Archäologisches Nationalmuseum (Tirana)

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Gebäudekomplex am Mutter-Teresa-Platz mit dem Museum (linker Flügel)

Das Archäologische Nationalmuseum (albanisch Muzeu Arkeologjik Kombëtar) in der albanischen Hauptstadt Tirana ist das älteste archäologische Museum Albaniens und das erste Museum überhaupt, das nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet wurde. Das Museum befindet sich auf der Ostseite des Nënë-Tereza-Platzes in der Nähe der Universität Tirana, integriert in einem Gebäudekomplex aus italienischer Zeit mit einem großen Säulengang neben der heutigen Universität.

Die Museumsleitung obliegt der Albanischen Akademie der Wissenschaften.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Institution wurde am 1. November 1948 als Archäologisch-Ethnographisches Museum eröffnet und behielt diesen Namen bis 1976, als der ethnographische Teil ausgelagert und zu einem eigenständigen Museum wurde. Daraufhin wurde der Name in seiner heutigen Form in Archäologisches Nationalmuseum umbenannt. Das Museum musste im Verlaufe der Zeit wegen Platzmangels mehrere Male erweitert werden (1957, 1976, 1982, 1985 und 1998).[1]

Sammlung[Bearbeiten]

Das Museum besitzt mit über 2000 ausgestellten Exemplaren die größte archäologische Sammlung in ganz Albanien. Die Exemplare stammen aus den folgenden sechs Epochen:

Abteilungen[Bearbeiten]

Das Museum ist in fünf Sektionen unterteilt, welche die verschiedenen, aus ganz Albanien zusammengetragenen Ausstellungsexemplare der jeweiligen Epochen beherbergen. Im ersten und zweiten Saal sind Gegenstände der Vorgeschichte (Stein- bis Eisenzeit) ausgestellt. Der dritte Saal stellt verschiedene Objekte zwischen dem 4. Jahrhundert v. Chr. und dem 6. Jahrhundert n. Chr. zur Schau, welche vor allem das alltägliche Leben der Illyrer und deren Handel mit den griechischen Kolonien zeigen. Im vierten Saal sind Statuen und Skulpturen aus der Frühantike sowie Objekte aus den griechischen Kolonien Dyrrachium, Apollonia und Oricum zu sehen. Im fünften und letzten Saal gibt es zahlreiche Objekte aus Festungen und Gräbern, welche aus dem frühen und späten Mittelalter stammen. Vor allem zahlreich an Exemplaren sind Gegenstände aus spätantiken Gräbern aus Koman.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

  1. Historiku. Abgerufen am 27. Januar 2011.
  2. Seksionet. Abgerufen am 27. Januar 2011.

41.31828611111119.8219Koordinaten: 41° 19′ 6″ N, 19° 49′ 19″ O