Archaikum

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Äon Ära/Zeitalter Periode Beginn
in mya
Phanerozoikum
Känozoikum
Erdneuzeit
Dauer: 65,5 Ma
Neogen 23,03
Paläogen 65,5  
Mesozoikum
Erdmittelalter
Dauer: 185,5 Ma
Kreide 145,5  
Jura 199,6  
Trias 251,0  
Paläozoikum
Erdaltertum
Dauer: 291 Ma
Perm 299,0  
Karbon 359,2  
Devon 416,0  
Silur 443,7  
Ordovizium 488,3  
Kambrium 542,0  
Proterozoikum
Neoproterozoikum
Neues
Proterozoikum
Dauer: 458 Ma
Ediacarium 630    
Cryogenium 850    
Tonium 1000    
Mesoproterozoikum
Mittleres
Proterozoikum
Dauer: 600 Ma
Stenium 1200    
Ectasium 1400    
Calymmium 1600    
Paläoproterozoikum
Frühes
Proterozoikum
Dauer: 900 Ma
Statherium 1800    
Orosirium 2050    
Rhyacium 2300    
Siderium 2500    
Archaikum Neoarchaikum
Dauer: 300 Ma
2800    
Mesoarchaikum
Dauer: 400 Ma
3200    
Paläoarchaikum
Dauer: 400 Ma
3600    
Eoarchaikum
Dauer: n. def.
3800    
Hadaikum
Dauer: n. def.
  4700    

Das Archaikum (auch Archäikum) ist ein Äon der Erdgeschichte. Es erstreckt sich von 3800 bis 2500 mya. Die veraltete Bezeichnung für dieses Erdzeitalter ist Azoikum.

Dem Archaikum geht das Hadaikum voran und es wird vom Proterozoikum bzw. von dessen erster Ära, dem Siderium, abgelöst.

Das Archaikum wird in vier Ären unterteilt:
1. Eoarchaikum......(ab 3800 mya)
2. Paläoarchaikum..(ab 3600 mya)
3. Mesoarchaikum..(ab 3200 mya)
4. Neoarchaikum....(ab 2800 mya)


In den Beginn dieses Zeitabschnitts wird der Isua-Gneis aus der Gegend von Nuuk in Grönland datiert. Erst seit 1999 weiß man, dass sogar schon vor diesem Äon - im Hadaikum - bereits Gesteine gebildet wurden. Das älteste ist der Acasta-Gneis von 4030 mya aus dem westlichen Kanadischen Schild. Der erste - hypothetische - Großkontinent Ur könnte sich vor 3 Milliarden Jahren aus diesen ersten hadaischen Festlandinseln (Kratonen) gebildet haben.

Obwohl lange Zeit angenommen wurde, dass aus dem Archaikum keine Fossilien erhalten sind, hat sich herausgestellt, dass schon innerhalb kürzester Zeit nach der Bildung stabiler Krustenbestandteile Evolutionsprozesse - vorerst die Chemische Evolution ab 3.800 mya - begonnen haben: Makromoleküle waren in der Lage, sich durch Anlagerung anderer Moleküle zu vergrößern und sich selbst zu reproduzieren. Im frühen Archaikum kann dieser Zeitpunkt als der Beginn des Lebens auf der Erde angesetzt werden.

Die ältesten bisher gefundenen Chemofossilien, also fossile Spuren von Lebewesen, sind mikroskopische ‚Fäden‘ in Gesteinen die, erstmals in Südafrika entdeckt, als Überreste von 3,5 Mrd. Jahre alten Cyanobakterien- bzw. Blaualgen - gelten könnten. Später folgen dann, in der Form von Stromatolithen - noch aus dem Archaikum - eindeutig biogene Fossilreste.

Naturgemäß ist die Menge der findbaren Fossilien und Gesteine aus diesem Äon minimal, da die meisten Landmassen aus dieser Zeit, die solche Spuren tragen könnten, völlig zu feinstem Sand erodiert sind, metamorphosiert, Grundlage von Sedimentgesteinen wurden oder im Erdmantel aufschmolzen. Nur in den ältesten, seit ihrer Entstehung unveränderten Kratonen – den Archonen – besteht die Chance mittels Tiefenbohrungen in mehreren tausend Metern solche Funde zu machen. Solche Archone sind zum Beispiel die Kola- Halbinsel, Simbabwe, der Kanadische Schild oder West Australien.

Die Atmosphäre im frühen Archaikum enthielt noch keinen freien Sauerstoff. Die Photosynthese der ersten Prokaryoten oxidierte vorerst die Minerale des Urozeans und erst gegen Ende des Archaikums - 2500 mya - wurde Sauerstoff an die Atmosphäre abgegeben.

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