Architektur in Dresden

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Die ältesten erhaltenen Zeugnisse einer Architektur in Dresden stammen aus dem Mittelalter.

Viel von der 1939 noch erhaltenen Bausubstanz Dresdens ging durch die Luftangriffe 1945 und auch noch in der Zeit nach 1945 verloren, jedoch sind auch zahlreiche typische Bauwerke der verschiedenen Epochen der Architekturgeschichte noch erhalten oder wurden wieder aufgebaut.

Ein Beispiel für die mittelalterliche Architektur in Dresden war die Sophienkirche. Das Dresdner Residenzschloss mit Stallhof wurde im Stil der Renaissance, das Palais im Großen Garten im Stil des Manierismus und der Zwinger, das Taschenbergpalais, das Japanische Palais, die Frauenkirche, die Kreuzkirche und die Katholische Hofkirche im Stil des Barock errichtet.

Die Altstädter Wache, die Torhäuser am Leipziger Tor, das Dritte Belvedere, das Palais Lüttichau und der Kuppelsaal des Schlosses Pillnitz gehören zu den wenigen Beispielen rein klassizistischer Bauten Dresdens. Historistische Gebäude in Dresden waren beziehungsweise sind die Johanneskirche, das Schloss Albrechtsberg, die Semperoper, die Gemäldegalerie und das Ständehaus. Das Hochhaus am Albertplatz, das Stadthaus Dresden und das Deutsche Hygiene-Museum sind Beispiele für moderne Architektur in den Stilen Klassische Moderne, Expressionismus und Neoklassizismus in der Vorkriegszeit.

Während der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 wurden die an historischen Gebäuden reiche Innenstadt und einige zentrumsnahe Stadtteile fast vollständig zerstört. In der Nachkriegszeit wurde alte Bausubstanz abgerissen. Architektur, die den Krieg beschädigt überstanden hatte, wurde in der Zeit der DDR zum Teil entfernt.

Es folgte die Nationale Bautradition, Nachkriegs- und Postmoderne. So war die Architektur der 1950er-Jahre durch das Bauen der Nationalen Tradition geprägt, so zum Beispiel der Altmarkt von der Architektur im Sozialistischen Klassizismus. Während die 1970er-Jahre von der Plattenbauweise und sozialem Wohnungsbau geprägt waren, folgte in den 1980er-Jahren eine Architektur der Sozialistischen Postmoderne, in der auf historisierende Architektur Wert gelegt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Architekturgeschichte[Bearbeiten]

Chor der alten Kreuzkirche vor 1760 mit Spendung des Abendmahls.

Romanik und Gotik[Bearbeiten]

Frauenkirche

Die Frauenkirche wurde vermutlich im 11. Jahrhundert von einem Meißner Bischof gegründet, ihr erster Bau bestand wahrscheinlich aus Holz. Ein steinerner Kirchbau ist in Form der romanischen Frauenkirche erst im 12. Jahrhundert nachweisbar, der im 14. Jahrhundert der gotischen Frauenkirche wich. Diese erhielt 1477 eine Choranlage im Stil der Gotik und 1497 einen Dachreiter. Sie blieb bis 1539 die einzige Stadtkirche mit Sitz des Erzpriesters des Archidiakonats des Bistums Meißen. Beim Abbruch der Kirche 1727 zugunsten der Bährschen Kuppelkirche hatte sie ein dreischiffiges Langhaus auf quadratischem Grundriss mit einem Chor im Stil der Gotik.[1]

Kreuzkirche

Im Jahr 1401 wurde die im Stil der Romanik errichtete Basilika, die Nikolai-Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt, im Stil der Gotik von Hans Kumoller und seinem Sohn Matthes umgebaut. Dabei entstand der gotische Chor und die dreischiffige Hallenkirche mit Netzgewölbe, die Vorbild für Sankt Wolfgang in Schneeberg wurde. Nach dem Brand von 1491 wurde die Kirche von Matthes Kumoller umgebaut, Bauleiter war der Meißner Hans Reinhart. Ab 1499 hatte Conrad Pflüger die Bauleitung inne. Resultat war eine dreischiffige Hallenkirche mit sechs Jochen, die den neuen Typus der Predigerkirche repräsentierte.[2]

Sophienkirche

Ein anderes Beispiel für die mittelalterliche Architektur in Dresden war die Sophienkirche.[3] Diese wurde vor 1265 als einschiffige Saalkirche des Franziskanerklosters in der typischen Bettelordensarchitektur erbaut. Im Jahr 1331 wurde diese zu einer zweischiffigen, symmetrischen, sechsjochigen Hallenkirche mit Chor doppelpolygon umgebaut und 1602 als Sophienkirche wiedereingeweiht.[4]

Renaissance[Bearbeiten]

Walther, Nosseni und J.M.Padovano[Bearbeiten]

Erst mit dem Einzug der Renaissancebewegung ab 1530 kann man von einer eigenständigen Dresdner Kunst sprechen. Herzog Georg der Bärtige ließ den Georgenbau 1530 bis 1535 erstellen. Baumeister war Bastian Kramer, wobei lombardische Einflüsse unverkennbar sind. Bildhauer des dort befindlichen Totentanzes war Hans Walther, der um 1534 das steinerne Relief schuf, das 27 Figuren in vier Gruppen zeigt, darunter 24 Menschen- und drei Todesgestalten.

Im Jahr 1541 folgte Herzog Moritz auf den Thron, wo auch Caspar Voigt von Wierandt als Architekt wirkte. Unter Moritz entstand auch das Residenzschloss im Stil der Renaissance.[5] Meister des Bilderzyklus sind Francesco Ricchino[6] und die Maler Gabriel und Benedict da Tola, die die Säle ausmalten, darunter den als Riesensaal bekannten Tanzsaal.

Unter Kurfürst August wurde die Schlosskapelle und 1554/55 der Altar errichtet. Der untere Teil besteht aus einem Alabasterrelief, der die Kreuzigung des Christus darstellt und von einem Paar von Säulen zu beiden Seiten flankiert wird. Darüber befindet sich ein zweiter Teil, wo ein Gebälk von drei Karyatiden, Mädchenfiguren, getragen wird. Zwischen den Mädchenfiguren sind zwei Reliefs aus Alabaster zu sehen, Adam und Eva im Paradies und deren Vertreibung aus dem Paradies. Hans Walther fügte später noch zwei seitliche Anbauten hinzu, die die Figuren Johannes und Moses zeigten. Juan Maria Padovano genannt „il Mosca“, fügte eine den Mittelbau und die beiden Seitenbauten umfassende Umrahmung hinzu. Der Altar ist der einzige Beleg für die niederländische Renaissance nach Cornelis Floris in Dresden: „Es ist das einzige Mal, daß sich in Dresden ein niederländischer Einfluß nachweisen läßt, in einer Zeit, in der niederländische Bauwerke das Land beinahe überfluteten.“[7]

Das Portal der Kapelle gilt als Portalkomposition der Hochrenaissance. Das Außenportal, Goldenes Tor oder auch Schönes Tor genannt, wurde 1556 nach dem Vorbild römischer Triumphbögen errichtet. Der Entwurf stammte vermutlich von Juan Maria Padovano genannt „il Mosca“ (tätig um 1515–1530 in Padua und Venedig und einem Schüler Sansovinos),[8] die Ausführung wird Hans Kramer und die Bildhauerarbeiten werden Hans Walther zugeschrieben.

Buchner und Walther[Bearbeiten]

Im Jahr 1559 erschien der Schraubenmacher Paul Buchner, womit die reife Renaissance Einzug in Dresden hielt. Melchior Trost, von Wierandt und Buchner schufen 1559–1563 das Dresdner Zeughaus. Buchner erschuf auch das Pirnaische Tor mit Bildhauerarbeiten von Andreas Walther III. (1587–1596), dem namhaftesten Künstler des Manierismus.[9] Andere Werke Buchners sind Stallgebäude und Stallhof des Dresdner Schlosses (Johanneum, heute Verkehrsmuseum Dresden) und das alte Gewandhaus Dresden.

Irmisch, Nosseni, Starcke u. Karcher[Bearbeiten]

Unter Kurfürst Christian I. wurden das neue Portal in der Schlossgasse und der Stallhof nach Plänen von Hans Irmisch und Giovanni Maria Nosseni erbaut, wobei letzterer auch das Erste Dresdner Belvedere erschuf. Es gilt als „einziges Renaissancebauwerk, das in rein italienischer Formensprache in einem Guss auf sächsischem Boden geschaffen worden war.“[10] Aus Wolf Caspar von Klengels Schule kamen Johann Georg Starcke und Johann Friedrich Karcher mit dem Palais im Großen Garten.[11] Von Klengel selbst stammt der Entwurf zum Grünen Tor, während das Schlossportal am Großen und im Kleinen Schlosshof von Starcke stammten. Starcke wurde als Nachfolger Klengels Oberlandbaumeister und Generalquartiermeister. Aus der Schule Starckes entstanden das Schlossprojekt von Dietze und Matthäus Daniel Pöppelmann, der Zwingerbau.

Barock[Bearbeiten]

Stuckarbeiten im Palais im Großen Garten

Die frühbarocke Dresdner Bürgerhausarchitektur benutzte noch den niederländischen Baudekor des Cornelis Floris II. So zeigte der Dresdner Erker im 17. Jahrhundert flache, beschlagwerksartigen Ornamente im niederländischen Stil auf den seitlichen Pfosten, dem Gebälk und den Tragsteinen. Die Brüstungen zeigten aufwändige Reliefs. Beispiele waren das Haus Schloßstraße 14 und das Fürstliches Haus (1610). Im Laufe des 17. Jahrhunderts traten laut Stefan Hertzig die „figürlichen und vegetabilischen Schmuckformen Klengels in sehr kräftiger, drall-saftiger Auffassung“[12] hinzu. So das Hotel „Goldener Engel“, Hôtel de France sowie das Haus Wilsdruffer Straße 20, die Häuser Schloßstraße 28 und Schloßstraße 26 sowie die Häuser Große Brüdergasse 6 und 18. Große Brüdergasse 6 zeigte einen eingeschossigen Erker (1680) mit gewundenen korinthischen Dreiviertel-Säulen, um die sich Wein rankte sowie Engelsköpfe an der Brüstung. Der Tragstein war mit Akanthusblättern verziert.[13] Große Brüdergasse 18 zeigte einen Erker mit zwei korinthischen Geschossen. Geflügelte Engelsköpfe schmücken den breiten aufwändig gestalteten Tragstein, sowie die Ecken der unteren Brüstung und die untereren Pilaster.[14]

Pöppelmann, Permoser und Thomae[Bearbeiten]

Aus der Schule Starckes, Nachfolger von Klengel,[15] folgte Markus Conrad Dietze, und als Nachfolger Dietzes erschien Matthäus Daniel Pöppelmann mit seinem in den Jahren 1710/1711 begonnen Zwingerbau. Das 1714 errichtete Kronentor verrät die „künstlerische Herkunft aus dem italienischen Hochbarock und dem antiken Erbe.“ Es ist ein „später Nachfahre antiker Triumphbögen.“[16] Matthäus Daniel Pöppelmann entwarf 1711 auch den Brunnen im Hof des Dinglingerhauses.

Die Bildhauerarbeiten am Zwinger stammen von Balthasar Permoser, dessen Mitarbeiter waren Paul Heermann, Johann Benjamin Thomae, Johann Christian Kirchner, Johann Joachim Kretzschmar, Johann Matthäus Oberschall und Paul Egell.[17] Benjamin Thomae gestaltete zusammen mit Johann Christian Feige den Altarraum der Dresdner Frauenkirche, dem einzigen Teil der Frauenkirche, der von klassizistischen Einflüssen freiblieb.[18]

Chiaveri und Mattielli[Bearbeiten]

Chiaveri: Katholische Hofkirche, Querschnitt. Die geplante Innenausmalung der Hofkirche scheiterte jedoch an dem in Dresden vertretenen Klassizismus.

