Zusammenschluss der Parteien am 26. September 1990 schlossen sich auch die Arbeitsgemeinschaften zusammen.

Nachfolgerin von Inge Wettig-Danielmeier wurde Karin Junker, die das Amt von 1992 bis 2004 ausübte. Auf sie folgte die bis heute amtierende Bundesvorsitzende Elke Ferner.

Organisation[Bearbeiten]

Rechtliche Stellung[Bearbeiten]

Als Arbeitsgemeinschaft der SPD ist die ASF keine rechtlich selbstständige Organisation, sondern Teil der SPD. Die Rechte und die grundsätzliche Organisation der ASF ist in den „Grundsätzen und Richtlinien für die Tätigkeiten der Arbeitsgemeinschaften in der SPD“ geregelt (beschlossen durch den Parteivorstand am 26. März 2012) [1].

Gliederungen der ASF können nur mit Zustimmung des jeweiligen Vorstandes der Partei eingerichtet werden. Zwar arbeitet die ASF grundsätzlich autonom, der Vorstand der jeweiligen SPD-Gliederung hat jedoch Eingriffsrechte; er kann z.B. bestimmte Veranstaltungen untersagen, Mitglieder- oder Delegiertenversammlungen einberufen, dort Anträge stellen und auch die Abwahl des Vorstandes durch die Mitglieder-/Delegiertenversammlung beantragen.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Der ASF gehören alle weiblichen SPD-Mitglieder an. Eine eigenständige Mitgliedschaft nur in der ASF gibt es nicht. Allerdings besteht die Möglichkeit, als Gastmitglied in der ASF aktiv zu sein. Gastmitglieder haben aber kein Wahlrecht. Interessierte können ohne Mitglied der SPD zu werden, den Status einer Unterstützerin oder eines Unterstützers nach § 10 a Abs. 3 des Organisationsstatuts der SPD erhalten. Unterstützerinnen und Unterstützer erhalten in einer Arbeitsgemeinschaft und/oder einem Themenforum auf Bundesebene die vollen Mitgliedsrechte. Hier haben sie das aktive und passive Wahlrecht sowie Antrags, Rede- und Personalvorschlagsrecht. Grundlage ist die „Richtlinie des SPD-Parteivorstands zu Unterstützer/innen“ (beschlossen durch den Parteivorstand am 26. März 2012).

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gliederung folgt dem Aufbau der SPD. Entsprechend bestehen unterhalb der Bundesebene Landesverbände, Bezirksverbände (diese Gliederungen fallen bis auf Hessen und Niedersachsen überall zusammen), Unterbezirke und Arbeitsgemeinschaften, die den Ortsvereinen entsprechen. In einigen Bezirken gibt es zusätzlich Kreisverbände und Regionalbezirke, sofern diese auch bei der SPD bestehen.

Bundesebene[Bearbeiten]

Höchstes Gremium auf der Bundesebene ist die alle zwei Jahre stattfindende Bundeskonferenz. Ihr gehören der Bundesvorstand sowie 250 von den Bezirksverbänden gewählte Delegierte an; die Aufteilung der Delegiertenmandate auf die Bezirke erfolgt bei je einem Grundmandat nach der Zahl der weiblichen SPD-Mitglieder. Die Bundeskonferenz beschließt über Anträge und das Arbeitsprogramm der ASF, wählt den Bundesvorstand und nimmt dessen Rechenschaftsbericht entgegen. Außerhalb des zweijährlichen Turnus können außerordentliche Bundeskonferenzen stattfinden.

Der Bundesausschuss ist die Vertretung der Bezirksverbände zwischen den Bundeskonferenzen. Er besteht aus 30 von den Bezirken gewählten Delegierten und dem Bundesvorstand.

Der ASF-Bundesvorstand besteht aus der Vorsitzenden, drei stellvertretenden Vorsitzenden und 17 Beisitzerinnen. Derzeitige Bundesvorsitzende ist Elke Ferner, MdB, stellvertretende Vorsitzende sind Agnes Allroggen-Bedel, Evelyne Gebhardt, MdEP und Barbara Hackenschmidt, MdL.

Ziele[Bearbeiten]

Die Ziele der AsF sind [2]:

  • tatsächliche Gleichstellung in der Gesellschaft
  • die Existenz sichernde Erwerbstätigkeit und eigenständige Alterssicherung von Frauen
  • die Gleichstellung von Frauen und Abbau von Diskriminierung im Berufsleben
  • Erweiterung des Berufswahlspektrums für Mädchen und Frauen um Naturwissenschaft und Technik
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter
  • Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
  • Umsetzung der Frauenrechte weltweit
  • die Gleichstellung innerhalb der SPD durch die konsequente Anwendung der Quotenregelung

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Grundsätzen und Richtlinien für die Tätigkeiten der Arbeitsgemeinschaften in der SPD
  2. Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen: Wer wir sind. Was wir wollen. Was wir tun. 2008