Architekturtheorie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Architekturtheorie bezeichnet das Nachdenken über die vom Menschen gestaltete Umwelt (Landschaften, Städte, Bauwerke, Gebäude, Innenräume) mit dem Ziel, zu allgemeingültigen, verbindlichen Aussagen und Erkenntnissen über deren Herstellung, Funktion, Wirkungsabsicht und Wahrnehmung zu kommen. Sie findet ihren Ausdruck und ihr Objekt dabei einerseits in textlicher Form und andererseits in Entwürfen und bereits realisierten Projekten. Architekturtheorie ist wichtiger Bestandteil der akademischen Architektenausbildung. Sie wird sowohl von Architekten selbst betrieben, als auch von Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen, wie zum Beispiel Kunsthistorikern, Philosophen, Soziologen oder Psychologen.

Definitionen[Bearbeiten]

„Theorie der Architektur (ist) disziplinunabhängiges oder […] interdisziplinäres Nachdenken über Architektur, zudem Methodenreflektion, Wissenschafts- und Metatheorie der Architektur.“ (Selbstbeschreibung des Lehrstuhls für Architekturtheorie TU Cottbus)

Architekturtheorie fragt nach Ästhetik, Wesen und Bedeutung der Architektur, erforscht deren „ideen- und geistesgeschichtlichen Hintergründe“ und betreibt deren Einordnung in größere historische, kulturelle, soziale und künstlerische Zusammenhänge. Architekturtheorie ist „Teil (der) Kunstliteratur, die sich zwar mit Architektur (befasst), auch Aussagen zum Berufsbild des Architekten und zur Entwurfslehre (trifft), meist aber zunächst im Zusammenhang mit der allgemeinen Kunsttheorie und der Diskussion an den akademischen Institutionen zu begreifen (ist).“ (Zitate aus Selbstbeschreibung des Lehrstuhls der Architekturtheorie am Karlsruher Institut für Kunstgeschichte)

Architekturtheorie ist die „Theorie einer Handlungswissenschaft“, die „anders als naturwissenschaftliche Theorien, die provisorische Schneisen durch noch unerforschtes Gelände legen, […] auf Gründe, Haltungen und Weltanschauungen (verweist), welche das Handeln von Architekten motivieren und leiten .[…] Sie (betrachtet) die gebaute Wirklichkeit im Licht von Verfassererklärungen, Regeln, Traktaten, Dogmen und Doktrinen. Sie sucht auch dort nach Erklärungen und verborgenen Motiven, wo das Bauen scheinbar ganz ohne Theorie oder bekennende Autoren vonstatten geht.[…] Sie interessiert sich für Sachverhalte, die […] über den Horizont unmittelbarer und einmaliger Bezüge hinausführen. Sie fragt nach Ideen, Themen und Topoi, die im Verlauf der Geschichte entdeckt, vergessen und reaktiviert wurden.“ (Zitate aus Selbstbeschreibung des Lehrstuhls für Architekturtheorie RWTH Aachen)

Architekturtheorie ist „einerseits Reflexion der Architektur im Hinblick auf ihre Wirklichkeitspotenziale, das heißt in Hinblick auf ihr Gemachtwerden und Gemachtsein, also auf die praktische Umsetzung und Materialisierung architektonischer Ideen. In diesem Sinne ist Architekturtheorie eine praktische Ästhetik. Andererseits ist Architekturtheorie das kritische Nachdenken über die kulturelle Funktion der Architektur, also über ihre Möglichkeitsbedingungen im großen kulturellen Ganzen, besonders dort, wo sich dieses in einem ständigen Umbauprozess befindet. Wo es um die kulturellen Bedingungen für die Architektur geht, findet die Erweiterung der Architekturtheorie zur Philosophie der Architektur statt.“[1]

Das Wesen der Architektur[Bearbeiten]