Neben dem Dresdner Zwinger war das bedeutendste Bauwerk des Dresdner Barock die Katholische Hofkirche,[19] die von Gaetano Chiaveri, dem letzten Vertreter des römischen Barock, errichtet wurde. Ursprünglich nach dem Vorbild der Kirche Sant’Ivo alla Sapienza in Rom entworfen, sollte die Turmspitze in einer Spirale enden.[20] An der Fassade und auf den Balustraden befinden sich 78 Heiligenstatuen des Lorenzo Mattielli. Die geplante Innenausmalung der Hofkirche scheiterte jedoch an dem in Dresden vertretenen Klassizismus.

Rokoko[Bearbeiten]

Knöffel[Bearbeiten]

Johann Christoph Knöffel hatte unter Pöppelmann gearbeitet und war später ein Schüler Zacharias Longuelune geworden. Knöffel nahm die dekorativen Elemente des Hochbarock von Pöppelmann und George Bähr auf und verschmolz diese mit der klassizistischen Lisenenarchitektur von Longuelune zu einem neuen Stil, der als Dresdner Rokoko bekannt wurde. Im Jahr 1729 errichtete er das Kurländer Palais mit der charakteristischen Lisenenarchitektur. Zu seinen wichtigsten Werken zählt das 1737 begonnene Palais Brühl, das als das „großartigste und kostbarste Beispiel des Dresdner Frührokoko“ gilt.[21] Den „Höhepunkt des Dresdner Rokoko“ bildete das 1751 fertiggestellte Zweite Belvedere.[22]

Adam und Locke[Bearbeiten]

Andreas Adam hatte häufig mit Johann Christoph Knöffel zusammengearbeitet und zählte zu den ersten aus dem Maurerhandwerk stammenden Baumeistern, die der „gestalterischen Auffassung“[23] Knöffels folgten und „ganz im Sinne der Knöffelschen Gestaltungsweise“[23] seine Lisenengliederung für die bürgerliche Dresdner Architektur übernahmen und dadurch „wesentlich zu dem charakteristischen Erscheinungsbild“[23] des Dresdner Stadtbildes beitrugen. Neben der für Knöffel typischen Gliederung durch Lisenen verwendete Andreas Adam beim Adamschen Haus auch das Motiv des „Portail en niche“.[24] Auch Samuel Locke verwendete beim Zittelschen Haus eine abgewandelte Form des Stils von Johann Christoph Knöffel, entscheidendes Merkmal bildete hier die Lisene in Form eines Fassadenreliefs.[25]

Schwarze[Bearbeiten]

Nach dem Tod des Roi-Soleil wurde seit 1715 eine Architektur des französischen Stadtpalais (fr. Hôtel) gewünscht. Der Hôtel-Stil konnte sich jedoch in Dresden erst mit dem Tod Augusts des Starken weiterentwickeln, als Heinrich von Brühl die Regierungsgeschäfte übernahm.[26] Dabei ist es „bemerkenswert, in welcher kurzen Frist die Dresdner Architektur die neuen Formen aufnahm und weiterentwickelte“[27] wobei Julius Heinrich Schwarze als erster diese Elemente des Rokoko in seinem Bau des Palais Moszyńska aufnahm. Nachdem Knöffel verstorben war, wurde Julius Heinrich Schwarze von 1752 bis 1764 Chef des Oberlandbauamtes unter den Kurfürsten von Sachsen. Die folgende Silberkapelle im Taschenbergpalais wurde neben Julius Heinrich Schwarze auch von François de Cuvilliés im Stil des französischen Rokoko gestaltet. Damit erreichte das „Dresdner Rokoko seinen Höhepunkt“.[28]

Im Jahr 1764 endete die Arbeit von Julius Heinrich Schwarze, bedingt durch dessen Augenleiden. So waren zur gleichen Zeit König, Premierminister und Chef des Bauwesens „von der Architekturbühne abgetreten und hatten das Spiel für die nächste Generation freigegeben.“[29] Damit endete das Dresdner Rokoko. Nach dem verlorenen Siebenjährigen Krieg blieb für das „architektonische Denken in Rokoko-Form“ jedoch sowieso kaum Spielraum.[29] Die materielle Verarmung schuf den sogenannten Hungerstil. Dieser war ein Klassizismus, der im Grunde „nur eine einfache Variante des auf Longelunes fußenden Knöffelschen Rokoko“ war.[28]

Klassizismus[Bearbeiten]

Französisch-klassizistischer Barock: Kuppel und Fassade der Dresdner Frauenkirche (außer dem barocken Altarraum im Inneren)

Longuelune und Knöffel[Bearbeiten]

Zacharias Longuelune bildete die erste Generation der Klassizisten in Dresden. Der 1715 in Sachsen erschienene Franzose war der „Vater des Klassizismus in Sachsen“.[30] Er vertrat den französischen Klassizismus und beeinflusste das Dresdner Stadtbild, indem er im Geist des französischen klassizistischen Barock die Fassadengliederung mit Lisenen und Pilastern einführte. Er forderte zusammen mit seinem Schüler Johann Christoph Knöffel von der Frauenkirche, dass deren Kuppel „mehr oval und dadurch besser in die Höhe gebracht werden“ solle.[31] George Bähr hatte ab 1726 nichts mehr den barock-klassizistischen Einwänden von Longuelune und Knöffel an der Dresdner Akademie entgegenzusetzen; selbst der Grundriss und Innenausbau sind im Stil des französischen Klassizismus und stammen von Knöffel.

Krubsacius, Exner und Hölzer[Bearbeiten]

Friedrich August Krubsacius war Akademielehrer. Als Schüler von Longuelune und Knöffel bildete er die zweite Generation der Klassizisten in Dresden. Diese Generation bestand neben Krubsacius aus Christian Traugott Weinlig, Johann August Giesel und Gottlob August Hölzer. Diese arbeiteten mit ihren Schülern zwar mit klassizistischen Formen, trotzdem fußte ihre Arbeit im Wesentlichen auf einer barocken Grundstruktur.[32] Im Jahr 1783 baute Johann August Giesel das Prinz-Max-Palais im Stil des Klassizismus um, wobei der Bau ein neues Portal, Observatorium, Innenausstattung (teilweise von Christian Traugott Weinlig) und Garten erhielt. Giesel war ein Vertreter des französischen Klassizismus und erbaute auch das Palais für James Ogilvy, 7. Earl of Findlater in Findlaters Weinberg in Loschwitz (1811)

Beeinflusst von Johann Joachim Winckelmann vertrat Krubsacius die neue, präzisierende Linie des Dorismus und galt als „Vater des Dorismus“. Im Jahr 1764 übernahm er die Professur für Baukunst an der Dresdner Kunstakademie. Von ihm stammt das Landhaus.[33] Hölzer war Schüler von Friedrich August Krubsacius, folgte ihm als Professor an der Akademie im Jahre 1790 und war ab 1767 sächsischer Hofbaumeister.[34] Hölzers Schüler waren u.a. Anton Ludwig Blaßmann, Gottfried Klinsky, Carl August Benjamin Siegel und Gottlob Friedrich Thormeyer. Von 1764 bis 1792 wurde die Kreuzkirche unter der Leitung von Johann George Schmidt, Christian Friedrich Exner erbaut. Hölzer gestaltete 1781–1788 den Turm.[35]

Schuricht, Thormeyer und Thürmer[Bearbeiten]

Auch die nachfolgende Generation der Dresdner Klassizisten, bestehend aus Christian Friedrich Schuricht, Gottlob Friedrich Thormeyer und Joseph Thürmer,[32] arbeitete trotz klassizistischer Elemente immer noch in der Formensprache des Barock.[36]

Von 1800 bis 1815 leitete der Klassizist Johann Gottlob Hauptmann das Oberlandbauamt, der von Schuricht, einem Anhänger und Schüler Krubsacius’, abgelöst wurde. Im Stil des „Dresdner dorischen Klassizismus“ stellte er dorische Säulen vor dem Neuen Palais in Pillnitz, dem Preußschen Haus und drittem Belvedere auf.[37]

Thormeyer kam aus der Schule Hölzers und war damit ein Enkelschüler Krubsacius’. Thormeyer studierte wie Schuricht die Werke Claude-Nicolas Ledoux’. Die frühesten Einflüsse von Ledoux sind an den Thormeyerschen Torhäusern am Leipziger Tor abzulesen. Thormeyer erbaute auch das Haus Antonstraße 8 und 1820 das Haus Polierstraße 19 im klassizistischen Stil.[38] Hölzers Schüler Blaßmann schuf 1826 bis 1828 die Kaufhallen am Antonsplatz, der zuvor von Thormeyer angelegt worden war.

Auf Empfehlung von Gottlob von Quandt gelangte Joseph Thürmer, ein Schüler von Karl von Fischer, nach Dresden.[39] Im Jahr 1827 folgte Thürmer dem verstorbenen Hölzer als Professor an der Dresdner Kunstakademie.[40] Auf den Lehren Peter Joseph Krahes und Friedrich Weinbrenners fußte das Palais Lüttichau von Thürmer. Von 1831 bis 1833 leitete er die Bauausführung der Altstädter Wache nach Plänen von Friedrich Schinkel. Zwischen 1830 und 1832 gestaltete Thürmer die Schauseite des Königlichen Marstalls und leitete die Erweiterung des Baus nach der Stallstraße. Im Jahr 1832 erbaute er die Schöne Höhe, das Belvedere zu Dittersbach. Die klassizistische Fassade Postgebäudes zwischen Post- und Antonsplatz wurde nach Thürmers Entwurf geschaffen.

Historismus[Bearbeiten]

Es ist zu sehen, dass der Historismus am Ende der Entwicklung einer ganzen Epoche steht, die mit dem Klassizismus eines Johann Joachim Winckelmann und daher mit der Aufnahme der Antike begann, und mit Gottfried Sempers Wiederaufnahme der Renaissance endete.[41] Erster Professor für Baukunst an der Dresdner Kunstakademie war Friedrich August Krubsacius.[33] Ihm folgten 1790 seine Schüler Gottlob August Hölzer und später Joseph Thürmer, beides Klassizisten. Der Lehrstuhl für Architektur an der Dresdner Bauakademie wurde mit dem Tod Thürmers frei und Semper wurde 1834 Professor der Akademie und Leiter der Bauschule,[42] womit der Weg für den Historismus frei wurde.

Neogotik[Bearbeiten]

Die Epoche, in der die Antike im Klassizismus wiederaufgenommen wurde, ging langsam zu Ende und die Neogotiker leiteten die Architekturepoche des Historismus ein,[43] wobei Gottfried Semper mit dem Bau des Cholerabrunnens 1843 den ersten neogotischen Bau erstellte. Den Höhepunkt neogotischer Bauten erlebte Dresden mit den Bauten von Arnold, zum Beispiel mit der Doppelturmfassade der Sophienkirche, der Kreuzschule, und Gotthilf Ludwig Möckel, der die Johanneskirche errichtete.[44] Andere neogotische Kirchen waren die Anglikanische Kirche von James Piers St. Aubyn, die Amerikanische Kirche von Friedrich Wilhelm Dögel und die Ehrlichsche Gestiftskirche.

Am Terrassenufer wurden die repräsentativen Häuser Nr. 3 und Nr. 5 gotisierend nach dem Vorbild venezianischer Palazzi stilisiert.[45]

Die Villa Orlando an der Schillerstraße 4 in Loschwitz und das Schloss Altfranken wurden gotisierend nach dem Vorbild englischer Tudorgotik stilisiert.[46] Die Häuser Bautzner Straße 125 das Bautzner Straße 82 sind im Stil der englischen Tudorgotik stilisiert worden. Vorbilder waren vermutlich Villen in Berlin oder Böhmen. Im Stil der englischen und französischen Gotik gotisiert sind das Schloss Eckberg, das Weiße Schloss am Königsheimplatz und die Villa Stockhausen.

