Arberg

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Dieser Artikel beschreibt den Ort in Bayern. Siehe auch Philipp Karl von Arberg, Karl Arberg, Aarberg bzw. Ahrberg und Fritz Ahrberg.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Arberg
Arberg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Arberg hervorgehoben
49.14444444444410.617222222222468Koordinaten: 49° 9′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 31,31 km²
Einwohner: 2288 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91722
Vorwahlen: 09822, 09831, 09836
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 113
Marktgliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 13
91722 Arberg
Webpräsenz: www.arberg.de
Bürgermeister: Jürgen Nägelein (CSU / Fr.Wähler / Freie Wählergem.)
Lage des Marktes Arberg im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Arberg ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Markt Arberg liegt in den Ferienregionen Fränkisches Seenland und Hesselberg zwischen dem Dennenloher See und dem Altmühlsee. Von dort fallen die Lias- und Keuperböden zum weiten Altmühltal ab. Direkt südwestlich angrenzend befindet sich die Heide, das flächengrößte Waldgebiet Mittelfrankens.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Ornbau, Gunzenhausen, Unterschwaningen, Ehingen, Bechhofen

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zum historischen Markt Arberg gehörten die Weiler Ober- und Unterschönau. Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurden folgende bis dahin selbständige Gemeinden mit ihren Teilorten nach Arberg eingemeindet: die Pfarrdörfer Mörsach (mit dem Dorf Georgenhaag und den Weilern Gothendorf) und Großlellenfeld, die Dörfer Kleinlellenfeld (mit dem Weiler Eybburg) und Kemmathen (mit dem Dorf Goldbühl) sowie der Weiler Waffenmühle, der zuvor zur selbstständigen Gemeinde Wiesethbruck (heute Gemeindeteil von Markt Bechhofen an der Heide) gehörte.

Die Gemeinde hat seitdem zwölf Gemeindeteile:

Ortsteil Einwohner Fläche
Arberg 1145
Eybburg 0019
Georgenhaag 0050
Goldbühl 0084
Gothendorf 0036
Großlellenfeld 0537
Kemmathen 0084
Kleinlellenfeld 0163
Mörsach 0199
Ober- und Unterschönau 0065
Waffenmühle 0022

Geschichte[Bearbeiten]

Auf der Gemarkung von Arberg konnten Spuren von keltischen, römischen und germanischen Altsiedlungen nachgewiesen werden. Auf der Gemarkung von Großlellenfeld wurden zwei gut erhaltene Keltenschanzen (Viereckschanzen) festgestellt. 1892/93 untersuchte Wilhelm Kohl als „Streckenkommissar“ im Auftrage der Reichs-Limes-Kommission die ORL-Strecke 14 des im Volksmund als „Teufelsmauer“ bezeichneten Raetischen Limes von der württembergischen Grenze bis nach Lellenfeld. Er ließ unter anderem die Reste des Wachturms Wp 14/41 freilegen. Dem Streckenkommissar Heinrich Eidam gelang es 1893 im Wald bei Kleinlellenfeld, die verschiedenartige Baumerkmale des Limes in ihrer Bauabfolge nachweisen.[2]

Arberg war der Sitz der 1229 erstmals urkundlich erwähnten Eichstätter Erbschenken. Zwischen 1319 und 1512 erwarb das Hochstift Eichstätt alle Besitzungen in Arberg und richtete dort 1602 ein Pfleg- und Kastenamt ein. 1454 wurde der Ort erstmals Markt genannt. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam er zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1971 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Kemmathen und Mörsach nach Arberg eingemeindet. Der Ort Waffenmühle, der bisher zur Gemeinde Wiesethbruck gehörte, kam am 1. Oktober 1971 bei der Auflösung dieser Gemeinde nach Arberg.[3] Lellenfeld wurden im Jahr 1978 nach Arberg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Arberg zählte zum Stichtag 30. Juni 2010 2312 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat (ohne Bürgermeister) 14 Mitglieder.