Das Wesen des Bauens wird durch seine Funktionen definiert. Sie leiten sich von existenziellen Bedürfnissen und Anforderungen ab, die der Mensch an Bauwerk und Ort richtet. Der Schutz vor Wind und Wetter sowie die Kontrolle der Zugänglichkeit rechnen dazu, aber auch das Bedürfnis nach Repräsentation und nach der Möglichkeit, sein bauliches Umfeld emotional zu besetzen. Im Verlauf der Baugeschichte haben sich die Funktionen des Bauens zunehmend differenziert, manifestiert in selbständigen Wissensgebieten und Berufszweigen. Vielen kommt der Charakter des Ingenieurmäßigen zu. Das Architektonische setzt sich durch seine spezifische Funktion und – in Teilbereichen – seinen erhöhten künstlerischen Anspruch davon ab. Der Ausdruck der Baugestalt steht somit im Mittelpunkt des Interesses. Er trägt wesentlich zum Eindruck des Rezipienten bei, an seiner Reaktion und somit an den Wirkungen der Architektur auf den Menschen.

Die architektonische Ästhetik beschäftigt sich demgemäß mit den Gesetzmäßigkeiten des Wahrnehmungsprozesses, der die Beziehung des Menschen zur Baugestalt prägt und der am Ende das Urteil erzeugt.

Die Funktion des Architektonischen[Bearbeiten]

Die Bau- und Stadtgestalt dient Betrachtern oder Nutzern als Projektionsfläche und Medium:

  • Die ‚Baugestalt an sich’ erfährt über das Hineinversetzen des Rezipienten ihren Ausdruck. Der Betrachter projiziert seine referenziellen Vorstellungen von Form und Farbe – einschließlich ihrer Beziehungen untereinander und zum Ganzen – auf die Baugestalt. Bedeutungen und Reaktionen werden generiert. Die Gestaltpsychologie untersucht diese Prozesse. Rudolf Arnheim gilt als einer der exponierten Vertreter dieses Wissensgebietes, auch in Bezug auf die Architektur.[2] Es griff auf Erkenntnisse der Gestalttheoretiker zurück.[3]
  • Die Baugestalt ist Träger von Informationen, die im Rahmen der sozialen Interaktion von Bedeutung sind. Sie fungiert als konstitutives ‚Medium’ der Vergesellschaftung, so die Architektursoziologie.[4] Der Rezipient bezieht die Informationen auf sich, gibt ihnen Bedeutung und ordnet sie bestimmten Individuen oder Milieus zu. Statusfragen spielen in diesem Kommunikationsprozess eine besondere Rolle. Je nachdem reagiert der Betrachter auf die Signale mit dem Gefühl sozialer Zugehörigkeit (Identifikation) oder Ausgrenzung.[5]
  • Architekt und Bauherr vermitteln über die Baugestalt eine Botschaft oder Idee. Der Betrachter erfährt – soweit die gestaltliche Sprache für ihn verständlich ist – Informationen über die Vorstellungswelt der Schaffenden. Verbale oder schriftliche Erläuterungen des Schaffenden zu seinem Werk und dem ihm zugrunde gelegten Programm erleichtern das Verständnis. Die Transformation von Ideen und Programmen verleiht der Baugestalt künstlerische Qualitäten.[6]
  • Im Laufe ihrer Existenz wird die Baugestalt im Erleben der Benutzer mit erinnerten individuellen und gesellschaftlichen Erlebnissen verknüpft, beispielsweise mit kulturellen und politischen Ereignissen. Je nach Wertung dieser Ereignisse erfährt das Bild des Bauwerks Wertschätzung oder Ablehnung. Soziale Belange stehen dabei häufig im Vordergrund.[7]
  • Raumbegrenzende oder -indizierende Bauten, Bauteile und andere Gestaltelemente dienen der Orientierung des Menschen im Raum.[8]

Die Entstehung des architektonischen Gesamteindrucks[Bearbeiten]

Der Gesamteindruck, also das Urteil, das die Wahrnehmung abschließt, entsteht in komplexen neuronalen Prozessen[9], die in der Regel nicht oder nur teilweise bewusst werden. Die Baugestalt verbindet sich im Wege des Hineinversetzens[10] mit ihren Bedeutungen. Als Basis dienen die gerade präsenten Vorstellungen. Ein erster intuitiver Eindruck entsteht unverzüglich im Augenblick des sinnlichen Wahrnehmens. Im Nachgang kann der erste Eindruck reflektiert und eventuell auf eine rationalere Ebene gestellt werden.[11]

Die Generierung des Gesamteindrucks impliziert eine Gewichtung der eingehenden Teileindrücke je nach Stellenwert des Lebensbereiches, mit dem sie verbunden sind. Die bauliche ‚Gestalt an sich’ erfährt als einer unter mehreren Teileindrücken eine Relativierung.

