Arbeitslosenstatistik

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Die Arbeitslosenstatistik erfasst das quantitative Ausmaß der Arbeitslosigkeit hinsichtlich der Anzahl der Arbeitslosen sowie der Arbeitslosenquote.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Statistische Erfassung der Arbeitslosigkeit

[Bearbeiten] Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der zivilen Erwerbspersonen. Man ist nicht einfach arbeitslos, nur weil man nicht arbeitet. In die Arbeitslosenquote gehen nur Menschen ein, die meistens schon einmal selbst erwerbstätig waren. Sie ist ein Indikator für die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungslage und Teil der Arbeitslosenstatistik. Die Arbeitslosenquote wird als Quotient aus der Anzahl der Arbeitslosen und des Arbeitskräftepotenzials einer Volkswirtschaft wie folgt berechnet:

\mathrm{Arbeitslosenquote} = \frac{\mathrm{Registrierte\;Arbeitslose}}{\mathrm{Zivile\;Erwerbst\ddot{a}tige + Arbeitslose }} \cdot 100

[Bearbeiten] Registrierte und verdeckte Arbeitslosigkeit

Es gelten in Deutschland nur Personen als arbeitslos, die sich arbeitslos und arbeitssuchend gemeldet haben, ohne Beschäftigung sind oder weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten und dem Arbeitsmarkt auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Daher gibt es große Unterschiede zwischen der Zahl von Leistungsempfängern und der offiziellen Arbeitslosenstatistik. Unter anderem fehlen in den Statistiken Teilnehmer beruflicher Trainingsmaßnahmen und arbeitsunfähig erkrankte Personen. Insgesamt werden mehrere Millionen Arbeitslose in den offiziellen Statistiken nicht aufgeführt.[1]

Registrierte Arbeitslosigkeit: Unter registrierter Arbeitslosigkeit wird in Deutschland allgemein die Zahl der Arbeitslosen verstanden, die bei der Bundesagentur für Arbeit nach dem SGB III bzw. einer Arbeitsgemeinschaft oder Optionskommune nach dem SGB II (Sozialgesetzbuch) arbeitslos gemeldet sind. Arbeitslos ist, wer weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, aber mehr als 15 Stunden arbeiten will und jünger als das jeweilige Rentenalter ist. Darüber hinaus muss die Person dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und bereit sein, jede zumutbare Arbeit anzunehmen. Mit Verweis auf die Verfügbarkeit zählt nicht als arbeitslos, wer an Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnimmt (z.B. Trainingsmaßnahmen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) oder eine Ich-AG gegründet hat.

Versteckte Arbeitslosigkeit: Arbeitslosigkeit die nicht durch die Arbeitslosen-Statistik erfasst wird:

  • Stille Reserve: Die Stille Reserve (Arbeitsmarkt) umfasst die Personen, die zwar bereit sind, eine Erwerbsarbeit anzunehmen, aber nicht offiziell als arbeitslos gemeldet sind, etwa weil kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht oder weil Langzeitarbeitslose sich entmutigt aus dem Arbeitsmarkt zurückgezogen haben.
  • Verdeckte Arbeitslosigkeit: Hierbei handelt es sich um die Situation, wenn Beschäftigte mehr aus sozialen oder verwaltungsrechtlichen Gründen einen Arbeitsplatz haben, volkswirtschaftlich oder betriebswirtschaftlich aber eigentlich als Arbeitskräfte nicht benötigt werden. Diese Formulierung wurde gegen die Ostblockstaaten verwendet, weil dort offiziell Vollbeschäftigung herrschte. Es wurde aber vermutet, dass viele dieser Beschäftigten tatsächlich wenig zu tun hatten. Heutzutage wird der Begriff u.a. auch auf den Staatssektor angewandt, in dem durch Sparmaßnahmen freigesetzte Arbeitskräfte aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht entlassen werden können und im Zentralen Personalüberhangmanagement (auch Stellenpool) "geparkt" werden. "Versteckte Arbeitslosigkeit" bezieht sich also auf tatsächlich Arbeitslose, die statistisch nicht erscheinen, die versteckt sind, während "verdeckte Arbeitslosigkeit" sich auf Beschäftigte bezieht, die aber an ihrem Arbeitsplatz "arbeitslos" sind und nur per "Beschäftigungstherapie" beschäftigt werden. Hierzu zählen in Deutschland auch Arbeitslose in Fortbildungsmassnahmen, im 1-Euro-Job und in der 58er-Regelung, die in der Arbeitslosenstatistik nicht erscheinen.

