Archara

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Siedlung städtischen Typs
Archara
Архара
Föderationskreis Ferner Osten
Oblast Amur
Rajon Archara
Gegründet 1911
Siedlung städtischen Typs seit 1950
Bevölkerung 9585 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 150 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 41648
Postleitzahl 676740–676742
Kfz-Kennzeichen 28
OKATO 10 205 551
Geographische Lage
Koordinaten 49° 25′ N, 130° 5′ O49.416666666667130.08333333333150Koordinaten: 49° 25′ 0″ N, 130° 5′ 0″ O
Archara (Russland)
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Lage in Russland
Archara (Oblast Amur)
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Lage in der Oblast Amur

Archara (russisch Архара) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Amur (Russland) mit 9585 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten]

Die Siedlung liegt im äußersten Osten der Seja-Bureja-Ebene, am Fuße der Ausläufer des Kleinen Hinggan-Gebirges im Fernen Osten Russlands, etwa 210 Kilometer (Luftlinie) südöstlich der Oblasthauptstadt Blagoweschtschensk. Unweit östlich des Ortes fließt der gleichnamige Amur-Nebenfluss Archara.

Archara ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Archara.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand im Zusammenhang mit dem Bau der Amureisenbahn von Kuenga unweit Sretensk in Transbaikalien nach Chabarowsk, als hier 1911 eine nach dem nahen Fluss benannte Station mit zugehöriger Siedlung errichtet wurde.[2].

1950 wurde der Status einer Siedlung städtischen Typs verliehen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 8.738
1970 9.627
1979 10.850
1989 13.192
2002 10.847
2010 9.585

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Bahnhof Archara der Transsibirischen Eisenbahn (Streckenkilometer 8080 ab Moskau) ist seit 1959 Grenzstation zwischen den regionalen Bahnverwaltungen Transbaikal-Eisenbahn und Fernost-Eisenbahn – die Station selbst gehört zu letzterer[2]. Neben den in diesem Zusammenhang entstandenen Betrieben des Eisenbahnverkehrs (Lokomotivdepot) gibt es in Archara Betriebe der Lebensmittelindustrie, die Erzeugnisses des umgebenden Landwirtschaftsgebietes verarbeiten.

Die neu trassierte Fernstraße M58 „Amur“, Teil der transsibirischen Straßenverbindung, verläuft einige Kilometer nordöstlich des Ortes.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. a b Handbuch der Transbaikal-Eisenbahn auf der Webseite der Bahnverwaltung (russisch)