Neoromanik[Bearbeiten]

Gottfried Semper hatte neben dem neogotischen Cholerabrunnen auch die Alte Synagoge in historisierenden Formen erbaut, wobei er im äußeren Erscheinungsbild den Stil der Neoromanik bevorzugte.[47] Den Höhepunkt neoromanischer Bauten erlebte Dresden mit der Jacobikirche von Jürgen Kröger.[44] Andere neoromanische Sakralbauten waren die Kirche St. Franziskus Xaverius und die Martin-Luther-Kirche von Ernst Giese und Paul Weidner.

Neorenaissance[Bearbeiten]

Semper lobte die Formensprache der Renaissance und ihre „großartige Überlegenheit, welche sie über alles Vergangene mit Einschluss der höchsten Kunst der Griechen stellt“.[48] Für die Gemäldegalerie wandte sich Semper den Formen der Hochrenaissance zu.[49] Mit der im Jahr 1841 errichteten ersten und der 1869 errichteten zweiten Semperoper, ebenso in historischen Formen der italienischen Spätrenaissance, wurde endgültig der Klassizismus, der mit seiner zurückhaltenden dekorativen Art seit 1760 als „Hungerstil“ bezeichnet wurde, überwunden.[50] Die Dresdner Architekturschule, die sich an der Formensprache an die italienischen Renaissance anlehnte und von Sempers Schüler Hermann Nicolai mit seinen Villenbauten fortgeführt wurde, wird heute nach beiden Architekten als Semper-Nicolai-Schule zusammengefasst, unterteilt sich jedoch in der Zeit bis fast 1900 in drei Bauperioden. Semper und Nicolai bildeten mehrere Generationen von Baumeistern und Architekten aus, die auch außerhalb der Grenzen der Stadt Dresden in zahlreichen weiteren sächsischen Städten im Stil ihrer Lehrer bauten. Das Vereinshaus und Hospiz des Stadtvereins für innere Mission in Dresden, Zinzendorfstraße 17, wurde 1894–1896 durch die Dresdner Architekten Richard Schleinitz (1861–1916) und Fr. Flügel erbaut. Die Malerei an der Fassade stammt von Gustav Wiese (Dresden).

Die Villa von Seebach wurde im Neorenaissance-Stil nach dem Vorbild venezianischer Paläste stilisiert. Das Palais Kap-herr und das Palais Kaskel-Oppenheim wurden nach dem Vorbild des florentinischen Palazzo Pandolfini gestaltet. An italienischen Renaissancebauten orientierte sich das Haus Beuststraße 1.[51] Gebäude im Stil der deutschen Renaissance waren Vorbild für das Viktoriahaus und das neue Georgentor.[52]

Neobarock[Bearbeiten]

Verschiedene Beispiele repräsentierten den Neobarock in Dresden. So der Kaiserpalast von Schilling & Graebner und das Zentraltheater von Lossow & Viehweger.[53] Außerdem sind zu erwähnen die Englische Treppe, das Haupttreppenhaus des Dresdner Schlosses, das 1895 eine neobarocke Fassung erhielt.

Neo-Orientalismus[Bearbeiten]

Eine Variante des Historismus war der "maurische" Stil, für den das Türkische Bad im Schloss Albrechtsberg steht.[54] Dieses wurde vom preußischen Architekten Carl von Diebitsch 1855 nach dem Vorbild der Alhambra gestaltet. In diese Stilkategorie sind außerdem das Gebäude der Tabakfabrik Yenidze und das Innere der Alten Synagoge einzuordnen.

Moderne (ab 1900)[Bearbeiten]

Jugendstil, Reformarchitektur und frühe Moderne (1900–1915)[Bearbeiten]

Jugendstil[Bearbeiten]
Kreuzkirche: Altar im Jugendstil, 1900
Sächsische Handelsbank, Fassade Waisenhausstraße 13

Im Jahr 1896 wurde ein neuer Dekorationsstil von der Münchner Zeitschrift Jugend propagiert. Daraufhin gestaltete man in Dresden fast nur kommunale und private Bauten in der neuen Formensprache, während die Staatsbauten noch dem Historismus verhaftet blieben. Im selben Jahr erfolgte eine Gewerbeausstellung „die alte Stadt“. Damit sollte eine Abwendung vom konservativen Renaissancismus der Semper-Nicolai-Schule stattfinden. Als 1897 die Kreuzkirche ausbrannte, wurde ein neuer Innenausbau von Schilling & Graebner im Jugendstil geschaffen. Wichtige Aufträge wurden nicht mehr an die Absolventen der Dresdner Akademie vergeben, sondern an Architekten, die unter Berliner Einfluss standen, wie Schilling & Graebner und Lossow & Viehweger. Vor 1897 waren neue künstlerische Formen verpönt und die städtischen Bauämter verwarfen noch 1896 Jugendstilentwürfe.

Im Jahr 1897 fand eine Internationale Kunstausstellung in Dresden statt, auf der der Historismus als nicht mehr zeitgemäß galt. Modern war es, keine historischen Formen mehr zu verwenden.[55] Die wichtigste Innenraumgestaltung im Jugendstil stellten die zwei Schwimmhallen des Güntzbades dar, die 1905 von Edmund Bräter geschaffen wurden. Es gab nur wenige Gewerbebauten in Dresden, die im Jugendstil errichtet wurden. Ein Beispiel war die Fassade des Herzfeldschen Geschäftshauses, die 1901 von Lossow & Viehweger eine üppige Jugendstilornamentik erhielt, aber bereits 1923 wieder beseitigt wurde. Ein anderes Gebäude war die Sächsische Handelsbank, Ringstraße 10.[56] Als frühes Beispiel des Dresdner Jugendstils gilt das Künstlerhaus Dresden-Loschwitz (1897/1898) von Martin Pietzsch, der auch Wohnbauten im Jugendstil, wie das Mietshaus Wägnerstraße 18 in Dresden-Blasewitz, schuf. Einflüsse des Wiener Jugendstils waren an der Andreaskirche (1902) am Stephanienplatz zu sehen.[57]

Der Übergang vom Jugendstil zur Reformarchitektur[Bearbeiten]

In der Zeit nach 1900 lehnten viele Dresdner Architekten den Jugendstil als Antwort auf den Historismus ab. Dies war der Tatsache geschuldet, dass der Jugendstil rein dekorativ aufgefasst wurde, aber ansonsten keine Neuerungen der Bauweise mit sich brachte. Die Bauten sollten traditionell, regional, praktisch und funktionsnah sein. Dekor sollte nicht der üppige florale Schmuck des Jugendstils sein, sondern ausschließlich geometrisierende Ornamente der Wiener Variante des Jugendstils (Sezessionsstil).[58] Ein Beispiel dafür war das Gebäude der Landwirtschaftlichen Feuerversicherungs-Genossenschaft mit dem „Kaiser-Café“, erbaut 1901 von Kurt Diestel. Es gehörte dem Neo-Empire ebenso an wie der Wiener Variante des Jugendstils; auch „Wiener Secession“ oder „Secessionsstil“ genannt.[59]

Es gibt auch andere Vorläufer für die Reformarchitektur in Dresden, wo die Reformtendenzen bereits in der städtischen Architektur ablesbar waren. So war die Reformbewegung in der Architektur an einem „ausgesprochenen Hang zur monumentalen Gestaltung“[60] zu erkennen. Die folgenden Beispiele gelten nicht als Reformarchitektur, sind jedoch für den sich abzeichnenden Reformgedanken bezeichnend. Das am Elbufer befindliche Ministerialgebäude weist als Monumentalbau mit einem starken Bezug zum vereinfachten, stilisierten Dresdner Barock bereits auf die bevorstehende neue Reformbewegung in der Architektur hin: „Im Grunde handelt es sich um einen überdimensionierten Schlossbau, dem eine ebenfalls überdimensionierte Laterne aufgesetzt wurde“.[61]

Der Sächsische Landtag an der Brühlschen Terrasse nimmt mit seinem klar strukturierten und zurückhaltenden Baukörper und seinem unauffälligen Turm bewusst Rücksicht auf die Türme der Hofkirche und des Schlosses und passt sich ihnen an. Mit seiner Vereinfachung der Formen und der Schlichtheit des Dekors ist auch dieses Gebäude als Vorläufer der Reformarchitektur zu charakterisieren, ohne dieser anzugehören. Das Neue Rathaus mit seinem hohen, monumental wirkenden Turm weist schon auf den Monumentalstil innerhalb der sich abzeichnenden Reformarchitektur hin. Der Neustädter Bahnhof in Dresden deutet mit seinem zurückhaltenden Dekor und seinen monumental wirkenden Rundbogenfenstern ebenfalls auf die kommende Reformbewegung in der Architektur hin.[61] Diese waren „Monumentalbauten (…) die zum Mystisch-Abweisenden und zum staatstragenden Machtgestus neigten.“[62]

Der Jugendstil war in Dresden nicht so populär wie die Reformarchitektur des Deutschen Werkbundes bzw. der Heimatschutzstil und die lokale Bautradition. Der Jugendstil war von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn „eine Entwicklungslinie, die von Dresdner Jugendstilbauten zur Architektur des Deutschen Werkbundes und zur Neuen Sachlichkeit führt[e], [war] nicht zu erkennen (…) das Ende des Jugendstils wurde möglicherweise dadurch beschleunigt, dass hier der Heimatschutzgedanke und damit die heimatverbundene Bautradtition besonders rege gepflegt wurden. Bedeutete doch der international verbreitete Jugendstil das Gegenteil von Heimatkunst.“[62]

Reformarchitektur[Bearbeiten]

Otto Beutler war von 1895 bis 1915 Oberbürgermeister und wollte die Stadt zu einer modernen Großstadt machen. Daher unterstützte er den Stadtbaurat Hans Erlwein, der 1906 die Künstlervereinigung „Die Zunft“ gründete. Weitere Mitglieder waren die Architekten Fritz Schumacher, Martin Dülfer, Heinrich Tessenow, Rudolf Schilling, William Lossow und die Bildhauer Otto Gussmann, Karl Groß und Georg Wrba.[63] Seit 1901 lehrte Fritz Schumacher an der Technischen Hochschule Dresden, der als einer der führenden Köpfe der Reformarchitektur galt.[64] Im Jahr 1906 erfolgte der endgültige Durchbruch der modernen Architektur mit der 3. Deutschen Kunstgewerbe-Ausstellung, aus der die Gründung der Deutschen Werkstätten in Hellerau am Rande der Dresdner Heide hervorging.[65] Die Gartenstadt Hellerau war das „inhaltlich bedeutendste Projekt der Reform von Architektur und Städtebau mit ganzheitlichem Ansatz und sozialer Komponenente“[66] und hatte überregionale Wirkung. Sowohl Architekten, die wie Schumacher, Erlwein, Dülfer und Tessenow aus anderen Regionen nach Sachsen kamen, als auch sächsische Architekturbüros wie Schilling & Graebner und Lossow & Viehweger erschufen viele Beispiele der Dresdner Reformarchitektur.

Beispiele für Sakralbauten der Reformarchitektur in Dresden

Schilling & Graebner bauten von 1903 bis 1905 die Christuskirche, an der Künstler wie Karl Groß, Peter Pöppelmann und Otto Gussmann mitwirkten. Ebenfalls von Schilling & Graebner ist die 1908 bis 1912 erbaute Zionskirche mit bildhauerischem Schmuck von Selmar Werner. Im Monumentalstil wurde die Heilandskirche von Rudolf Kolbe erstellt, wobei verschieden große Baukörper organisch miteinander vereint wurden und damit der gesamte Gebäude-Komplex monumental wirkt. Einen markanten, massigen und harmonischen Gebäudekomplex bildet die Versöhnungskirche, von 1905 bis 1909 von Gustav Rumpel und Arthur Krutzsch erbaut, wo die großflächigen unbehauenen Sandsteinflächen an mittelalterliche Festungen erinnern und Folge des Materialstils innerhalb der Reformarchitektur sind. Großflächige, unbehauene Sandsteinflächen im Sinne des Materialstils und monumentale Säulen in Kolossalordnung im Sinne des Monumentalstils bestimmten auch das 1911 errichtete Krematorium im Urnenhain Tolkewitz.