Die Meldung bei der Arbeitsagentur als Arbeitsloser ist Voraussetzung für den Bezug von Arbeitslosengeld und anderen Leistungen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch. Daher melden sich auch Personen arbeitslos, die nicht oder nicht aktiv nach Arbeit suchen.

Die Berechnung der registrierten Arbeitslosigkeit wird von der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Die Definition der Zählkriterien (wer gilt als arbeitslos) bestimmt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

[Bearbeiten] Erwerbslosenquote

Staaten Erwerbslosenquote 2004 Erwerbslosenquote 2006 Erwerbslosenquote 2007
Polen 18,8 % 14,2 % 9,1 %
Slowakei 18,2 % 13,5 % 11,1 %
Türkei 10,3 % 10,1 % k. A.
Griechenland 10,5 % 9,6 % k. A.
Frankreich 9,6 % 9,1 % 8,6 %
Belgien 7,9 % 8,6 % 7,7 %
Spanien 10,9 % 8,5 % 8,0 %
Deutschland 9,5 % 8,0 % k. A. Revision um ca +2 Prozentpunkte der Quote im Sep 07 beachten[1]
Finnland 9,0 % 7,8 % 6,9 %
Portugal 6,7 % 7,5 % 8,3 %
Ungarn 6,0 % 7,5 % 7,3 %
Eurozone 8,9 % 8,5 % 6,9 %
Tschechien 8,3 % 7,3 % 5,3 %
Italien 8,0 % 7,1 % 5,9 %
Kanada 7,2 % 6,4 % k. A.
Schweden 6,4 % 5,5 % 5,5 %
Österreich 4,8 % 5,5 % 4,3 %
UK 4,7 % 5,5 % 5,2 %
Niederlande 4,6 % 4,9 % 3,3 %
USA 5,5 % 4,6 % k. A.
Australien 5,5 % 4,9 % k. A.
Luxemburg 4,8 % 4,6 % 5,0 %
Irland 4,5 % 4,4 % 4,7 %
Japan 4,7 % 4,1 % k. A.
Schweiz 4,4 % 3,9 % k. A.
Dänemark 5,4 % 3,8 % 3,3 %
Norwegen 4,4 % 3,6 % k. A.
Neuseeland 3,9 % 3,8 % k. A.
Südkorea 3,7 % 3,3 % k. A.
Quelle: OECD

mit ILO oder Regierungsangaben

In Deutschland ist die Erwerbslosenquote von der Arbeitslosenquote abzugrenzen. Die Erwerbslosenquote wird vom Statistischen Bundesamt nach den international vergleichbaren Kriterien der ILO ermittelt und monatlich im Rahmen der "ILO-Arbeitsmarktstatistik" veröffentlicht. Prinzipiell erfolgt die Berechnung wie bei der Arbeitslosenquote: Die Erwerbslosenquote stellt den Anteil Erwerbsloser an allen Erwerbspersonen (bestehend aus Erwerbstätigen und Erwerbslosen) dar.

Die Untersuchung des Statistischen Bundesamtes kennt die Unterschiede zwischen registrierte und nicht registrierte Arbeitslose nicht. Im Gegensatz zu den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden hier auch nicht gemeldete Arbeitssuchende erfasst. Als erwerbslos im Sinne der ILO-Statistik gilt, wer weniger als eine Stunde pro Woche arbeitet, aber mehr arbeiten will. Die Gesamtzahl der Erwerbslosen wird anhand einer Stichprobe hochgerechnet. Damit ist die stille Reserve automatisch erfasst, hingegen fallen geringfügig Beschäftigte heraus. Ebenso Arbeitslose, die sich allein zum Bezug von Arbeitslosengeld arbeitslos gemeldet haben. Die Erwerbslosenzahl des Statistischen Bundesamtes liegt zumeist rund eine Million unter der von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitslosenzahl (Erwerbslose im Januar 2005: 3,99 Millionen, Arbeitslose 5,04 Millionen).

