Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen

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Der Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) ist ein Fachgremium auf dem Gebiet der Maschinen- und Elektrotechnik. Er hat die Aufgabe, die Bauämter der Länder und Kommunen, und damit das gesamte Bauwesen der öffentlichen Hand, bei Planung, Bau und Betrieb der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) (technisches Facilitymanagement) zu unterstützen. Er veröffentlicht hierzu regelmäßig Empfehlungen, die auf den Anerkannten Regeln der Technik basieren, beispielsweise zu Planung, Bau und Betrieb von Brandmelde- oder Kälteanlagen.

Die Empfehlungen des AMEV sind im Bereich der öffentlichen Verwaltung in der Regel verbindlich, soweit nicht verwaltunginterne Regelungen wie Erlasse oder Verwaltungsvorschriften Gegenteiliges vorsehen.

Die Geschäftsstelle des AMEV ist im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) eingerichtet.Derzeitiger Leiter der Geschäftsstelle ist Dipl.-Ing. (FH) Andreas Schork.

Der AMEV führt die Arbeit der im Jahre 1905 gegründeten „Vereinigung von Ingenieuren der Heizungstechnik im öffentlichen Dienst zum Erfahrungsaustausch und zur Lösung von fachlichen Problemen beim Technikeinsatz“ fort. Diese Vereinigung organisierte sich im Jahr 1952 neu als „Arbeitskreis Heizungs- und Maschinenwesen staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AHMV)“. Infolge der Integration der Elektrotechnik benannte sich der AHMV im Jahr 1975 um in „Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen“ (AMEV).

Der AMEV hat die Aufgabe, die Hochbauverwaltungen des Bundes, der Länder und der kommunalen Selbstverwaltungskörperschaften unter Beachtung der jeweiligen Eigenverantwortung bei der Planung und Durchführung ihrer Bauaufgaben sowie dem Betrieb ihrer Anlagen der Technischen Ausrüstung zu unterstützen.

Hierbei werden insbesondere folgende Aufgaben wahrgenommen:

  • Erarbeitung von Empfehlungen für Planung, Erstellung und Betrieb von Anlagen der Technischen Ausrüstung
  • Erfahrungsaustausch einschließlich Auswertung
  • Gegenseitige Unterrichtung über neue TGA-relevante Vorschriften und Regelwerke
  • Praxisbezogene Grundlagen- und Grunddatenermittlung
  • Erarbeitung von Kosten- und sonstigen Richtwerten
  • Förderung der Anwendung der automatisierten Datenverarbeitung
  • Weiterentwicklung des Vergabewesens; Mitarbeit im DVA
  • Vorschläge zur Vertragsgestaltung für Leistungen freiberuflich tätiger Ingenieure
  • Empfehlungen zur Aus- und Fortbildung von Fachkräften
  • Gegenseitige Unterrichtung über Forschungsvorhaben und Forschungsergebnisse mit dem Ziel einer abgestimmten Umsetzung in die Praxis

Dabei werden der jeweils neueste Stand der Technik, die haushaltsrechtlich gebotene Wirtschaftlichkeit und andere wichtige Zielsetzungen wie Klimaschutz und Energieeinsparung besonders berücksichtigt. Der AMEV erfüllt seine Aufgaben in Abstimmung und Zusammenarbeit mit gleichgerichtet arbeitenden Institutionen.

Der AMEV hat bis zu 52 Mitglieder. Die Mitgliederzahl setzt sich wie folgt zusammen: • die Bundesbauverwaltungen insgesamt bis zu 5 • Hochbauverwaltungen der Länder insgesamt bis zu 22 • Bauverwaltungen der kommunalen Spitzenverbände insgesamt bis zu 22 • Sonstige bis zu 3

Die Mitglieder wählen aus ihrem Kreis für die Dauer von 3 Jahren einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter, eine einmalige Wiederwahl ist möglich. Derzeitiger AMEV Vorsitzender ist Torsten Wenisch aus dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg.


Weblinks[Bearbeiten]