Arend Lijphart

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Arend Lijphart (* 17. August 1936 in Apeldoorn, Niederlande) ist einer der bekanntesten und einflussreichsten Politikwissenschaftler der Gegenwart. Er besitzt sowohl die niederländische als auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 1963 promovierte Lijphart in Yale und forschte und lehrte zuletzt an der University of California, San Diego. Dort wurde er 2001 emeritiert.

Lijpharts Forschungsgebiet ist die Vergleichende Politikwissenschaft. Bekannt wurde er im deutschen Sprachraum vor allem durch seine Studien „Democracies“ und „Patterns of Democracy“, in denen er zwischen zwei prototypischen Formen von Demokratie, nämlich die Konsensdemokratie und die Konkurrenzdemokratie, unterscheidet.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Democracy in Plural Societies: A Comparative Exploration (1977)
  • Democracies: Patterns of Majoritarian and Consensus Government in Twenty-One Countries (1984)
  • Power-Sharing in South Africa (1985)
  • Electoral Laws and Their Political Consequences (1986)
  • Parliamentary versus Presidential Government (1992)
  • Electoral Systems and Party Systems: A Study of Twenty-Seven Democracies (1994)
  • Patterns of Democracy: Government Forms and Performance in Thirty-Six Countries (1999)
  • Thinking about Democracy: Power Sharing and Majority Rule in Theory and Practice (2007)

Ehrungen[Bearbeiten]

1989 wurde Lijphart in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, von 1995 bis 1996 war er zudem der Präsident der American Political Science Association. 1997 erhielt Lijphart den renommierten Johan-Skytte-Preis für Politikwissenschaft. Im Jahr 2001 wurde Lijphart „für seine besonderen wissenschaftlichen Verdienste“ die Ehrendoktorwürde der Universität Leiden verliehen.

Weblinks[Bearbeiten]