Beispiele für Profanbauten der Reformarchitektur in Dresden

Einen monumentalen und kompakten Burgcharakter hat das von Schilling & Graebner gestaltete AOK-Verwaltungsgebäude aus den Jahren 1912 bis 1914 am Sternplatz. Ein Beispiel für den Materialstil und die Monumentalkunst ist das von 1902 bis 1907 von Oskar Kramer erbaute Landgericht am Münchner Platz. Monumentale Pilaster in Kolossalordnung schmücken das von 1911 bis 1915 erbaute Hauptstaatsarchiv Dresden, entworfen von Ottomar Reichelt und Heinrich Koch.

Die Architektur und Bauskulptur der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums aus dem Jahr 1901 (Lossow & Viehweger) ist durch eine Reformarchitektur mit barocken Anklängen gekennzeichnet. Als architektonische Pendant zum Schauspielhaus Dresden wurde das Palasthotel Weber von Lossow & Kühne erbaut. Beide Bauwerke sind Beispiele für die monumentale Reformarchitektur. Ebenfalls von Lossow & Kühne wurde 1913 die Bienert’sche Hafenmühle errichtet. Das Festspielhaus Hellerau wurde in den Jahren 1910/1911 von Heinrich Tessenow im Stil der Reformarchitektur mit neoklassizistischen Anklängen gestaltet. Im Monumentalstil wurde das Residenz-Kaufhaus mit Pfeilern in Kolossalordnung nach Entwurf des leipziger Architekten Emil Franz Hänsel erbaut. Ein seltenes Beispiel für Dresdner Reformarchitektur in Backstein ist der 1910/1913 von Martin Dülfer errichtete Beyer-Bau der Technischen Hochschule Dresden. Martin Pietzsch gestaltete 1913 den geometrisierend-kristallartig verputzten Zuschauerraum des U.T.-Kinos im Materialstil der Reformarchitektur. Im Jahr 1915 begonnen und in den Jahren 1923/1924 vollendet wurde der Neubau der Ernemann-Werke von Emil Högg.

Expressionismus (1920er Jahre)[Bearbeiten]

Die 1920er Jahre waren eine „in hohem Maße politisch geprägte Zeit (…) [voller] politischer Extreme“, die sowohl Bauherren als auch Architekten beeinflusste.[67] Die Architektursprache war von expressionistischen „Gefühlsausbrüchen“ und „Erregungen in der deutschen Gesellschaft“ geprägt, die „hochfliegende Fantasien und Utopien expressionistischer Architekturträume“ hervorbrachte.[68] Die gewählte Architektursprache des Expressionismus entsprach dabei den Emotionen und dem politischen Extrem. „Dekorativ, bizarr und spitzwinklig“ waren die Merkmale des Expressionismus.[67]

Die 1920 von Karlwilhem Just, Rudolf Bitzan, Otto Wulle und Schilling & Graebner entworfene Siedlung Reick ist ein Beispiel für eine traditionelle Bauweise mit dezenten expressionistischen Elementen. Bemerkenswert sind die mit expressionistischen Schmuckformen wie Kreis, Dreieck und Rechteck geschmückten Hauseingänge der Gartenheimsiedlung, die 1920 ebenfalls von Just, Bitzan, Wulle und Schilling & Graebner entworfen wurde. In einem von Hans Poelzig beeinflussten expressionistischen Stil erbaute Ludwig Wirth von 1922 bis 1923 das Stadthaus Dresden. Ein Beispiel für eine traditionelle Bauweise mit dezenten expressionistischen Elementen ist die von Paul Beck errichtete Siedlung des Spar- und Bauvereins aus den Jahren 1924 bis 1927. Eine Mischung aus neu-sachlicher Gestaltung mit expressiven Elementen stellt der Straßenbahnhof Friedrichstadt dar, 1926 von Paul Wolf geschaffen. Der Backsteinexpressionismus als spezielle Variante expressionistischer Architektur wurde bei der von Curt Herfurth 1926 entworfenen Siedlung an der Hansastraße verwendet, wo expressionistisches Backsteindekor nach den Prinzipien barocker Fassadengestaltung zum Einsatz kam. Curt Herfurth errichtete ein Jahr später den Wohnhof der Eisenbahner-Baugenossenschaft, der die expressionistische Dekoration des Kopfbaues der Eisenbahnersiedlung an der Hansastraße verwendet.

Die Siedlung Strehlen, bestehend aus dreigeschossigen verputzten Bauten mit expressiven Elementen, wurde in den Jahren 1927 bis 1928 von Paul Löffler erbaut. Expressionistische Motive wie goldene Kugeln, Zackensysteme oder Spitzbogen sind an der von Carl Otto Reinhardt erbauten Siedlung Schulze-Delitzsch-Straße aus dem Jahr 1927 zu finden. Die mit Figuren von Stephan Hirzel und Kurt Dämig geschmückte Apostelkirche in Trachau, errichtet von Oswin Hempel in den Jahren 1927 bis 1929, gilt als neu-sachliches Gebäude mit expressionistischem Dekor. Expressionistische Elemente wie Dreiecksbalkone, plastisch gestufte Klinker-Türrahmungen, Klinkerbänder im Sockelbereich und rautenförmige Bodenfenster kennzeichnen die von Erich Hempel im Jahr 1928 gestaltete GEWOBAG-Siedlung. Das 1945 zerstörte Planetarium an der Stübel-Allee, ein Stahlbetonbau mit Kuppel nach Entwürfen von Paul Wolf, war „expressiv-sternenförmig“.[69]

Neues Bauen und Neue Sachlichkeit (bis 1933)[Bearbeiten]

Um 1930 wurde die Architektursprache, die Ausdruck heftiger Emotionen war, durch eine neue Formensprache ersetzt. Die Neue Sachlichkeit war nun durch einen emotionslosen Rationalismus und von den wissenschaftlichen Forschungen über Hygiene und Gesundheit geprägt. Die „damals revolutionären Stadttheorien des Licht-Luft-Sonne-Prinzips“ wurden baulich umgesetzt. „Reduziert, ohne Schnörkel und Schmuck, zweckgebunden“ waren die Merkmale der Neuen Sachlichkeit.[68] Mit der Machtergreifung 1933 wurde die Fortsetzung der architektonischen Moderne beendet. Die moderne Kunst und Architektur des Expressionismus wie auch der Neuen Sachlichkeit galt ab 1934 als „undeutsch, artfremd und bolschewistisch.“[70]

Vertreter eines „sehr nüchternen, an der Neuen Sachlichkeit des Bauhauses orientierten Stils“ war Paul Wolf, der von 1922 bis 1945 als Stadtbaurat wirkte.[71]

Es gibt in Dresden trotz der Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs noch Architektur, die vom Neuen Bauen bzw. von der Neuen Sachlichkeit geprägt ist. So beeinflussten Frank Lloyd Wright und die holländische De Stijl-Bewegung das 1925 von Albin Müller errichtete Bischof-Wienken-Haus. Als Beispiel des Neuen Bauens bzw. der Neuen Sachlichkeit gilt das ehemalige Gebäude des Arbeitsamtes an der Maternistraße 14, von 1925 bis 1926 von Karl Paul Andrae errichtet. Das Haus Ebertplatz 10 von Paul Wolf aus dem Jahr 1926 zählt zu den Beispielen für die Architektur der Neuen Sachlichkeit mit wenigen Elementen des Expressionismus.

Einen Querschnitt der Architekturgeschichte vom Historismus bis zur Sachlichkeit zeigt das ehemalige Kraftwerk Mitte an Wettiner Platz und Könneritzstraße aus den Jahren 1926 bis 1928. Der im Jahr 1927 von Martin Krautschick errichtete Neubau der Zigarettenfabrik Greiling war „eines der wenigen Dresdner Beispiele des Neuen Bauens“. Als Beispiele der Neuen Sachlichkeit gelten die ehemalige Fleischwarenfabrik des Konsumvereins „Vorwärts“, errichtet von 1927 bis 1930 von Kurt Bärbig, und die von 1928 bis 1939 erstellte Großsiedlung Trachau von Schilling & Graebner, Hans Richter und Hans Waloschek.[72] Ebenso gilt das Sachsenbad an der Wurzener Straße 18, erbaut von 1928 bis 1929 von Stadtbaurat Paul Wolf, als „bemerkenswertes Beispiel des Neuen Bauens“. Im Stil der „neuen Sachlichkeit mit Flachdach und klaren kubischen Formen wurde das Haus Garten von Hans Richter im Jahre 1929 erbaut. Stilistisch steht das Hochhaus am Albertplatz, 1929 von Hermann Paulick erbaut, dem Neuen Bauen nahe. Im „nüchternen Stil der Neuen Sachlichkeit“ ist das Gewerkschaftshaus Dresden am Schützenplatz 14 von Carl Fritz Richter von 1929 bis 1930 erbaut worden. Die Kinderklinik im Stil der Neuen Sachlichkeit wurde ebenso von Paul Wolf von 1929 bis 1930 für die Medizinische Akademie Dresden erbaut.

Als Beispiel für die Architektur des Neuen Bauens und als „Triumph der Neuen Sachlichkeit“ gilt das 1929 von Paul Wolf entworfene Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium. Ein „am Stil der Neuen Sachlichkeit orientiertes“ Gebäude ist die von 1928 bis 1930 von Heinrich Wolff erbaute Reichsbank-Hauptstelle. Die Mietvilla Wollnerstraße 3 (1928–1930, Bruno Max Riedrich) ist der Neuen Sachlichkeit zuzuschreiben und zeigt das Vokabular der Moderne. Als ein Beispiel für eine Architektur, die sachlich ist, gilt die GEWOBAG-Siedlung aus 1928, erbaut von Erich Hempel. Im Stil der Neuen Sachlichkeit wurde das Gebäude für das Landesfinanzamt und die Zollverwaltung von Max Barthold und Tiede 1928 bis 1931 errichtet, das heute Teil des sächsischen Landtagsgebäudes ist. Vom Neuen Bauen ist die von Paul Wolf im Jahre 1930 errichtete Wohnanlage Wormser Straße geprägt. Die im Jahre 1930 errichtete Wohnanlage Gottfried-Keller-Platz 1–4 ist dem Neuen Bauen zuzuschreiben und gilt als die einzige Gebäudeanlage im rationalistischen Stil in den Stadtteilen Briesnitz und Cotta. Ebenfalls dem Neuen Bauen zuzuschreiben ist das Café Hausberg in Dresden-Pillnitz, das 1931 von Richard Merz erbaut wurde.[69]

Konservative Moderne und Neoklassizismus (1920er und 1930er Jahre)[Bearbeiten]

Relief von Karl Albiker mit Ikarus (Mitte), flankiert von Vulkan und Kriegern am Dresdner Luftgaukommando
Hoffnungskirche

In den 1920er und 1930er Jahren folgte die sogenannte „konservative Moderne“ dem Formenvokabular der Reformarchitektur aus der Vorkriegszeit. Heinrich Tessenow und Wilhelm Kreis als Vertreter der sogenannten „konservativen Moderne“ nahmen den Monumentalstil und den reduzierten Klassizismus innerhalb der Reformarchitektur auf und gestalteten eine konservative Moderne mit neoklassizistischen Anklängen.[66] Die „Tempelfront“ des Festspielhauses Hellerau mit ihren „pathetisch-neoklassizistischen Anklängen“[73] war Vorbild für mehrere Gebäude in den 1920er Jahren. Von 1917 bis 1926 erbaute Martin Dülfer den Fritz-Foerster-Bau als neoklassizistischen Ziegelbau, wo „der Hauptbau der Anlage … in seiner Ausprägung an das Hellerauer Festspielhaus von Heinrich Tessenow“ erinnert.[74] Die 1924 bis 1928 an der Washingtonstraße errichtete Montagehalle Koch & Sterzel nimmt „den Typus der Tempelfront auf und scheint durch das Festspielhaus Hellerau beeinflusst“.[75]

In einem „einheitlichen monumentalen … abstrahiert neoklassizistischen Stil“[76] wurde von 1925 bis 1927 auch die Sächsische Landesschule in Klotzsche errichtet, deren Kennzeichen „Neoklassizismus, Regionalität und eine gesellschaftliche Utopie“[77] waren. Die neoklassizistische Formensprache des Wasserturms Klotzsche am Dörnichtweg, erbaut von den Architekten Wahl und Vollmar im Jahre 1935, „erinnert an Tessenow-Bauten, wie z.B. die Landesschule in Klotzsche.“[78] Die Luftkriegsschule Klotzsche von Walter und Johannes Krüger mit Ernst Sagebiel aus dem Jahr 1935 besticht durch eine Portikus-Architektur, die „antik-idealisierend“ ist.[79] Auch das von 1927 bis 1928 von Martin Pietzsch errichtete Filmtheater Schauburg „wirkt neoklassizistisch“[80] und hat eine „vereinfachte Tempelfront“. Eine „monumentale Mischung aus Neoklassik und triumphierender Moderne“[81] stellt das von 1929 bis 1930 errichtete Deutsche Hygiene-Museum von Wilhelm Kreis dar. Im Stil eines „vergröbernden Neoklassizismus und national auftrumpfenden Monumentalismus“[82] wurde – ebenfalls nach Entwurf von Kreis – von 1939 bis 1940 das Luftgaukommando erbaut.

Sakralauten, die von 1933 bis 1945 entstanden und sich der Heimatschutzarchitektur verpflichtet fühlten, sind das Gemeindehaus der Christuskirche, die St.-Hubertus-Kapelle und die Hoffnungskirche.

Private Profanbauten, die von 1933 bis 1945 entstanden und der traditionell ländlichen Bauweise verpflichtet waren, sind das Haus Dr. Geyer,[83] das Haus Krieger[84] und das Haus Klemperer.[85] Kennzeichen der Bauten war die Schlichtheit, eine Putzfassade, der Bruchstein und die traditionelle ländliche Bauweise.

Sozialististischer Neoklassizismus (ab 1951)[Bearbeiten]

Beim Luftangriff auf Dresden wurde die Stadt zu großen Teilen zerstört. Im Sinne des damaligen Kulturprogramms wurde seit 1951 gemäß der „16 Grundsätze zum Städtebau“ in einem das „Nationale Kulturerbe fortführenden Baustil“ gebaut. Resultat war ein Baustil des Sozialistischen Neoklassizismus, der historisierend den Dresdner Barock zitiert, wobei Wert auf eine „handwerklich aufwendige Bauweise“[86] gelegt wurde.

Die Baugruppe Grunaer Straße 7–41 (ab 1951 von Bernhard Klemm) war das erste Beispiel für Architektur in diesem Baustil des Sozialistischen Klassizismus, wobei die „Dresdner Bautradition anklingen soll[te].“[87]

Andere Beispiele sind die Bauten um die Kreuzkirche, so die Bebauung Weiße Gasse 1–8, die in den Jahren 1959/1960 vom Architekten Herbert Schneider in „traditioneller Bauweise mit Sandtstein-Putzfassaden“ errichtet wurde.

Auf der Westseite der Seestraße – nördlich des Dr.-Külz-Rings – steht der 300 Meter lange Gebäudekomplex Altmarkt 21–25/Seestraße 2–16, der unter der ursprünglichen Adresse Altmarkt 13–25 von 1953 bis 1958 nach Entwürfen der Architekten Johannes Rascher, Gerhard Guder und Gerhard Müller errichtet wurde. Aus der Gebäudefront ragen die Häuser Seestraße 8 und 10 mit dem Café Prag bis fast an den Straßenrand der Seestraße hervor. In Anlehnung an die Dresdner Bautradition erhielten die siebengeschossigen Bauten eine Sandstein-Putz-Fassade. Andere Beispiele sind die Straßen in der Pirnaischen Vorstadt, wie die Mathildenstraße, Seidnitzer Straße und Zirkusstraße.

Der von 1953 bis 1958 wiederhergestellte Altmarkt zitiert den Dresdner Barock. Bemerkenswert sind dabei die heute denkmalgeschützten Gebäude Haus Altmarkt, das frühere Centrum-Warenhaus und das frühere Café Prag.

Die Nürnberger Straße (1953–1954, Albert Patitz) war der größte Wohnkomplex „in der für die frühen 50er Jahre typischen an der Altmarkt-Bebauung orientierten historisierenden Gestaltung“.[88]

Bei dem Eckturm der Ingenieurschule für Verkehrstechnik „wurde in der architektonischen Gestaltung der Versuch unternommen, einzelne architektonische Motive und in der Gliederung der Formen an den Dresdner Barock anzuknüpfen.“[89]

Ebenfalls neoklassizistische Bauten sind die 1956 erbaute Chirurgische Klinik, die Hochschule für Verkehrswesen (1954–1960) und die Palucca Schule Dresden (1953–1955). Auch die Scheune als Jugendheim errichtet oder das BSZ Bau und Technik Dresden spricht die traditionelle Formensprache bestehend aus Putzfassade mit Sandsteingliederungen.

Die Architektur der Freilichtbühne „Junge Garde“ aus dem Jahr 1955 ähnelt in der Formensprache dem Kavaliershäuschen im Großen Garten.

Weitere Beispiele für neoklassizistische Bauten der Nachkriegszeit sind die Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ (1951), der Trefftz-Bau (1953–1955), das Fritz-Löffler-Gymnasium (1956) oder das Institutsgebäude für Landtechnik (1959). Die „barockisierend-klassizistische Eingangsbetonung“ der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät, errichtet von 1959 bis 1964, ist eines der Beispiele für die „großartige Portalarchitektur Dresdens“.

Nachkriegsmoderne (späte 1950er bis 1970er Jahre)[Bearbeiten]

Neue Sachlichkeit mit traditionellen Elementen (Übergangsstil zwischen Tradition und Moderne)[Bearbeiten]

Nachdem Stalin 1953 gestorben war, fand eine Wende in der Stadtbaupolitik der DDR statt, und die DDR-Architektur wandte sich von der stalinistischen Architekturdoktrin und der Nationalen Bautradition ab. Man folgte nun der „neuen Sachlichkeit – mit deutlich weniger Ausschmückung und Zierrat“[90] und forderte eine Industrialisierung des Bauwesens.[91] Unter Chruschtschow gab es zwar weniger kulturelle Reglementierung, trotzdem mussten weiterhin „traditionelle Elemente“ in den Bau aufgenommen werden. So musste auf das von 1959 bis 1960 Eckhaus am Pirnaischen Platz ein Walmdach gesetzt und heimischer Sandstein verwendet werden. Das Gebäude ist an den Ecken mit Sandstein eingefasst und zeigt eine Rasterfassade mit rostroten Keramik-Brüstungsfeldern. Den oberen Abschluss des Hochbauses bilden ein säulenbestandener Laubengang und das geforderte Walmdach. Auch das Mensa-Gebäude an der Reichenbachstraße hat eine Rasterfassade mit Walmdach. Das Gebäude Fetscherstraße 33–37 wurde 1958 bis 1960 zur Schließung einer Baulücke in traditioneller Bauweise mit flachem Satteldach und laubenartig wirkenden Balkonen zwischen hervorgezogenen Treppenhäusern in Ziegelmauerwerk erbaut.

Eine Rasterfassade mit Ziegeldach zeigt auch das TU-Studentenwohnheim an der Güntzstraße (1953–1955). Es ist ein herausragendes „Beispiel des Übergangsstils zwischen Tradition und Moderne“. So schmücken die südliche Rasterfassade elf Reliefs von Reinhold Langner zu Dresdens Geschichte, wie das Relief Wissenschaftlicher Fortschritt durch Dampfkraft – 1839 in Dresden oder das Relief Erinnerung an die Zerstörung der Stadt – 13. Februar 1945:[92] „Besonderes Augenmerk gilt den feinen reliefplastischen Sandsteinarbeiten, die ganz im klassischen Formenkanon ruhen. (…) Auch hier ist noch ganz klar der Wunsch ablesbar, eine fest in der Dresdner Bautradition verwurzelte Synthese von Kunst und Architektur miteinander zu verbinden.“[93]

Internationaler Stil (Moderne)[Bearbeiten]
Hochhaus Pirnaischer Platz mit dem Slogan in Leuchtschrift aus DDR-Zeiten:
„Der Sozialismus siegt“.
Hochbauten[Bearbeiten]

Eine „große Bauwende“ erfolgte bereits im Jahre 1958[94] und es folgten Gebäude, die ausschließlich im Internationalen Stil gebaut wurden. Als eines der frühesten Beispiele trennte sich das 1957/1963 erbaute Schokopack-Hochhaus von der Tradition, gefolgt vom Haus der Presse von 1958–1961.[95]

Das Schokopack-Hochhaus in Dresden-Reick[95] wurde in einer Stahlbetonskelettmontage errichtet. Die Fassade wurde vertikal mit Betonlamellen gegliedert, die Fensterbrüstungen erhielten eine Mosaikausstattung.[96]

Das 13-geschossige Haus der Presse wurde von Wolfgang Hänsch und Herbert Löschau in den Jahren 1958–1961 als Druckerei- und Verlagsgebäude entworfen und in einer Stahlskelett-Montagebauweise errichtet. Die Fensterbänder erhielten profilierte Aluminiumbrüstungen, die Giebelflächen wurden mit Waschbetonplatten verkleidet. Der Kompaktbau wurde mit Keramikplatten verkleidet, ansonsten zeigt er Sichtbetonflächen.[97]

Das Strömungsmaschinenwerk Dresden 1956/1957 von Axel Magdeburg errichtet, ist ein monolithischer sechsgeschossiger Stahlbetonskelettbau mit Rasterfassade („vertikale Fensterbänder“)[98] und farbigen Keramikbrüstungsfeldern. Das Gebäude ist allseitig mit Klinkern verkleidet und hat als oberen Abschluss ein Flugdach.

Auch das 1958–1960 errichtete Institut für Arbeitsökonomik besitzt eine Rasterfassade mit Keramikbrüstungsfeldern und ein Flachdach.

Flachbauten[Bearbeiten]

Auch die neue Webergasse, errichtet 1962, trennte sich von der nationalen Tradition und folgte der internationalen Moderne. Die als Ladenstraße im rechtwinkligen Zick-Zack mit rechtwinkligen Pflanzbeeten in „skandinavischer Leichtigkeit“ errichtete zweigeschossige Ladenpassage vermittelte wegen ihrer geringen Höhe eine „kleinstädtisch anmutende Intimität“.[99] Weitere Kennzeichen waren klaren Flächen, Transparenz und geschwungene Eleganz. Ein Kinderkaufhaus von Hänsel und Dettmar folgte dem Bau der neuen Ladenpassage von Wolfgang Hänsch, Gerd Dettmar und Werner Wunderwald.[100]

„Einen rigorosen Bruch mit dem historisch überlieferten Stadtgrundriss und der vormodernen Architektur“ leistete der 1969 fertiggestellte Kulturpalast.[101] Das Gebäude wurde als Stahlbetonskelettbau errichtet, mit einem mit rotem Granit verkleideten Erdgeschoss und einer Fassade aus Aluminium-Glas-Elementen im Obergeschoss. Ein „anthroposophisch anmutendes Kupferdach“ krönte den Bau. Der „rhomboide Innenraum“ des Hauses wurde nach dem Vorbild des Moskauer Kongresspalast erbaut. Der Bau „setzte zu seiner Zeit architektonische Maßstäbe und war Ausdruck einer selbstständigen Baupolitik dieser Stadt.“[91]

Der Freßwürfel wurde in einer Mischbauweise errichtet, bestehend aus einer Sandsteinverkleidung und einer vorgehängten Stahl-Aluminium-Glas-Fassade. So war das zurückgesetzte Erdgeschoss an den Pfeilern und Wandflächen mit Sandsteinplatten verkleidet. Die beiden Obergeschosse bestanden aus einer Stahl-Aluminium-Glas-Konstruktion, wobei die Brüstungsflächen rotes Glas zeigten. Auf dem Flachdach wurde eine umlaufende Terrasse mit Pergola eingerichtet. Die Ausstattung derselben wurde um eine Achse zurückversetzt.[102] Auch die Zwischenbauten erhielten eine Sandsteinverkleidung. H. Gebhardt hatte dort auch ein Wandbild geschaffen.[103] Der Speisesaal des 1958–1960 errichteten Gebäudekomplexes der Wasserwirtschaftsdirektion ist ebenso ein moderner Flachbau.

Plattenbau[Bearbeiten]

1963 wurde die kostspielige Bauweise der „Nationalen Bautradition“ endgültig aufgegeben. Gemäß dem „Neuen ökonomischen System der Leitung und Planung der Volkswirtschaft“ wurde die kostengünstigere Plattenbauweise bevorzugt.[104] Ein Beispiel dafür ist die Bebauung der Prager Straße von 1965 bis 1969. Auf der Ostseite der Prager Straße wurde ein 250 Meter langes Wohnhaus nach Le Corbusiers Vorbild „Unité d’Habitation“ erbaut. Andere Beispiele für den Dresdner Wohnungsbau in Plattenbauweise sind das Neubaugebiet Johannstadt aus dem Jahr 1970, das Neubaugebiet Prohlis aus den Jahren 1976 bis 1980, das Neubaugebiet Gorbitz (ab 1982) und das Neubaugebiet an der Ludwig-Renn-Allee auf der Räcknitzhöhe.[105] Basierend auf einem Projekt der Technischen Universität Dresden aus dem Jahr 1963[106] entstand der Schulbau Typ Dresden Atrium als einer der am häufigsten realisierten Entwürfe unter den Typenschulbauten der DDR. Allein im damaligen Bezirk Dresden wurden bis 1981 etwa 180 solche Gebäude errichtet.[106]

Künstlerischer Umgang mit der Nachkriegsmoderne – Industrialisiertes, künstlerisches Bauen und „kapitalistische Architektur“[Bearbeiten]

Das „Konzept der Nachkriegsmoderne [bestand darin], gestalterischen Wert weniger in einer schmückenden Applikation als in der Qualität des Fassadenmaterials zu legen.“[107] Die industrialisierte, künstlerische Bauweise in Dresden wurde mit kapitalistischer Architektur verglichen.

Die 1955–1958 errichteten Wohn- und Geschäftshäuser Borsbergstraße 16–32 und 23–33 stellten den „Beginn der Großblockbauweise“ in Dresden dar.[108] und belegen laut Beate Lüsch, dass industrialisiertes Bauen nicht zwingend „Uniformität und Ausdruckslosigkeit“ bedeuten muss.[109] Die Errichtung des Komplexes gilt als Beispiel für den Beginn der künstlerischen Art des industrialisierten Bauens in der DDR in den 1960er Jahren.[109] Dennoch wurde die Farbgebung der Baukörper und die technologische Bauweise kritisiert. So wurde die Bauart wegen ihres „technizistischen Charakters“ mit „kapitalistischer Architektur“ verglichen.[110]

Postamt Königsbrücker Straße auf einer Briefmarke
Postamt Königsbrücker Straße, Fliesendetail

Auch beim Postamt Königsbrücker Straße ist „keine Spur von Materialmangel und Plattenbau-Normen“ und eine „hohe künstlerische und gestalterische Qualität“ zu erkennen.[111] Der Haupteingang von E. G. Clauss wurde mit einem bunten, geometrischen Fliesen-Mosaik aus Meißner Porzellan geschmückt. Der 1962–1964 errichtete Bau gilt als typisches Beispiel für den „Ost-Kult der Sixties“[107] und „[steht] der Architekturmoderne in Westeuropa (…) in nichts nach: Naturstein und Glas wurden aufwendig verarbeitet, die Stahlskelettbauweise und die Möglichkeiten des Betons fantasievoll genutzt.“[107] Beton wurde als Fassadenelement verwendet.[112] Eine Betonfassade galt jedoch als „Zweitrangiges (…), das man im Wohnungs- und Industriebau zulässt, dem man jedoch bei anspruchsvolleren Gebäuden aus dem Wege geht. Bezeichnend (dafür) ist der Fall des Bürogebäudes der Hauptpost an der Königsbrücker Straße“.[112] Dieser zeigte im Rohbau eine sehr kräftig wirkende Fassade aus Beton-Brüstungsplatten. Später wurde aber die Fassade verändert, weil man vor der „ungenügenden Qualität der Betonelemente zurückschreckte.“[112]

VEB Maschinenbauhandel Dresden, Lagergebäude mit großen Stahlfensterbändern mit profilierten Betonbrüstungen

Ein Beispiel für Beton als Fassadenelement ist der Industriebau des 1962–1964 errichteten Lagergebäudes für den VEB Maschinenbauhandel Dresden. Die mit profilierten Betonbrüstungen verkleidete Fassade gilt als ein Beispiel für neue „Fassadenstrukturen im industriellen Bauen“. Die Lage im Stadtgebiet, an einem verkehrsgünstigen Standort am Rande des Stadtzentrums, war bestimmend für die mit sparsamen Mitteln gestaltete Industriearchitektur des Stahlbetonskelettbaus. Die eingesetzten Stahlfensterbänder zeigten Fensterflächen, die „für ein Lagergebäude verhältnismäßig groß“ waren. Es wurde Wert auf eine möglichst flächige Gesamtwirkung und eine horizontale Gliederung der Fassade gelegt. Die in den 1960er Jahren entwickelten „Fassadenstrukturen im industriellen Bauen“ der DDR sind Beleg für eine neue technisch-künstlerische Innovation innerhalb der Industriearchitektur mit neuen Baustoffen, Außenwandkonstruktionen und Fassadenkompositionen. Die verschiedenen Fassadenlösungen zeigten, dass die Industriearchitektur die „architektonische Gestaltung nicht einenge, sondern zu einer grundlegenden Wende in der Architektur geführt habe, sofern die neuen technisch-wissenschaftlichen Grundlagen des industriellen Bauens künstlerisch richtig genutzt würden“. „Viele neue Baustoffe (hätten) für die Außenhaut und Außenwand Eingang in die Praxis gefunden. Neue Konstruktionen für die Außenwand und neue Formen der Fassadenkomposition“ wurden gefunden.[113][114][115]

Ein Beispiel für den phantasievollen Umgang mit Beton zeigt das 1968–1974 errichtete Robotron-Areal. Ein dekonstruktivistisches, abstraktes Glasmosaik, durchbruchplastische Module aus Beton, Keramik-Formsteine und am Robotron Atrium 1 befindliche „cremeweiße korbflechtartige Wellenverblender“ (gefertigt von den Meißner Keramikwerken) gehören zum reichen Repertoire der Fassdengestaltung am Robotron-Komplex.[116]

Auch bei der Verkleidung der Wände und Decke der 1974–1978 errichteten Neuen Mensa der Technischen Universität Dresden wurden verschiedene Materialien verwendet, wobei die „einzelnen Architekturelemente (…) als Teile einer übergeordneten Gesamtstruktur dienen“ sollten.

Eine „wabenförmig-stachelige Fassade, die in Deutschland ihresgleichen sucht“[117] hatte das 1973–1978 errichtete Centrum-Warenhaus auf der Prager Straße. Auf die Gestaltung der expressiv-kristallinen Fassade wurde besonders viel Wert gelegt. So wurden die drei Obergeschosse mit eloxierten Aluminiumelementen behangen. Silberfarbene Waben bildeten eine „ornamentale Textur“ und verkleideten den Kubus. 2007 wurde das als „eines der eigenwilligsten DDR-Nachkriegsbauten“ geltende Gebäude abgebrochen. Die Centrum-Galerie nimmt das Wabenmotiv des Vorgängerbaus in ihrer Fassadengestaltung auf.

Bildzeichenarchitektur[Bearbeiten]

Walter Ulbricht leitete die DDR-spezifische Phase der „Bildzeichenarchitektur“ mit markant figuralen Bauten ein. Ein Beispiel dafür ist die Schwimm- und Sprunghalle Freiberger Platz von 1964 bzw. 1969. Der Bau im Stil der „Bildzeichenarchitektur (…) ordnet sich ganz in den Trend der weltweiten Nachkriegsmoderne zwischen Brasília und Moskau ein“.[118] „Herausragend ist die Dachkonstruktion“, die als Hängeschale mit Spannstählen konstruiert ist, wobei schräg angebaute Pfeiler den Druck nach unten ableiten. Die Dresdner Schwimmhalle wurde Vorbild für zahlreiche andere Schwimmhallen, wie die Schwimmhalle am Brauhausberg in Potsdam oder das Sportforum Leipzig. Ein weiterer markant figuraler Bau mit einer Dachkonstruktion aus vier hyperbolischen Dachschalen ist das Ruderzentrum Blasewitz von 1970–1972. Der Bau zitiert Gebäude Walter Neuhäussers . Ähnliche Bauwerke sind das Berliner Ahornblatt (1971–1973, zerstört 2000), das Magdeburger Rote Horn (1969), der Rostocker Teepott (1968), die Kirche St. Hildegard in Limburg an der Lahn (1963) und die Hamburger Alsterschwimmhalle (1964). Vergleichbar ist das 1970–1972 errichtete Rundkino, das sich in die Nachfolge der Bildzeichenarchitektur einreiht, ebenso wie das Bad Frankenhausener Panorama-Museum oder das Congress Centrum Suhl von 1974. Das zylindrische Gebäude ist 20 Meter hoch, wobei dessen äußeres Erscheinungsbild in drei Ebenen unterteilt wird. Im Erdgeschoss befindet sich hinter einer Arkade eine Glasfassade. Ein Stabwerksornament wurde der Fassade im ersten Obergeschoss vorgehängt. Eine Verkleidung bestehend aus weiß emaillierten Metallbändern schmückt das zweite Obergeschoss.[119]


Postmoderne Ost (1980–1990)[Bearbeiten]

ehem. Platz der Einheit
Hotel „Bellevue“.

Die Architektur der 1980er-Jahre stand unter dem Motto: „Ost-Postmoderne, weniger Masse, Revitalisierung des Zentrums“[116] und dauerte bis 1990.[116] Die Ost-Postmoderne der 80er Jahre unterschied sich von der Bauweise im Westen, die beispielhaft für „eine andere Art der konstruktiven Auseinandersetzung mit den Fehlern und Irrwegen der Nachkriegsmoderne“[120] suchte und „erstaunlich eigenständige, von der UdSSR gänzlich unabhängige Lösungen “[121] vollbrachte:

Die reformierte Platte[Bearbeiten]

Mitte der 1980er Jahre entstanden die „spezifischen Erscheinungen der reformierten Platte“:[120] So die Bauten an der Ferdinandstraße, Pfotenhauerstraße, am früheren Platz der Einheit, im Umfeld des Rundkinos oder am Bönischplatz. So entstanden die neuen Wohnhäuser am dreieckigen Bönischplatz wieder in Form traditioneller Baukultur als „Abkehr vom Massenwohnungsbau, Hinwendung zur Platzgestaltung in Fortführung vorhandener Altbauten der Vorkriegszeit […] Differenzierte Dachlandschaft in Schiefer, Sockelzone in Sandsteinverkleidung“.[122]

Historisierende Architektur[Bearbeiten]

Andererseits gibt es auch Gebäude mit einer auf „besondere[n] Art und Weise Geschichte fortschreibende[n] Architektur“, die „an alte Dresdner Architekturtradition an[knüpft].“[123] Ein Beispiel dafür ist der Gästehausanbau im Park des neugotischen Schlosses Eckberg. (Kavaliershaus).[124] So sind dort spitzbogige Gauben und Fenster zu sehen. „Spitzbogige Gauben“ sind auch am Haus Pulsnitzer Straße 6 in Dresden zu sehen. Es orientiert sich in seiner Fassadengestaltung an der Platzbebauung. Der Mittelrisalit ist sogar direkt auf den Chor der neugotischen Martin-Luther-Kirche ausgerichtet.[125]

Die Architektur der sie umgebenden Villen greift die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf.[126] Der Sakralbau wurde „im Stil klassischer Villenbebauung“[127] errichtet. Das Gebäude respektiert die im 20. Jahrhundert gebauten Villen der Umgebung im Südwesten des Großen Gartens und ergänzt diese mit „maßvoll nachmodernen Erinnerungen klassischer Gestaltungselemente, wie geneigtes Satteldach, Sprossenfenster, Erker, Andeutungen von Pilastern etc“.[127]

Ein anderes Beispiel für die „Geschichte fortschreibende Architektur“ ist das Hotel „Bellevue“.[123] Weitere Gebäude der Ost-Postmoderne sind das Hilton Dresden am Neumarkt.[128]

Spätmoderne (ab 1990)[Bearbeiten]

Seit 1990 erfolgt stetig der Wiederaufbau bzw. die Rekonstruktion historischer Gebäude und Gebäudekomplexe. Prominentestes Beispiel ist neben der rekonstruierten Frauenkirche oder dem Dresdner Schloss auch die Bebauung des Dresdner Neumarkts.