Themen[Bearbeiten]

Architekturtheorie kennt viele Protagonisten und nicht selten einander widersprechende Standpunkte. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte sowohl durch individuelle, als auch national-kulturelle Sichtweisen und Eigenarten geprägt. Auch der allgemeine technisch-wissenschaftliche Fortschritt, insbesondere die damit einhergehenden Änderungen und Neuerungen im Bauwesen, hat die Architekturtheorie immer wieder beeinflusst.[12] Dies macht einen vollständigen enzyklopädischen Überblick über die Disziplin nahezu unmöglich. Für einen umfänglichen historischen Abriss sei deshalb ausdrücklich auf die entsprechende Literatur zur Geschichte der Architekturtheorie verwiesen. Im Folgenden werden stichwortartig bedeutende, zum Teil wiederkehrende Themen, Erklärungsansätze und -modelle aufgeführt:

Maßgebliche Autoren und Werke[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Statt aktueller bibliographischer Angaben sollten hier Erläuterungen zur Bedeutung der Autoren und Werke stehen, inklusive ihrer Zuordnung zu Themen und Stilepochen. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Antike
  • Vitruv: De Architectura libri decem, um 30 v. Chr.
    Deutsch: Zehn Bücher über Architektur, Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Curt Fensterbusch, Primus Verlag, Darmstadt 1996, ISBN 3-89678-005-0.
Spätgotische Sakralbauten
15.–17. Jahrhundert
  • Leon Battista Alberti: De re aedificatoria libri decem, Florenz 1485
    Deutsch: Zehn Bücher über die Baukunst, Unveränderter Nachdruck der Ausgabe Wien/Leipzig 1912, Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1991
  • Filarete: Trattato d'architettura, Mailand 1460
    englisch: Filarete's Treatise on Architecture: Being the Treatise by Antonio di Piero Averlino, Known as Filarete. Originally composed in Milan c. 1460 Translated by John R. Spencer. Facsimile ed. 2 vols. New Haven: Yale University Press 1965
  • Francesco di Giorgio Martini: Trattati di architettura, ingegneria e arte militare. Hrsg. Corrado Maltese, Transkription von Livia Maltese Degrassi, 2 Bde., Mailand 1967
  • Sebastiano Serlio: Sette libri dell'architettura - Tutte l'opere d'architettura et prospetiva, Venedig 1584
  • Hans Blum: Qvinqve Colvmnarvm Exacta descriptio atque deliniatio, cum symmetrica earum distributione. Froschauer, Zürich 1550. (Digitalisat)
  • Andrea Palladio: Quattro libri dell’architettura. Venedig 1570
    Deutsch: Die vier Bücher zur Architektur, Deutsche Übersetzung nach der Ausgabe Venedig 1570, Birkhäuser Verlag, 1993, ISBN 3-7643-5561-1.
  • Vincenzo Scamozzi: L'idea della architettura universale. Venedig 1615, A. Forni (Sala Bolognese) 1982
  • Nicolas-François Blondel: Cours d'Architecture Civile, Bände 1–5, Paris 1675–1683
18. Jahrhundert
  • Giovanni Battista Piranesi: Della Magnificenza ed Architettura, de’Romani. Rom 1761; Reprint ed. John Wilton-Ely, in: Giovanni Battista Piranesi, The Polemical Works, 1972
  • Marc-Antoine Laugier: Essai sur l'architecture, anonym veröffentlicht Paris 1753, personalisiert veröffentlicht Paris 1755
    Deutsch: Das Manifest des Klassizismus, Verlag für Architektur Artemis, Zürich 1989, ISBN 3-7608-8124-6.