  • CSU/Freie Wähler 6 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Lellenfeld 5 Sitze
  • Unabhängige Wählergemeinschaft 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei den Bürgermeisterwahlen vom 2. März 2008 im Landkreis Ansbach wurde Jürgen Nägelein mit 80,18 Prozent zum Bürgermeister von Arberg gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen des Marktes Arberg zeigt in Rot auf grünem Dreiberg stehend ein linksgewendeter, flugbereiter goldener Adler, dem ein aufrechter silberner Bischofsstab hinterlegt ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Die Kabarettscheune ist eine lokale Kleinkunstbühne in Georgenhaag mit rund 60 Plätzen.

Museen[Bearbeiten]

In Mörsach befindet sich das Kunstatelier Zimmermann. Es widmet sich der zeitgenössischen Kunst.

Bauwerke[Bearbeiten]

Torhaus in Arberg
  • Arberg ist reich an Baudenkmälern. Die Ortsbefestigung wurde um 1300 angelegt und im 14. und 15. Jahrhundert verstärkt. Zu ihr gehört der historische Torturm am Marktplatz mit Wappenstein von 1531. 1735 wurde er von Gabriel de Gabrieli zum zweigeschossigen Torhaus mit Mansarddach umgebaut. Der Baubestand der St.-Blasius-Kirche hat einen Kern aus dem 13. Jahrhundert mit spätgotischen Veränderungen. Der Neubau des Giovanni Battista Camessina von 1709/10 wurde 1936/37 von Friedrich Ferdinand Haindl erweitert. Die dreischiffige Kirche erhielt 1792 eine neue Weißdecke von Maurermeister Lorenz Antdrit (Arberg) und Anton Leitner unter der Leitung von Salles. Sie ist mit wertvollen Fresken, Holzfiguren und Grabdenkmälern ausgestattet. Des Weiteren gibt es die Friedhofskirche Zum Heiligen Kreuz (1586) und mehrere Kapellen.
  • In Eybburg befindet sich eine alte Schlossanlage mit Hauskapelle (Privatbesitz).
  • In Georgenhaag steht die St.-Georgs-Kirche.
  • Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Großlellenfeld ist eine ehemalige Wehrkirche. Um 1300 wurde eine gotische Vorkirche mit älterer Friedhofsbefestigung erbaut. Zwischen 1446 und 1500 entstand der Neubau der spätgotischen Kirche innerhalb der erweiterten Friedhofsbefestigung. Im Jahr 1610 erhielt der gotische Kirchturm nach Blitzschlag ein Kuppeldach. Zur neugotischen Ausstattung der Kirche von 1881/82 kamen eine barocke Kanzel von 1743 (wurde 1806 aus dem Kloster Rebdorf angekauft) und eine Bittnerorgel von 1856 (wurde aus der Frauenkirche Nürnberg angekauft) hinzu.
  • Die katholische Kirche St. Antonius in Mörsach ist eine gotische Kirche mit wertvollem Ottilienaltar.
  • Die Gemeindeteil Goldbühl, Gothendorf, Kemmathen, Oberschönau und Waffenmühle verfügen über eigene Ortskapellen.
  • Auf einer Länge von drei Kilometern verläuft der Raetische Limes, seit 2005 UNESCO-Welterbe, durch das Gemeindegebiet. Das archäologische Geländedenkmal ist ein gesetzlich geschütztes Bodendenkmal im Sinne des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG). Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind erlaubnispflichtig, Zufallsfunde sind den Denkmalbehörden anzuzeigen.[4]
  • Ein 109 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG aus Stahlbeton bei diesen Koordinaten: 49° 8′ 17,2″ N, 10° 36′ 36,3″ O49.13810277777810.610083333333.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Arberg

Parks[Bearbeiten]

  • In Gothendorf gibt es ein Rotwildgehege.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Erholungsanlage Arberg-Mörsach ist eine Freizeiteinrichtung am Zuleiter zum Altmühlsee.

Bildung[Bearbeiten]

In Arberg befindet sich eine Grund- und Hauptschule sowie ein Kindergarten, in Großlellenfeld eine Grundschule und ein Kindergarten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Historisches Erbe präsentieren: Limes-Stele in Kleinlellenfeld aufgestellt. In: Altmühl-Bote vom 29. September 2004
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 461
  4. Hans Wolfram Lübbeke, Otto Braasch: Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler. Band 5 von Denkmäler in Bayern, hrsg. von Michael Petzet, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1986, ISBN 3-486-52396-1. S. 217

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien