Archibald Geikie

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Archibald Geikie.

Sir Archibald Geikie (* 28. Dezember 1835 in Edinburgh; † 10. November 1924 in Haslemere) war ein britischer Geologe.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Archibald Geikie war der älteste Sohn von James Stuart Geikie. Sein jüngerer Bruder James Geikie war ebenfalls ein bekannter Geologe und Geikies Nachfolger als Murchison Professor in Edinburgh. Er besuchte die Universität Edinburgh und war ab 1855 beim Geological Survey unter Roderick Murchison, mit dem er sich auch anfreundete und dessen Biographie er später schrieb. 1867 wurde er Leiter des Geological Survey in Schottland.

Er war von 1871 bis 1882 der erste Murchison Professor für Geologie an der Universität Edinburgh. Ab 1882 war er Direktor des Museum of Practical Geology in London und Generaldirektor des Geological Survey of Great Britain als Nachfolger von Andrew Crombie Ramsay.

Geikie lieferte bedeutende Beiträge zur Eiszeitforschung (in einem Essay von 1863 über eiszeitliche Gletscherwirkung in Schottland)[1] Geomorphologie, zum Beispiel Erosion von Flusstälern, Vulkanologie (insbesondere in Großbritannien, wo er zuerst auf Skye und den äußeren Hebriden die Relikte vulkanischer Aktivität studierte) und Petrographie, wo er sich mikroskopisch mit Gesteins-Dünnschliffen befasste.

1871 heiratete er Alice Gabrielle Anne Marie Pignatel († 1916), die Tochter von Eugene Pignatel aus Lyon, mit der er einen Sohn und drei Töchter hatte.

1862 veröffentlichte er mit Murchison eine geologische Karte Schottlands und 1892 eine größere Version. 1897 veröffentlichte er eine geologische Karte von England und Wales.

Ehrungen[Bearbeiten]

Geikie wurde 1865 als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt, die ihm 1896 die Royal Medal verlieh. Von 1908 bis 1913 war er Präsident der Royal Society.

Er war auch Mitglied der Geological Society of London, die ihn 1881 mit der Murchison-Medaille und 1895 mit der Wollaston-Medaille auszeichnete. 1898 wählte ihn die Accademia Nazionale dei Lincei in Rom zum auswärtigen Mitglied.

1891 wurde Geikie zum Ritter geschlagen. 1907 erhielt er den Bathorden zweiter Klasse (KCB) des Order of the Bath, 1913 erhielt er den Order of Merit.

Der Dorsa Geikie auf dem Mond, das Mineral Geikilit und der Geikie Gorge im Napier Rang in der Kimberley Region in West-Australien sind nach ihm benannt.

Werke[Bearbeiten]

  • The Story of a Boulder; or, Gleanings from the Note-Book of a Geologist, Edinburgh, Thomas Constable and Co., 1858
  • Scenery of Scotland, 1865, 3. Auflage 1901
  • The life of Sir Roderick Murchison, 2 Bände, J. Murray 1875
  • Physical Geography, Appleton 1877
  • Text-Book of Geology, 1882, 3. Auflage Macmillan 1893, Online
  • Geological sketches at home and abroad, Macmillan 1882, Online
  • An elementary geography of the British Isles, Macmillan 1888
  • Types of scenery and their influence on literature, Macmillan 1898
  • The Ancient Volcanoes of Great Britain, Macmillan 1897, Online
  • The Founders of Geology, Macmillan 1897, Online
  • Elementary lessons in physical geography, Macmillan 1903
  • Scottish reminiscences, 1904
  • Landscape in history and other essays, Macmillan 1905, Online
  • Birds of Shakespeare, 1916
  • The Geology of Central and Western Fife and Kinross, Geological Survey 1900
  • The Geology of Eastern Fife, Geological Survey 1902

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Archibald Geikie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. On the Phenomena of the Glacial Drift of Scotland, Transactions of the Geological Society of Glasgow, 1863. Bekannter sind aber die Veröffentlichungen seines Bruders dazu.