  • Edmund Burke: Philosophical Enquiry into the Origin of our Ideas of the Sublime and Beautiful, 1757
    Deutsch: Philosophische Untersuchungen über den Ursprung unserer Begriffe vom Erhabenen und Schönen, aus dem Englischen von Friedrich Bassenge, neu eingeleitet und herausgegeben von Werner Strube, 2. Auflage. Hamburg 1989
  • Anonym: Untersuchungen über den Charakter der Gebäude, über die Verbindung der Baukunst mit den schönen Künsten und über die Wirkungen, welche durch dieselbe hervorgebracht werden sollen. 1785, Reprint m. einer Einf. v. H.-W. Kruft, Nördlingen 1986
  • Étienne-Louis Boullée: Architecture. Essai sur l’art, 1793
    Deutsch: Architektur. Abhandlung über die Kunst, Hrsg. Beat Wyss, Zürich München 1987
  • Claude-Nicolas Ledoux: L'Architecture considérée sous le rapport de l'art, des moers et de la législation, Paris 1804, Neuauflage in zwei Bänden, ohne Text 1847 unter dem Titel L'Architecture de Claude Nicolas Ledoux
  • Johann Joachim Winckelmann: Anmerkungen über die Baukunst der Alten, Dresden 1762; Reprint: Baden-Baden, Strasbourg 1964
19. Jahrhundert
  • Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung, (Band 1 1819, Band 2 1844) Textkrit. bearb. u. hrsg. v. Wolfgang von Löhneysen [zur Architektur: Bd. 1, § 43–44; Bd. 2, Buch III, Kap. 35 »Zur Ästhetik der Architektur«], 3 Bde. Frankfurt am Main 1986
  • John Ruskin: The Seven Lamps of Architecture. London 1849, Reprint Dover Verlag 1990, ISBN 0-486-26145-X
    Deutsch: Die sieben Leuchter der Baukunst, Dortmund 1994
  • Heinrich Hübsch: In welchem Style sollen wir bauen?, Karlsruhe 1828
  • Eugène Viollet-le-Duc: Dictionnaire raisonné de l'architecture française du XIe au XVe siècle. 10 Bände, Paris 1854–1868
    Deutsch: Definitionen. Sieben Stichworte aus dem Dictionnaire raisonné de l’architecture mit einem deutsch-französischen Inhaltsverzeichnis der neunbändigen Ausgabe des „Dictionnaire“ von 1869, Birkhäuser Architektur Bibliothek, Basel u. a. 1993
  • Jean-Nicolas-Louis Durand: Precis des lecons d'architecture donnees a l'Ecole Polytechnique. 2 Bde., Paris 1817–1819; Reprint: Unterschneidheim 1975
  • Auguste Choisy: Histoire de l'architecture. 2 Bde., Paris 1899; Reprint der Ausgabe von 1899. Genf-Paris 1982
  • Karl Friedrich Schinkel: Das Architektonische Lehrbuch. dokumentiert in: Goerd Peschken, Das Architektonische Lehrbuch (Karl Friedrich Schinkel. Lebenswerk) München-Berlin 1979
  • Gottfried Semper: Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten oder Praktische Ästhetik, Reprint der Ausgabe von 1860-1863, Mittenwald 1977
  • Heinrich Wölfflin: Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur, Ludwig-Maximilians-Universität München 1886, Nachdruck Gebr. Mann Verlag Berlin 1999
  • Louis Sullivan: The Tall Office Building Artistically Considered in Lippincott's Magazine 1896
  • Camillo Sitte: Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen, 1. Auflage. Wien 1889, Reprint d. Ausg. 1904, Wien 1972
20. Jahrhundert
  • Adolf Loos: Ornament und Verbrechen, 1908, Nachdruck Prachner, Wien 2000, ISBN 3-85367-059-8.
  • Paul Scheerbart: Glasarchitektur, Verlag Der Sturm, Berlin 1914; Neuausgabe München 1971
  • Hermann Sörgel: Architektur-Ästhetik. Theorie der Baukunst. Berlin 1921, Nachdruck Gebr. Mann Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-7861-1992-9.
