Arealstatistik der Schweiz

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Die Arealstatistik der Schweiz des Bundesamtes für Statistik erhebt im Turnus von 12 Jahren Informationen zur Bodennutzung und -bedeckung der Schweiz auf der Grundlage von Luftbildern des Bundesamtes für Landestopographie (swisstopo). Nebst Statistiken stellt die Arealstatistik auch Geobasisdaten in Hektarauflösung für Geographische Informationssysteme (GIS) des Bundes[1], der Kantone, der Forschungsanstalten[2] und Hochschulen bereit. Außerdem liefert sie Inputs für nationale Programme[3] und Indikatorensysteme.

Als gesetzliche Basis dienen der Arealstatistik Art. 65, 73, 75, 77, 104 aus der Bundesverfassung[4], Art. 3 aus dem Bundesstatistikgesetz[5], der Bundesratsbeschluss vom 17. Februar 1982 sowie die Verordnung vom 30. Juni 1993 über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes (SR 431.012.1)[6], Stand 2004.

Die Arealstatistik wird in Form einer Punktstichprobenerhebung auf Luftbildern des Bundesamtes für Landestopographie durchgeführt. Es werden 4,1 Millionen Stichprobenpunkte im Raster von 100 mm ×  100 m gemacht.

Erfasst wird die Gesamtfläche der Schweiz auf den Ebenen Schweiz, Kantone, Bezirke, Gemeinden und Hektaren sowie beliebigen Raumeinheiten. Die Erfassungsmerkmale werden in 72 Kategorien zur Bodennutzung und Bodenbedeckung in den Bereichen Siedlung (Gebäude- & Industrieareal, Verkehrsflächen, Erholungsanlagen, Abbau, Deponie, Baustellen), Landwirtschaft (Ackerland, Wiesen, Weiden, Obstbau, Reb- & Gartenbau), bestockte Flächen (Wald, Gebüschwald, Gehölze) und unproduktive Flächen (Gewässer, unproduktive Vegetation, Fels, Sand, Geröll, Gletscher, Firn) unterteilt.

Die Arealstatistik wird seit 1979 alle 12 Jahre durchgeführt. Die Statistik entsteht jeweils im Folgejahr der Erstellung der Luftbildaufnahmen und ist spätestens zwei Jahre nach den entsprechenden Luftbildaufnahmen verfügbar. Die Luftbildaufnahmen des Bundesamtes für Landestopographie entstehen jeweils im Sechsjahresturnus (1979/85, 1992/97, 2004/09).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ARE, BAV, BAZL, BAFU, BLW, BAKOM
  2. WSL, ART, EAWAG
  3. Raumbeobachtung CH, Biodiversitätsmonitoring CH, hydrologische Untersuchungsgebiete
  4. Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999
  5. Bundesstatistikgesetz vom 9. Oktober 1992 (BStatG)
  6. Verordnung vom 30. Juni 1993 über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes (SR 431.012.1)