Archibald Eser

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Archibald Willibald Helmut Eser (* 27. Dezember 1961[1]) ist ein ehemaliger deutscher Kinderdarsteller. Er wurde durch den Film Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung bekannt.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Archibald Eser kam 1961 als Sohn des Drehbuchautors Willibald Eser und dessen Ehefrau Christine zur Welt.

Als der Filmregisseur Kurt Hoffmann den Eric-Malpass-Roman Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung verfilmen wollte, hatte er bereits konkrete Vorstellungen von dem Darsteller, der die Rolle des Gaylord übernehmen sollte: Er sollte genauso aussehen, wie der kleine Junge, der das Cover der deutschen Ausgabe des Romans zierte.[2] Dieses hatte die Buchillustratorin Eva Kausche-Kongsbak gestaltet. Unter den über 3000 Bewerbern für die Rolle entschied man sich schließlich für den damals sechsjährigen Archibald Eser[3], der jedoch, im Gegensatz zu dem Jungen auf dem Bucheinband, dunkle Haare hatte.[4] Der Film erwies sich mit über drei Millionen Besuchern als äußerst erfolgreich, so dass schon ein Jahr später die Fortsetzung Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft, ebenfalls mit Eser in der Hauptrolle, in die Kinos kam. Da Eser schlechte Erfahrungen mit seinem frühen Filmruhm gemacht hatte – er wurde von seinen Mitschülern gehänselt –, nahm er keine weiteren Filmangebote mehr an. Ein 1978 von der Regenbogenpresse voreilig angekündigtes Comeback kam nie zustande.[5]

Archibald Eser lebt heute als Unternehmensberater in München.[6]

Filmographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Honig, Rodek: 100001. Die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. ISBN 3-929009-01-5 (formal falsche ISBN), S. 302.
  2. Siehe: Archibald Esers Welt ist wieder in Ordnung. In: Frau im Spiegel, Heft 22 vom 24. Mai 1978, S. 40/41.
  3. Das große TV Spielfilm Filmlexikon, Band 4: Le-QU, Hamburg 2006, S. 371.
  4. Die Haare des Jungen erschienen auf dem Cover der ersten Ausgaben zunächst eher rötlich, dann blond.
  5. Siehe: Archibald Esers Welt ist wieder in Ordnung. In: Frau im Spiegel, Heft 22 vom 24. Mai 1978, S. 40/41. Nach diesem Artikel hatte Esers Vater bereits ein Drehbuch verfasst, das von einem Jungen im Teenageralter handelt, der seine scheidungswilligen Eltern wieder versöhnt. Eser bekundete damals, dass er diese Rolle gerne spielen würde.
  6. Siehe: Eintrag im Branchenbuch bei meinestadt.de