  • Adolf Behne: Der moderne Zweckbau. Drei Masken Verlag, Berlin 1926, Nachdruck Bauwelt Fundamente Bd. 10, Berlin; Frankfurt 1964, Nachdruck Gebr. Mann Verlag, Berlin 1998
  • Bruno Taut: Architekturlehre. VSA-Verlag, Hamburg/Westberlin 1977
  • Le Corbusier: Vers une architecture. Paris 1922
    Deutsch: Kommende Baukunst, Leipzig 1923; Ausblick auf eine Architektur, Bauwelt Fundamente Band 2, Birkhäuser 2001
  • Le Corbusier: Feststellungen. 1929, Bauwelt-Fundamente Bd. 12, Vieweg, Braunschweig 1978
  • Henry-Russel Hitchcock, Philip Johnson: Der Internationale Stil. Bauwelt Fundamente, Bd. 70, Vieweg, Braunschweig 1985
  • Emil Kaufmann: Von Ledoux bis Le Corbusier: Ursprünge und Entwicklung der autonomen Architektur. Wien, Passer 1933, Neuauflage Gert Hatje, Stuttgart 1985
  • Sigfried Giedion: Space, Time & Architecture: The Growth of a New Tradition, 1941
    Deutsch: Raum, Zeit und Architektur: Die Entstehung einer neuen Tradition, Birkhäuser Verlag 2000, ISBN 3-7643-5407-0.
  • Hans Sedlmayr: Verlust der Mitte. Die bildende Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts als Symptom und Symbol der Zeit. Otto Müller Verlag, Salzburg 1998, 11. Aufl., ISBN 3-7013-0537-4.
  • Martin Heidegger: Bauen, Wohnen, Denken, Vorträge und Aufsätze, Klett-Cotta 1951, ISBN 3-608-91090-5.
  • Peter Eisenman: Eisenman Inside Out. Selected Writings 1963-1988, New Haven-London, Yale University Press 2004
  • Colin Rowe, Robert Slutzky: Transparency, 1964
    Deutsch: Transparenz, Birkhäuser Verlag 1997, ISBN 3-7643-5615-4.
  • Robert Venturi: Complexity and Contradiction in Architecture, 1966
    Deutsch:
    Komplexität und Widerspruch in der Architektur, Bauwelt Fundamente Band 50, Birkhäuser Verlag 2007.
  • Louis I. Kahn: Architektur: Stille und Licht (1970), in: Louis I. Kahn: Die Architektur und die Stille. Gespräche und Feststellungen, hrsg. v. Alessandra Latour, Basel; Boston; Berlin 1993
  • Robert Venturi, Steven Izenour, Denise Scott Brown: Learning from Las Vegas: The Forgotten Symbolism of Architectural Form, 1972, Überarbeitete Fassung The MIT Press 1977
    Deutsch: Lernen von Las Vegas. Zur Ikonographie und Architektursymbolik der Geschäftsstadt. Bauwelt Fundamente Band 53, Wiesbaden 1979
  • Christian Norberg-Schulz:
    • Logik der Baukunst. Ullstein Bauweltfundamente 15, Berlin 1965, DNB 453602797.
    • Vom Sinn des Bauens. Die Architektur des Abendlandes von der Antike bis zur Gegenwart. Ernst Klett, Stuttgart 1979, ISBN 3-88448-002-2.
    • Genius Loci. Landschaft, Lebensraum, Baukunst. Klett-Cotta, Stuttgart 1982, ISBN 3-608-76157-8.
  • Christopher Alexander: A Pattern Language. Towns, Buildings, Construction. Oxford University Press, New York 1977, ISBN 0-19-501919-9
    Deutsch: Eine Muster-Sprache. Städte, Gebäude, Konstruktion, Wien, Löcker Verlag 1995, ISBN 3-85409-179-6.
  • Charles Jencks: The Language of Postmodern Architecture, 1977
    Deutsch: Die Sprache der postmodernen Architektur - Entstehung und Entwicklung einer alternativen Tradition, Stuttgart 1988, ISBN 3-421-02940-7.
  • Rem Koolhaas: Delirious New York: A Retroactive Manifesto of Manhattan, 1978
    Deutsch: Delirious New York: Ein retroaktives Manifest für Manhattan, Arch+, 3. Auflage. 2006