[Bearbeiten] Saisonbereinigte Arbeitslosenzahl

Weil die Zahl der Arbeitslosen insbesondere durch Entlassungen im Bau- und Gaststättengewerbe und in der Landwirtschaft saisonal stark schwankt, wird von der Bundesagentur für Arbeit parallel zur Zahl der Arbeitslosen noch eine saisonbereinigte Arbeitslosenzahl vorgelegt, um jahreszeitlich unabhängige Trends bestimmen zu können. Dabei werden jahreszeitliche Einflüsse anhand der langjährigen Erfahrungen herausgerechnet. Diese Saisonbereinigung wird vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) durchgeführt.

[Bearbeiten] Langzeitarbeitslosigkeit

Als Langzeitarbeitslose gelten in Deutschland Arbeitslose, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind : [2]

[Bearbeiten] Zahlen zur Arbeitslosigkeit

Die Einfärbung der Tabellen erfolgt in 4-Prozent-Schritten:

ab 24 % ab 20 % ab 16 % ab 12 % ab 8 % ab 4 % unter 4 % sonstige Angaben/Zwischensummen

[Bearbeiten] Deutschland

Erwerbstätige und Arbeitslose
Erwerbstätige und Arbeitslose
Arbeitslosigkeit in den Bundesländern (Stand: Dezember 2007)
Arbeitslosigkeit in den Bundesländern (Stand: Dezember 2007)
Bundesland Arbeitslose
April 2008
Arbeitslosenquote
April 2008
Mecklenburg-Vorpommern 133.245 15,0 %
Sachsen-Anhalt 188.594 14,9 %
Berlin 244.804 14,5 %
Brandenburg 187.069 13,9 %
Sachsen 298.592 13,6 %
Thüringen 145.595 12,0 %
Bremen 38.219 11,8 %
Nordrhein-Westfalen 782.440 8,7 %
Hamburg 74.919 8,4 %
Niedersachsen 314.732 7,9 %
Schleswig-Holstein 110.964 7,8 %
Saarland 38.621 7,6 %
Hessen 211.261 6,8 %
Rheinland-Pfalz 119.506 5,8 %
Bayern 291.785 4,4 %
Baden-Württemberg 233.575 4,2 %
Ostdeutschland 1.197.899 13,9 %
Westdeutschland 2.216.022 6,6 %
Deutschland 3.413.921 8,1 %

Quelle: [3]

Ausländer gehören auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu den unterprivilegierten Gruppen: Sie sind überproportional in Tätigkeiten beschäftigt, die nur geringe Qualifikationen erfordern und schlecht bezahlt sind. Ihre Arbeitslosenzahl ist im Vergleich mit Einheimischen überproportional hoch (Ende 2002: 19,1 % zu 10,8 %), das gleiche gilt für die Zahl der ausländischen Sozialhilfeempfänger (Ende 2002: 8,6 % zu 2,9 %). Aufgrund größerer struktureller Probleme bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt (u. a. Fehlen von formalen Bildungsabschlüssen) sind ausländische Staatsangehörige in besonderem Maße von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Die Langzeitarbeitslosigkeit (1 Jahr und länger) nahm bei dieser Gruppe innerhalb eines Jahres um knapp 7% zu. Viele arbeitslose Ausländer/innen sind unter anderem wegen Sprachschwierigkeiten, mangelnder beruflicher Qualifikation oder Krankheit schwer vermittelbar. Zu berücksichtigen ist auch, dass arbeitssuchende neuerdings nicht als Arbeitslose gezählt werden, was auch die Statistikverbesserug erklärt.[4]

[Bearbeiten] Österreich

Bundesland Arbeitslose
Dezember 2007
Arbeitslosenquote
Dezember 2007
Burgenland 10.542 11,1 %
Kärnten 22.304 10,0 %
Wien 80.442 9.4 %
Niederösterreich 48.556 8,2 %
Steiermark 40.539 8,1 %
Vorarlberg 8.616 5,6 %
Tirol 15.728 5,0 %
Oberösterreich 29.280 4,7 %
Salzburg 9.299 3,8 %
Österreich 265.306 7.4 %

Quelle: [5]

[Bearbeiten] Schweiz

Kanton Arbeitslose
Juli 2007
Arbeitslosenquote
Juli 2007
Genf 12'995 5,9 %
Waadt 12'900 3,9 %
Tessin 5'696 3,8 %
Jura 1'129 3,3 %
Basel-Stadt 3'102 3,2 %
Neuenburg 2'680 3,1 %
Wallis 3'341 2,4 %
Zürich 17'597 2,4 %
Freiburg 3'079 2,4 %
Solothurn 3'116 2,3 %
Aargau 6'645 2,2 %
Basel-Landschaft 3'093 2,2 %
Luzern 3'630 1,9 %
Schaffhausen 748 1,9 %
St. Gallen 4'391 1,8 %
Zug 1'049 1,8 %
Thurgau 2'188 1,8 %
Bern 9'138 1,7 %
Glarus 297 1,4 %
Appenzell-Ausserrhoden 395 1,4 %
Schwyz 924 1,3 %
Graubünden 1'055 1,0 %
Nidwalden 205 1,0 %
Obwalden 172 1,0 %
Appenzell-Innerrhoden 70 0,9 %
Uri 144 0,8 %
Westschweiz und Tessin 41'820 3,8 %
Deutschschweiz 57'959 2,0 %
Schweiz 99'779 2,5 %

Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft

Arbeitslosenquote nach Kantonen der Schweiz, Jahresdurchschnitt
Kantone 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Total 0,5 1,1 2,5 4,5 4,7 4,2 4,7 5,2 3,9 2,7 1,8 1,7 2,5 3,7 3,9 3,8 3,3
Zürich 0,3 0,7 2,1 4,1 4,5 4,0 4.3 5,2 4,2 2,9 1,8 1,7 3,0 4,5 4,5 4,0 3,3
Bern 0,3 0,6 2,0 3,9 4,1 3,5 3,9 4,4 2,9 1,9 1,3 1,2 1,8 2,8 2,9 2.8 2,5
Luzern 0,3 0,7 1,9 3,6 3,6 3,2 4,0 4,3 2,9 1,9 1,3 1,2 2,0 3,1 3,2 3.1 2,7
Uri 0,0 0,2 0,8 1,6 1,6 1,6 2,3 2,4 1,5 1,0 0,5 0,4 0,7 1,1 1,2 1,3 1,1
Schwyz 0,1 0,4 1,2 2,4 2,3 2,0 2,9 2,8 2,1 1,5 0,7 0,6 1,2 2,1 2,3 2,3 2,0
Obwalden 0,1 0,3 0,8 2,0 2,0 1,7 2,1 2,3 1,4 0,6 0,4 0,5 1,0 1,6 1,7 1,6 1,5
Nidwalden 0,2 0,4 1,8 3,1 2,7 2,1 2,5 2,6 1,5 0,6 0,4 0,6 1,1 1,9 1,9 2,0 1,6
Glarus 0,1 0,4 1,3 2,3 2,0 2,0 3,3 2,9 2,0 1,5 0,9 0,7 1,6 2,3 2,4 2,5 2,3
Zug 0,3 0,7 2,0 3,8 3,5 2,8 3,4 3,9 3,1 2,3 1,1 1,4 2,7 3,6 3,4 3,2 2,5
Freiburg 0,5 1,1 2,6 5,0 5,9 5,2 4,8 4,7 3,7 2,5 1,5 1,3 1,8 2,7 2,9 3,1 3,0
Solothurn 0,2 0,7 2,5 4,6 4,4 3,5 4,6 6,0 3,7 2,5 1,6 1,4 2,3 3,3 3,6 3,4 2,9
Basel-Stadt 1,2 1,9 3,6 5,5 5,7 4,9 4,7 4,9 3,7 2,5 2,1 2,2 3,0 4,3 4,6 4,1 3,7
Basel-Landschaft 0,7 1,0 2,0 3,4 3,6 3,0 3,4 3,7 2,6 1,8 1,4 1,4 1,9 2,9 3,4 3,3 2,8
Schaffhausen 0,6 1,3 2,5 4,3 4,2 3,8 4,5 5,3 4,1 2,8 1,7 1,6 2,3 3,1 3,4 3,3 2,9
Appenzell Ausserrhoden 0,2 0,5 1,5 2,8 2,6 1,9 2,3 2,5 1,4 0,9 0,8 0,9 1,6 2,1 2,3 2,2 1,9
Appenzell Innerrhoden 0,0 0,3 0,9 1,6 1,2 0,8 1,5 1,9 0,8 0,5 0,3 0,3 0,8 1,4 1,6 1,5 1,1
St. Gallen 0,3 0,8 2,0 3,4 3,3 2,8 3,5 4,0 2,8 2,2 1,4 1,3 2,1 3,0 3,1 3,0 2,5
Graubünden 0,3 0,4 0,9 1,8 1,9 2,0 2,6 3,2 2,5 1,6 1,0 1,0 1,4 2,0 2,1 2,2 1,8
Aargau 0,2 0,5 1,6 3,4 3,3 2,9 3,8 4,7 3,0 2,1 1,4 1,2 2,1 3,3 3,4 3,3 2,9
Thurgau 0,2 0,5 1,5 2,9 3,0 2,6 3,5 4,3 3,2 2,0 1,2 1,2 2,0 2,9 3,1 3,1 2,7
Tessin 1,5 2,4 4,4 6,3 6,5 6,7 7,6 7,8 6,3 4,4 3,1 2,6 3,5 4,2 4,5 4,9 4,9
Waadt 0,7 1,8 4,0 6,9 7,5 7,0 7,3 7,2 5,6 4,1 2,9 2,7 3,3 4,6 5,4 5,3 4,8
Wallis 0,9 1,7 3,6 6,5 7,4 7,0 6,7 6,9 4,7 3,5 2,2 2,1 2,6 3,4 3,8 4,0 3,5
Neuenburg 1,1 2,4 4,6 6,3 6,5 5,8 5,5 6,3 5,3 3,9 2,3 2,1 3,3 4,4 4,5 4,3 4,1
Genf 1,2 2,7 4,7 7,2 7,6 6,9 6,8 7,8 6,1 5,1 4,1 4,0 5,1 6,5 7,1 7,4 7,0
Jura 0,7 1,9 3,6 5,9 6,4 5,4 6,2 6,6 3,9 2,8 1,9 2,0 3,6 4,8 4,6 4,2 3,8

[Bearbeiten] Niederlande

Siehe unter: Arbeitslosenquote (Niederlande)

[Bearbeiten] Europa und Weltweit

Die folgende Grafik gibt eine Übersicht über die offiziellen Arbeitslosenraten in Europa (Stand: 27. März 2008):

Arbeitslosenraten in Europa (2008): ██ > 10 % ██ 9 - 10 % ██ 8 - 9 % ██ 7 - 8 % ██ 6 - 7 % ██ 5 - 6 % ██ 4 - 5 %
Arbeitslosenraten in Europa (2008):
██ > 10 %
██ 9 - 10 %
██ 8 - 9 %
██ 7 - 8 %
██ 6 - 7 %
██ 5 - 6 %
██ 4 - 5 %


Weltkarte zum Thema Arbeitslosigkeit (Stand: 2005)
Weltkarte zum Thema Arbeitslosigkeit (Stand: 2005)
Arbeitslosigkeit in der Triade, Link zur BMGS-Quelle siehe unten
Arbeitslosigkeit in der Triade, Link zur BMGS-Quelle siehe unten

[Bearbeiten] Entwicklung der Arbeitslosenquote in Deutschland

Die Arbeitslosenquote hat sich in Deutschland seit 1960 wie folgt entwickelt. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Werte bis 1990 sind nur die Westdeutschlands, die ab 1991 die Gesamtdeutschlands (Ost- und Westdeutschland).