Monumentalarchitektur mit Vorhangfassade aus Stein und Glas

Beispiele für Gebäude mit einer „Tendenz zum Monumentalen in der Kombination von Glasflächen und Verkleidung mit vorgehängten Sandsteinplatten“[105] Beispiele hierfür sind das Kaufhaus und Bürogebäude „Wöhrl-Plaza“ und das Warenhaus Karstadt auf der Prager Straße.

Transparente Glasfassaden und offenliegendes Stahlskelett

Es gibt auch Bauten, die durch die „Transparenz der Glasfassaden“ und die offenliegende „Stahlskelettkonstruktion“[129] geprägt sind, wie beispielsweise der Sächsische Landtag an der Holländischen Straße 2 und das Internationale Kongresszentrum. Auch die eingeschossige pavillonartige Mensa der Offizierschule des Heeres[130] an der Marienallee, Stauffenbergallee hat eine „transparente Außenhülle “ und wurde mit dem Holzbaupreis Neue Bundesländer 1998, ausgezeichnet. Auch die Neue Messe Dresden ist durch Glaswände und eine offenen Stahlskelettkonstruktion geprägt.[131]

Geometrisch-kubistische/emotional-expressive Architektur[Bearbeiten]

Den traditionellen Weg bildete im architektonischen Stil des 19. Jahrhunderts die „Wiederholung und Erneuerung des Gestrigen“.[132] Die „geometrisch-kubistische“[132] Moderne resultierte in der „Rationalität des Konstruktiven, Funktionalen und Objektiven“.[132] Parallel dazu verlief die „emotional-expressive Strömung “ der organischen Architektur.[132]

Kubus und Würfelbauten[Bearbeiten]

Der Bau der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek zu Dresden ist geprägt von der „Herrschaft der abstrakten Moderne“ mit einer „im Äußeren betont sachlich-funktionale[n] Architektur“.[133] Er „strahlt einen sehr kühlen Vernunftsrationalismus [im Sinn einer] Aufklärung im 21. Jahrhundert [aus]. “[133] Die SLUB besteht aus zwei Natursteinquadern, die „…als klare Kuben“ mit einer „kalte[n] Geometrie im Äußeren“[133] gestaltet worden sind.

Andere Kubus-Bauten in Dresden sind die Semper-Synagoge („kubische Geschlossenheit des Bauens in Weiterentwicklung der französischen Revolutionsarchitektur[134]) und die Neue Synagoge („in sich nach Osten gedrehter Kubus“[135]).

Emotional-expressive Architektur – Organische Architektur[Bearbeiten]

Dresden hatte auch eine Tradition in der organischen Architektur. Poelzig war von 1916 bis 1920 Stadtbaurat von Dresden und lieferte einige Entwürfe im Stil der organischen Architektur, die jedoch wegen des Krieges nicht ausgeführt worden waren, darunter auch eine Skizze für einen Entwurf für einen Konzertsaal in Dresden. W. Müller-Wulckow beschrieb den geplanten Einbau einer Orgel als „prachtvoll Vegetativ[e] … wunderbaren Straffheit gebannt aufzuschießen und in den Raum vegetativ hinüberzuwachsen … das blumenhaft wirkende, in einen Blütenregen verwandelte Intérieur des Dresdner Konzertsaale scheint kaum noch von den Gesetzen der Statik und Tektonik beherrscht, sondern zu einem Ornament befreiter Formen geworden zu sein.“[136] Charakteristisch war der Übergang von der Bühne zu den Zuschauerrängen, der „organisch, fließend“ war und einen „naturähnlich wirkenden, groß angelegten und kontinuierlich gebildeten Raum“ schuf.[137] Bereits im Jahre 1921 entwarf Poelzig ein Hotel- und Geschäftshaus im Süden des Dresdner Hauptbahnhofes, der „die moderne und dennoch auf Dresden bezogene Architektursprache der geschwungenen, sanft abgebogenen Eckrundungen und die dynamische Staffelung der Etagen“ zeigte.[138] An diese Dresdner Tradition knüpft auch die zeitgenössische Dresdner Architektur an. Das Mildred-Scheel-Haus setzt die organische Architektur Scharouns fort, während das Kinder- und Jugendhaus Schieferburg sowohl Werke Hundertwassers und Gaudis als auch Werke Tauts zitiert.[132]

Rekonstruierende/historisierende Architektur[Bearbeiten]

Von 2004 bis 2005 wurde das Glaskugelhaus Dresden erbaut.[139] Das Architekturbüro Siegbert Langner Hatzfeldt greift dabei die Kugelhaus-Idee auf und setzt sie in Glas um. Das Kugelhaus, das 1928 gebaut wurde, war ein kugelförmiger Stahlgerüstbau wie ihn Claude-Nicolas Ledoux in seiner französischen Revolutionsarchitektur entwickelt hatte.[140] Es beherbergte Ausstellungsräume sowie einen Gastronomiebetrieb und gilt als das erste Kugelhaus der Welt. Es wurde 1938 abgerissen.

Die vorgegebene Bebauung aus den 1950er Jahren und der historische Grundriss des Altmarkts waren für die Neubauten an der Südseite des Altmarkts maßgebend. So knüpft das 1999/ 2000 von Meinhard von Gerkan, Volkwin Marg / Partner erbaute Geschäftshaus Altmarkt 10 an die traditionelle Dresdner Bürgerhausarchitektur an. Hochstehende Fensterformate, die Farbgebung des Daches in Ziegelrot, die Dachgauben und die für Dresden „signifikanten kastenartigen Erker“[141] sind Beispiele für den Bezug zur traditionellen Barockbauweise. Der 2008 begonnene Bau des Hotel Altmarkt, gegenüber der Kreuzkirche wird von der alten Traufhöhe bestimmt. Entsprechend den Vorgaben der Stadt Dresden erhält das Gebäude ein „schräg-geneigtes Ziegeldach“.[142]

Dekonstruktivistische Architektur[Bearbeiten]

Als „dekonstruktivistisches Unikat“[143] und als „herausragendes Beispiel des westeuropäischen Dekonstruktivismus der 90er“[143] gilt der Prix’sche Ufa-Kristallpalast. Ein anderes Beispiel ist das St. Benno-Gymnasium, das in „dekonstruktivistischer Manier“ gestaltet worden ist.[144]

Verlust historischer Bausubstanz nach 1945[Bearbeiten]