  • Roger Scruton: The Aesthetics of Architecture. Princeton University Press 1979
  • Colin Rowe, Fred Koetter: Collage City, The MIT Press 1984, Birkhäuser Verlag 1997, ISBN 3-7643-5608-1.
  • Rudolf Arnheim: Die Dynamik der architektonischen Form, DuMont Buchverlag, Köln 1980
  • Alberto Perez-Gomez: Architecture and the Crisis of Modern Science. MIT Press 1983
  • Fischer, Fromm, Gruber, Kähler, Weiß: Abschied von der Postmoderne. Bauwelt Fundamente, Bd. 64, Vieweg, Braunschweig 1987
  • Julius Posener: Vorlesungen zur Geschichte der Neuen Architektur. Arch+-Verlag, Aachen 2003
  • Reyner Banham: Die Revolution der Architektur. Theorie und Gestaltung im ersten Maschinenzeitalter, Bauwelt Fundamente, Bd. 89, Vieweg, Braunschweig 1990
  • Günther Fischer: Architektur und Sprache. Grundlagen des architektonischen Ausdrucksystems. Karl Krämer Verlag, Stuttgart 1991
  • Jacques Derrida: Am Nullpunkt der Verrücktheit – Jetzt die Architektur. In: Wolfgang Welsch, (Hrsg.): Wege aus der Moderne – Schlüsseltexte zur Postmoderne-Diskussion, S. 215–232, Weinheim 1988
  • Oswald Mathias Ungers: Entwerfen mit Vorstellungsbildern, Metaphern und Analogien. Anmerkungen zu einem morphologischen Konzept. In: Architektur 1951-1990, Stuttgart 1991
    Die Thematisierung der Architektur, 1983, herausgegeben von Technische Universität Dortmund und Walter A. Noebel, Niggli Verlag, 2009, ISBN 978-3-7212-0698-2.
  • Heinrich Klotz: Die zweite Moderne. Verlag C. H. Beck, München 1996
  • Jürgen Pahl: Architekturtheorie des 20. Jahrhunderts. Prestel Verlag 1999
21. Jahrhundert
Quellensammlungen
  • Ulrich Conrads (Hrsg.): Programme und Manifeste zur Architektur des 20. Jahrhunderts. Bauwelt Fundamente Band 1, Berlin: Ullstein-Verlag, 1964
  • Fritz Neumeyer, (Hrsg.): Quellentexte zur Architekturtheorie. Prestel Verlag, München 2002
  • Gerd de Bruyn und Stephan Trüby (Hrsg.): architektur_theorie.doc. Texte seit 1960, Birkhäuser Verlag, Basel 2003
  • Bernd Elvers und Christof Thoenes (Hrsg.): Architekturtheorie von der Renaissance bis zur Gegenwart. Taschen Verlag, Köln 2003, ISBN 3-8228-5082-9.
  • Akos Moravánszky (Hrsg.): K.M. Gyöngy (Assistent): Architekturtheorie im 20. Jahrhundert: Eine kritische Anthologie, Springer Verlag, Wien 2003, ISBN 3-211-83743-4.
  • Vittorio Magnago Lampugnani, Ruth Hanisch, Ulrich Maximilian Schumann und Wolfgang Sonne (Hrsg.): Architekturtheorie 20. Jahrhundert. Positionen - Programme - Manifeste, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2004
  • Thomas Friedrich, Jörg H. Gleiter (Hrsg.): Einfühlung und phänomenologische Reduktion Grundlagentexte zu Architektur, Design und Kunst, LIT Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-8258-9366-8.
  • Susanne Hauser, Christa Kamleithner, Roland Meyer (Hrsg.): Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften. Bd. 1: Zur Ästhetik des sozialen Raumes, transcript-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1551-7.
  • Susanne Hauser, Christa Kamleithner, Roland Meyer (Hrsg.): Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften. Bd. 2: Zur Logistik des sozialen Raumes, transcript-Verlag, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-1568-5.