Entwicklung der Arbeitslosenquote in Deutschland von 1960 bis 2007. (Werte bis 1990 nur West-, ab 1991 Gesamtdeutschland) Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BA)
Entwicklung der Arbeitslosenquote in Deutschland von 1960 bis 2007. (Werte bis 1990 nur West-, ab 1991 Gesamtdeutschland) Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BA)

[Bearbeiten] Historische Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschland

Regionale Unterschiede in der Arbeitslosigkeit (Stand: 1997)
Regionale Unterschiede in der Arbeitslosigkeit (Stand: 1997)

In der folgenden Tabelle sind die registrierten Arbeitslosen, die Arbeitslosenquote und die Arbeitszeit in Deutschland seit 1950 aufgeführt (Jahresdurchschnitt).

Die offizielle Arbeitszeit (herausgegeben vom Statistischen Bundesamt) wird als durchschnittliche jährliche Arbeitszeit der Beschäftigten angegeben (AZ = Arbeitsvolumen durch Anzahl der Beschäftigten).

Die durchschnittliche jährliche Arbeitszeit der Erwerbspersonen kann angegeben werden als AZ* = Arbeitsvolumen durch Anzahl der Erwerbspersonen.

Die Arbeitslosenquote wird folgendermaßen definiert:

ALQ = \frac{Arbeitslose}{Erwerbspersonen} = \frac{Erwerbspersonen - Besch{\ddot a}ftigte}{Erwerbspersonen}

Daraus folgt die durchschnittliche Arbeitszeit der Erwerbspersonen:

