Die Arctic Sunrise ist der Eisbrecher der Greenpeace-Flotte.
Ursprünglich hieß das 1975 gebaute Schiff Polarbjørn (norwegisch für Eisbär) und wurde bis zu seiner Übernahme für die Seehundjagd eingesetzt. Seinen ersten Einsatz für Greenpeace fuhr das Schiff bei der versuchten Versenkung des Öltanks Brent Spar.[2] Es wurde 1996 innerhalb von vier Monaten für Greenpeace umgebaut und auf eine Länge von 49,62 Meter erweitert. Im Zuge dieses Umbaus wurde der Funkraum erneuert und ein Vortragsraum eingebaut. Um Schlauchboote schneller zu Wasser lassen zu können, wurden die Kräne ausgetauscht. Das 100 Personen fassende Schiff hat aufgrund seines großen Aktionsradius (theoretisch wäre eine Weltumrundung ohne Nachtanken möglich) eine enorme Bedeutung für Greenpeace.
Der Heimathafen der Arctic Sunrise ist Amsterdam. Das Schiff wird von einer 12-köpfigen Mannschaft gefahren. Angetrieben wird es von einem MaK-Dieselmotor (Typ 9M452AK) mit einer Leistung von 1619 kW, der seine Kraft auf einen Verstellpropeller überträgt. Das Schiff erreicht damit eine Geschwindigkeit von 13 kn. Vorn und achtern ist je eine Querstrahlsteueranlage mit je 400 PS eingebaut. Die Stromversorgung übernehmen zwei Deutz-Dieselgeneratoren (Typ 6BF 6M1013) mit einer Scheinleistung von jeweils 175 kVA. Das 11,55 m breite Schiff ist bei einem Tiefgang von 5,30 m mit 949 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 610 Tonnen.
Zwischenfälle und Einsätze [Bearbeiten]
Am 8. Januar 2006 wurde die Arctic Sunrise bei der Kollision mit dem japanischen Fabrikschiff Nisshin Maru beschädigt.[3]
2012 war die Arctic Sunrise im Senegal unterwegs, um die Praktiken von Fischereiflotten zu dokumentieren und gegen Überfischung zu protestieren.[4]
- ↑ Kommunikationsdetails bei der International Telecommunication Union. Abgerufen am 1. Mai 2012.
- ↑ The Arctic Sunrise - History, Greenpeace International, abgerufen am 22. Juli 2011 (englisch)
- ↑ Greenpeace ship rammed by whalers, Greenpeace International, 8. Januar 2009, abgerufen am 7. Juli 2010
- ↑ Greenpeace gegen Überfischung unterwegs in Senegal, Mitteilung von Greenpeace, 16. Februar 2012.