Die Ruine der Sophienkirche im Mittelpunkt

In der Nachkriegszeit ist der Verlust von Architektur durch Abriss zu beklagen. Architektur, die den Krieg beschädigt überstanden hatte, wurde im Rahmen des sozialistischen Neuaufbaus entfernt. Beispiele für diese „zweite Zerstörung“ sind die Sophienkirche, das Albert- und Centraltheater, das Palais Prinz Georg und das Palais Kaskel-Oppenheim, Antons Markthalle, die Jakobi- und Johanneskirche, die Amerikanische und die Anglikanische Kirche, das Güntzbad, das Wackerbarthpalais und die Ehrlichsche Gestiftskirche. Mit der Wende bestand die Hoffnung bei der Dresdner Bevölkerung „[dass], die ‚zweite Zerstörung‘ der Stadt, die der sozialistische Neuaufbau gebracht hatte, rückgängig [zu] machen, in vielem und im Grundsätzlichen wieder an die 1945 zerstörte Stadt und ihre Schönheit anknüpfen zu können.“[105]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Sabine Brinitzer: Organische Architekturkonzepte zwischen 1900 und 1960 in Deutschland. Peter Lang, Europäischer Verlag der Wissenschaft, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-631-53697-6.
  •  Matthias Donath: Architektur in Dresden 1933–1945. Dresdner Verlagshaus Technik, Dresden 2007.
  •  Ingeborg Flagge: Dresden, Stadtführer zeitgenössischer Architektur. Das Beispiel, Darmstadt 2004, ISBN 3-935243-48-0.
  •  Holger Gantz: 100 Bauwerke in Dresden. Ein Wegweiser zu Bauwerken von historischem und baukünstlerischem Rang. Schnell und Steiner, Regensburg 1997, ISBN 3-7954-1111-4.
  • Volker Helas: Architektur in Dresden 1800–1900. Vieweg, Braunschweig 1985, ISBN 3-528-08696-3.
  •  Volker Helas, Gudrun Peltz: Jugendstilarchitektur in Dresden. KNOP Verlag für Architektur – Fotografie – Kunst, Dresden 1999, ISBN 3-934363-00-8.
  • Ulrich Hübner u. a.: Symbol und Wahrhaftigkeit. Reformbaukunst in Dresden. Verlag der Kunst Dresden Ingwert Paulsen jun., Husum 2005, ISBN 3-86530-068-5.
  • Jürgen Paul: Dresden. Die Stadt und ihre Architektur. In: Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra, Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3.
  • Ralf Lange: Architektur und Städtebau der sechziger Jahre. Planen und Bauen in der BRD und der DDR von 1960 bis 1975.(Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Band 65). Dt. Nationalkomitee für Denkmalschutz, Bonn 2003, ISBN 3-922153-13-5.
  •  Matthias Lerm: Abschied vom alten Dresden. Verluste historischer Bausubstanz nach 1945. Forum Verlag, Leipzig 1993, ISBN 3-86151-047-2.
  •  Fritz Löffler: Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten. E. A. Seemann, Leipzig 1981, ISBN 3-363-00007-3.
  • Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra, Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3.
  •  Walter Steglich: Die Großsiedlung Dresden-Trachau. Geschichte und Sanierung. Michael Sandstein, Dresden 2000, ISBN 3-930382-44-X (Bauten der Moderne in Sachsen).
  •  Manfred Zumpe: Die Brühlsche Terrasse in Dresden. Verlag für Bauwesen, Berlin 1991, ISBN 3-345-00207-8.
  • Heinz Quinger: Jugendstil und Neobarock in der Dresdner Architektur um 1900. In: Gilbert Lupfer, Konstanze Rudert, Paul Sigel (Hrsg.): Bau+Kunst. Festschrift zum 65. Geburtstag von Professor Jürgen Paul. Hellerau-Verlag, Dresden 2000, ISBN 3-910184-75-8, S. 225–234.
  • Gilber Lupfer: Skizze einer Geschichte der modernen Architektur in Dresden von der Jahrhundertwende bis in die dreißiger Jahre. In: Gilbert Lupfer, Konstanze Rudert, Paul Sigel (Hrsg.): Bau+Kunst. Festschrift zum 65. Geburtstag von Professor Jürgen Paul. Hellerau-Verlag, Dresden 2000, ISBN 3-910184-75-8, S. 170–179.
  • Andreas Schenk: Auf den Spuren Oswin Hempels. Ein Dresdner Architekt der Reformbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. In: Gilbert Lupfer, Konstanze Rudert, Paul Sigel (Hrsg.): Bau+Kunst. Festschrift zum 65. Geburtstag von Professor Jürgen Paul. Hellerau-Verlag, Dresden 2000, ISBN 3-910184-75-8, S. 248–254.
  • Tilo Richter (Text), Hans-Christian Schink (Fotos): Industriearchitektur in Dresden. Kiepenheuer, Leipzig 1997, ISBN 3-378-01019-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Löffler, S. 21f. und S. 29, Bildnr 29 (Die alte Frauenkirche).
  2. Löffler, S. 22f. und S. 29, Bildnr. 30 (Der Gewölbegrundriss der Kreuzkirche III).
  3. Löffler, S. 20–32 (Die Stadt des Mittelalters)
  4. Löffler, S. 23.
  5. Löffler, S. 33–74 (Die Stadt der Renaissance)
  6. Löffler, S. 36.
  7. Löffler, S. 38.
  8. Zumpe, S. 37.
  9. Löffler, S. 42.
  10. Zumpe, S. 37–45.
  11. Löffler, S. 76f. (Vom Manierismus zum Frühbarock – Wolf Caspar von Klengel und die Bauten am Schloss)
  12. Stefan Hertzig: Das Dresdner Bürgerhaus in der Zeit Augusts des Starken. Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V., Dresden 2001, ISBN 3-9807739-0-6, S. 250.
  13. Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. Band 23: Stadt Dresden, Teil 2. In Commission bei C. C. Meinhold & Söhne, Dresden 1903, S. 665.
  14. Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. Band 23: Stadt Dresden, Teil 2. In Commission bei C. C. Meinhold & Söhne, Dresden 1903, S. 666.
  15. Löffler, S. 118.
  16. Löffler, S. 130.
  17. Löffler, S. 128f.
  18. Löffler, S. 197.
  19. Löffler, S. 37.
  20. Löffler, S. 207.
  21. Löffler, S. 241.
  22. Löffler, S. 243.
  23. a b c  Stefan Hertzig, Walter May, Henning Prinz: Der historische Neumarkt zu Dresden: seine Geschichte und seine Bauten. Sandstein, Dresden 2005, ISBN 3-937602-46-1, S. 89.
  24.  Stefan Hertzig: Das Dresdner Bürgerhaus des Spätbarock 1738 – 1790. Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V., Dresden 2007, ISBN 978-3-9807739-4-2, S. 228.
  25.  Stefan Hertzig, Walter May, Henning Prinz: Der historische Neumarkt zu Dresden: seine Geschichte und seine Bauten. Sandstein, Dresden 2005, ISBN 3-937602-46-1, S. 66–67.
  26. Löffler, S. 247.
  27. Löffler, S. 241, Bildnr. 293 (Der Grundriss des Palais Moszyńska).
  28. a b Löffler, S. 238.
  29. a b Löffler, S. 250.
  30. Löffler, S. 136.
  31. Löffler, S. 196f.
  32. a b Löffler, S. 345.
  33. a b Löffler, S. 121.
  34. Löffler, S. 121, 321, 373.
  35. Geschichte der Kreuzkirche auf www.dresden-und-sachsen.de, abgerufen am 12. Juli 2010.
  36. Helas, S. 14f. (Die Architektur des Klassizismus); Löffler, S. 341f. (Die Revolutionsarchitektur und Gottlob Friedrich Thormeyer), S. 344f. (Karl Friedrich Schinkel, Joseph Thürmer und der romantische Klassizismus)
  37. Helas, S. 14f. (Die Architektur des Klassizismus)
  38. Helas, S. 199f. (Thormeyer, Gottlob Friedrich.)
  39. Löffler, S. 124.
  40. Löffler, S. 121, 373.
  41. Löffler, S. 384.
  42. Löffler, S. 373.
  43. Löffler, S. 351.
  44. a b Löffler, S. 353.
  45. Helas, S. 37.
  46. Helas, S. 38.
  47. Löffler, S. 381.
  48. Löffler, S. 378.
  49. Löffler, S. 380.
  50. Löffler, S. 383.
  51. Löffler, S. 385.
  52. Löffler, S. 392.
  53. Löffler, S. 393.
  54. Helas, S. 133.
  55. Helas, S. 104f., S. 108, S. 111, S. 115f.
  56. Helas / Peltz, S. 61, Bildnr. 82 und 83.
  57. Quinger, S. 226.
  58. Hübner u. a., S. 8.
  59. Helas / Peltz, S. 26, Bildnr. 23; Löffler, S. 416.
  60. Hübner u. a., S. 9f.
  61. a b Hübner u. a., S. 10.
  62. a b Helas / Peltz, S. 165.
  63. Hübner u. a., S. 39.
  64. Schenk, S. 249.
  65. Löffler, S. 416 f.
  66. a b Hübner u. a., S. 12.
  67. a b Steglich, S. 8.
  68. a b Universitätsklinikum im Krankenhaus Dresden Johannstadt: Erweiterung 1929–1930 – Architektur der Moderne
  69. a b Lupfer (2000), S. 177.
  70. Steglich, S. 43.
  71. Gantz, S. 79 Nr. 82 (Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium, Hülßestraße 16, Architekt: Paul Wolf, 1929)
  72. Hübner, S. 12.
  73. Lupfer u. a., Objektnr. 292
  74. Fritz Förster Bau der TU Dresden. auf: das-neue-dresden.de
  75. Lupfer u. a., Objektnr. 151
  76. Lupfer, Objektnr. 285
  77. Landesschule von Tessenow in Dresden Klotzsche 1925
  78. Wasserturm in Dresden Klotzsche 1936 – NS-Architektur und -kunst
  79. Ehemalige Luftkriegsschule Dresden Klotzsche 1935 von Johannes und Walter Krüger & Ernst Sagebiel- Architektur des 20. Jahrhunderts
  80. Lupfer u. a., Objektnr. 171
  81. Deutsches Hygiene Museum Dresden von Wilhelm Kreis 1927–1930
  82. Ehemaliges Luftgaukommando Dresden von Wilhelm Kreis 1938, jetzt Verwaltungsgebäude der Bundeswehr
  83. Donath, S. 44f.
  84. Donath, S. 56f.
  85. Donath, S. 90f.
  86. Paul, XXV.
  87. Lupfer u. a., Objektnr. 78
  88. Lupfer u. a., Objektnr. 116
  89. Deutsche Architektur 6, 1954, S. 262–264.
  90. Büro- und Geschäftshaus Wilsdruffer Straße 3 in Dresden/Pirnaischer Platz
  91. a b Index@www.Kulturpalast-Dresden-Erhalten.de
  92. Bilder der Reliefs
  93. http://www.das-neue-dresden.de/studentenwohnheim-guentzstrasse.html
  94. Postgebäude in Dresden-Neustadt von Wolfram Starke, Kurt Nowotny 1964 – Architektur des 20. Jahrhunderts in Dresden
  95. a b SZ-Verlagshochhaus in Dresden von 1958–1961 von Wolfgang Hänsch – Architektur des 20. Jahrhundert in Deutschland
  96. May u. a., Nr. 112
  97. May u. a., S. 29 Bildnr. 22
  98. May u. a., S. 39 Nr. 40
  99. Webergasse Dresden – Architektur des 20. Jahrhunderts von Wolfgang Hänsch 1963
  100. Fotoreihe des Kinderkaufhauses unter anderem mit einer Ansicht der Wandbilder mit musizierenden Knaben und tanzenden Mädchen unter den Arkaden
  101. Kulturpalast Dresden – Architektur der DDR – ein Fall für die Denkmalpflege?
  102. baunetz.de
  103. May u. a., Nr. 16 (Gaststätte „Am Zwinger“, Ernst-Thälmann-Straße 24)
  104. Lange, S. 36f.
  105. a b c Paul, XXVI.
  106. a b Sekretariat der Kultusministerkonferenz: Typenschulbauten in den neuen Ländern (Gebäudekatalog – Atriumtypen auf S. 20) (PDF; 16,8 MB)
  107. a b c das-neue-dresden.de
  108. Projektierung von Wohnbauten in Großblockbauweise. In: Deutsche Architektur. Nr. 2, 1956 (und 1958).
  109. a b Lüsch: Wohnkomplex Borsbergstraße, S. 131–137.
  110. Hans Schmidt: Das industrielle Bauen und die neuen Mittel der künstlerischen Gestaltung. In: Deutsche Architektur. Jahrgang 1959, S. 684.
  111. Lupfer u. a., Objektnr. 167
  112. a b c Hans Schmidt: Grundtypen der Fassaden aus vorgefertigten Betonelementen. In: Deutsche Architektur. Heft 7/1964, S. 405 f., hier S. 412, Bildnr. 24
  113. Bruno Flierl, Walter Stiebitz, Eckhard Feige: Fassadenstrukturen im industriellen Bauen. In: Deutsche Architektur. Heft 7/1964, S. 378 f., hier S. 385, Bildnr. 21 (Festpunkt und Fassade am Lagergebäude des Versorgungskontors für Maschinenbauerzeugnisse Dresden)
  114. Lothar Schendel: Lagergebäude des Versorgungskontors für Maschinenbauerzeugnisse. In: Deutsche Architektur. Heft 9/1964, S. 522 f.
  115. Deutsche Fotothek, Bild 1 / Deutsche Fotothek, Bild 2
  116. a b c Robotron-Areal auf das-neue-dresden.de
  117. Centrum Warenhaus Dresden 1973–1978 (Abriss 2007) – Beispiel Architektur der Nachkriegsmoderne in der DDR
  118. Architektur der 1960er in Ostdeutschland: Schwimm- und Sprunghalle Freiberger Platz in Dresden
  119. Rundkino Dresden an der Prager Straße 1970–72
  120. a b Hotel Hilton auf das-neue-dresden.de
  121. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage: Gemeindehaus der Mormonen im Stil klassischer Villenbebauung. auf: das-neue-dresden.de
  122. http://www.das-neue-dresden.de/impressionen.html
  123. a b Lupfer u. a., Nr. 16 (Hotel Hilton)
  124. Postmoderne DDR-Architektur als deutsch-deutscher Dialog- Europäische Architektur des 20. Jahrhunderts
  125. Lupfer u. a., Nr. 181, S. 122 (Wohngebäude Pulsnitzer Straße 6)
  126. Lupfer u. a., S. 227 (Historisches Register/Historical index: Bauten der 80er Jahre/The Eighties 16, 52, 69, 232). und Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage: Gemeindehaus der Mormonen im Stil klassischer Villenbebauung. auf: das-neue-dresden.de
  127. Lupfer u. a., S. 227 (Historisches Register/Historical index: Bauten der 80er Jahre/The Eighties 16, 52, 69, 232).
  128. Lupfer u. a., Nr. 35 (Sächsischer Landtag)
  129. Auer und Weber Architekten: Mensa der Bundesoffiziersschule Dresden 1998
  130. Messe Dresden: Tradition und Moderne – deutsche Architektur des 20. Jahrhunderts
  131. a b c d e Kinder- und Jugendhaus „Schieferburg“ in Dresden Gruna, von Weise & Treuner 1996
  132. a b c SLUB Dresden (Sächs. Landes- und Universitätsbibliothek) – Architektur des 21. Jahrhundert in Deutschland – von Ortner & Ortner
  133. Löffler, S. 398 Bildnr. 492 (Die Synagoge, Stadtfront)
  134. Synagoge Dresden – Architektur des 20. Jahrhunderts von Wandel, Lorch und Hirsch 2001
  135. Heinrich Klotz: Hans Poelzig, Expressionismus und Tektonik. In: Ders.: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a. M. (Hrsg.): Architektur im 20. Jahrhundert. Stuttgart 1989, S. 34.
  136. Brinitzer, S. 134–136 (Die Skizzen von Hans Poelzig – Konzertsaalskizze für Dresden), 1918.
  137. Postplatz Dresden: Neubau Wilsdruffer Kubus (anstelle des alten „Freßwürfels“)
  138. Glaskugelhaus Dresden auf das-neue-dresden.de
  139. Löffler, S. 424 und Gantz, S. 62f Nr. 62 (Ausstellungshalle Dresden, Straßburger Platz)
  140. Geschäftshaus Altmarkt 10 auf das-neue-dresden.de
  141. Hotel Altmarkt auf das-neue-dresden.de
  142. a b Kino „Kristallpalast“ in Dresden von Coop Himmelb(l)au 1996 – Dekonstruktivismus am Ende des 20. Jahrhunderts
  143. Sankt Benno Gymnasium in Dresden Johannstadt