AZ^* = AZ \cdot \left(1 - \frac{ALQ}{100}\right)
Registrierte Arbeitslose und Arbeitslosenquote nach Gebietsstand [6]
Jahr Deutschland Westdeutschland Ostdeutschland
Anzahl Quote in % AZ in h AZ* in h Anzahl Quote in % AZ in h AZ* in h Anzahl Quote in % AZ in h AZ* in h
2006 4.486.940 12,0 3.006.952 10,2 1.479.988 19,2
2005 4.860.234 13,0 3.246.097 11,0 1.614.137 20,6
2004 4.381.042 11,7 1445,0 1275,9 2.781.347 9,4 1425,7 1291,7 1.599.695 20,1 1463,9 1169,7
2003 4.376.028 11,6 1438,8 1271,9 2.752.589 9,3 1424,3 1291,8 1.623.439 20,1 1467,4 1172,5
2002 4.060.317 10,8 1441,1 1285,5 2.497.678 8,5 1421,4 1300,6 1.562.639 19,2 1467,1 1185,4
2001 3.852.564 10,4 1453,7 1302,5 2.320.500 8,0 1431,4 1316,9 1.532.064 18,8 1482,9 1204,1
2000 3.889.695 10,7 1467,9 1310,8 2.380.987 8,4 1442,5 1321,3 1.508.707 18,6 1505,3 1225,3
1999 4.100.499 11,7 1486,2 1312,3 2.604.720 9,6 1456,7 1316,9 1.495.779 18,7 1528,0 1242,3
1998 4.280.630 12,3 1497,8 1313,6 2.751.535 10,3 1465,4 1314,5 1.529.095 19,2 1543,9 1247,5
1997 4.384.456 12,7 1503,5 1312,6 2.870.021 10,8 1471,4 1312,5 1.514.435 19,1 1553,8 1257,0
1996 3.965.064 11,5 1513,0 1339,0 2.646.442 9,9 1477,4 1331,1 1.318.622 16,6 1565,8 1305,9
1995 3.611.921 10,4 1529,3 1370,3 2.427.083 9,1 1494,4 1358,4 1.184.838 14,8 1593,1 1357,3
1994 3.698.057 10,6 1513,0 1352,6 2.426.276 9,0 1506,5 1370,9 1.271.781 15,7 1629,2 1373,4
1993 3.419.141 9,8 1529,3 1379,4 2.149.465 8,0 1506,1 1385,6 1.269.676 15,4 1648,0 1394,2
1992 2.978.570 8,5 1543,4 1412,2 1.699.273 6,4 1531,7 1433,7 1.279.297 14,4 1642,7 1406,2
1991 2.602.203 7,3 1546,3 1433,4 1.596.457 6,2 1542,3 1446,7 1.005.746 10,2 1497,6 1344,8
1990 - - - - 1.883.147 7,2 1566,0 1453,2 - - - -
1989 - - - - 2.037.781 7,9 1589,1 1463,6 - - - -
1988 - - - - 2.241.556 8,7 1612,5 1472,2 - - - -
1987 - - - - 2.228.788 8,9 1617,6 1473,6 - - - -
1986 - - - - 2.228.004 9,0 1639,5 1491,5 - - - -
1985 - - - - 2.304.014 9,3 1658,5 1504,3 - - - -
1984 - - - - 2.265.559 9,1 1680,8 1527,8 - - - -
1983 - - - - 2.258.235 9,1 1691,6 1537,7 - - - -
1982 - - - - 1.833.244 7,5 1702,1 1574,4 - - - -
1981 - - - - 1.271.574 5,5 1716,8 1622,4 - - - -
1980 - - - - 888.900 3,8 1739,1 1673,0 - - - -
1979 - - - - 876.137 3,8 1758,4 1691,6 - - - -
1978 - - - - 992.948 4,3 1771,9 1695,7 - - - -
1977 - - - - 1.029.995 4,5 1794,1 1713,4 - - - -
1976 - - - - 1.060.336 4,6 1809,4 1726,2 - - - -
1975 - - - - 1.074.217 4,7 1797,1 1712,6 - - - -
1974 - - - - 582.481 2,6 1836,5 1788,8 - - - -
1973 - - - - 273.498 1,2 1869,5 1847,1 - - - -
1972 - - - - 246.433 1,1 1899,8 1878,9 - - - -
1971 - - - - 185.072 0,8 1924,7 1909,3 - - - -
1970 - - - - 148.846 0,7 1956,4 1942,7 - - - -
1969 - - - - 178.579 0,9 1971,7 1954,0 - - - -
1968 - - - - 323.480 1,5 1991,3 1961,4 - - - -
1967 - - - - 459.489 2,1 2003,7 1961,6 - - - -
1966 - - - - 161.059 0,7 2041,1 2026,8 - - - -
1965 - - - - 147.352 0,7 2067,2 2052,7 - - - -
1964 - - - - 169.070 0,8 2081,3 2064,6 - - - -
1963 - - - - 185.646 0,8 2069,9 2053,3 - - - -
1962 - - - - 154.523 0,7 2100,1 2085,4 - - - -
1961 - - - - 180.855 0,8 2136,9 2119,8 - - - -
1960 - - - - 270.678 1,3 2163,3 2135,2 7.107 0,1 - -
1959 - - - - 539.942 2,6 - - 10.433 0,1 - -
1958 - - - - 763.850 3,7 - - 16.198 0,2 - -
1957 - - - - 753.711 3,7 - - 37.914 0,5 - -
1956 - - - - 876.287 4,4 - - 40.763 0,5 - -
1955 - - - - 1.073.576 5,6 - - 43.634 0,5 - -
1954 - - - - 1.410.717 7,6 - - 54.277 0,7 - -
1953 - - - - 1.491.000 8,4 - - 90.876 1,1 - -
1952 - - - - 1.651.915 9,5 - - 107.162 1,3 - -
1951 - - - - 1.713.887 10,4 - - 243.351 3,0 - -
1950 - - - - 1.868.504 11,0 - - 325.400 4,1 - -

Quellen: Statistisches Bundesamt, IAB und Statistische Jahrbücher der DDR 1955-1960/61, eigene Berechnungen (AZ*)

[Bearbeiten] Siehe auch

Wiktionary
 Wiktionary: Arbeitslosenquote – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Tagesschau: Verschweigt die Statistik Millionen Arbeitslose?
  2. http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze_web/sgb03/sgb03x018.htm SGB III § 18
  3. arbeitsagentur.de: Statistiken der BA
  4. Katholische Arbeitsgemeinschaft Migration (PDF-Datei)
  5. Arbeitsmarktservice Österreich
  6. Ergebnisse der Bundesagentur für Arbeit (BA) Registrierte Arbeitslose, Arbeitslosenquote nach Gebietsstand

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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