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Geschichte der Architekturtheorie
  • Georg Germann: Einführung in die Geschichte der Architekturtheorie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1980, ISBN 3-534-08148-X
  • Hanno-Walter Kruft: Geschichte der Architekturtheorie. Von der Antike bis zur Gegenwart. 5. Auflage. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-34903-X.
  • Kari Jormakka: Geschichte der Architekturtheorie. Institut für Architekturwissenschaften: Architekturtheorie, Technische Universität Wien, Edition Selene 2007, ISBN 978-3-85266-197-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jörg H. Gleiter: Architekturtheorie heute. S. 8.
  2. Hier insbesondere Rudolf Arnheims Buch: „Die Dynamik der architektonischen Form“, DuMont Buchverlag, Köln 1980. Das Erkenntnisinteresse der Gestaltpsychologie erstreckt sich über die Architektur hinaus auch auf andere gestaltbezogene Prozesse.
  3. Siehe zum Beispiel Fritz Neumeyer: Quellentexte zur Architekturtheorie. München 2002, S. 53 ff.
  4. Vergleiche Heike Delitz in ihrem Aufsatz „Die Architektur der Gesellschaft. Architektur und Architekturtheorie im Blick der Soziologie“, in: Wolkenkuckucksheim 10. Jg., Heft 1, Sept. 2006. http://www.tu-cottbus.de/theoriederarchitektur/Wolke/deu/Themen/051/Delitz/delitz.htm, aufgerufen am 15. November 2011; diess.: „Architektursoziologie“ Bielefeld 2009.
  5. Vergleiche Johanna Hartung: Sozialpsychologie. 3. Aufl., 2010, S. 32 ff., dito Wänke/Bohner: „Einstellungen“, in: Bierhoff/Frey (Hrsg.): "Handbuch der Sozialpsychologie und Kommunikationspsychologie", 2006, S. 205.
  6. Vergleiche – hier in Bezug auf die Programmatik der modernen Architektur – Klaus Theo Brenner: „Das radikale Projekt der Modernen Architektur“, Berlin 1995, S. 63 ff.
  7. Zur „Funktion der Gestalt als Erinnerungs- und Bedeutungsträger“ vergleiche Fritz Neumeyers Ausführungen zu Aldo Rossis Schrift „Die Architektur der Stadt“, Düsseldorf 1973, in: Fritz Neumeyer: Quellentexte zur Architekturtheorie. München 2002, S. 69 f.
  8. Vergleiche Otto Friederich BOLLNOW: "Mensch und Raum", 7. Aufl. 1994, S. 63 ff., und – in Bezug auf das Verhalten in Innenräumen – auch Rudolf Arnheim: Die Dynamik der architektonischen Form. Köln 1980.
  9. Gerhard Roth: Die räumliche Welt – Ein neuronales Konstrukt. In: Geographie und Schule“, Heft 160,(2006), S. 10. Vergleiche auch Wolf Singer: Ein neues Menschenbild? 2003, S. 74 ff. und ders.: „Der Beobachter im Gehirn“, 2002, S. 65 ff.
  10. Siehe dazu auch die Ausführungen von Fritz Neumeyer: Nachdenken über Architektur – Eine kurze Geschichte ihrer Theorie. In: ders.: Quellentexte zur Architekturtheorie. München 2002, S. 54 und Rudolf Arnheim: Die Dynamik der architektonischen Form. 1980, S. 218.
  11. Gerhard Roth: Nachwort: Denken und Handeln. In: Sentker u. a. (Hrsg.): "Schaltstelle Gehirn", 2009, S. 263 f.
  12. Scheerbarths Aussagen über die Glas- und Eisenkonstruktionen als Beispiel für den Einfluss neuer Materialien und Bautechniken auf die Architekturtheorie Paul Scheerbart: Glasarchitektur