Aresing

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aresing (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aresing
Aresing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aresing hervorgehoben
48.53333333333311.3426Koordinaten: 48° 32′ N, 11° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 426 m ü. NHN
Fläche: 29,89 km²
Einwohner: 2740 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86561
Vorwahl: 08252
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 113
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Aresing
St.-Martin-Str. 16
86561 Aresing
Webpräsenz: www.aresing.de
Bürgermeister: Klaus Angermeier (CSU)
Lage der Gemeinde Aresing im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
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Über dieses Bild

Aresing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Geografie[Bearbeiten]

Aresing liegt in der Planungsregion Ingolstadt vier Kilometer südlich von Schrobenhausen.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aresing, Autenzell, Gütersberg, Hengthal, Neuhof, Niederdorf, Oberlauterbach, Oberweilenbach, Rettenbach und Unterweilenbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Franz von Lenbach: Dorfstraße in Aresing (1856, Öl auf Leinwand)
Pfarrkirche St. Martin in Aresing
Maibaum vor dem Rathaus

Aresing gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schrobenhausen des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Aresing. Durch die am 1. Juli 1972 durchgeführte Gebietsreform erfolgte die Zusammenlegung der bis dahin selbstständigen Gemeinden Aresing, Lauterbach, Rettenbach und Weilenbach. Von Mai 1978 bis Dezember 1979 gehörte Aresing vorübergehend zur Verwaltungsgemeinschaft Schrobenhausen.

Die Bischof-Sailer-Volksschule wurde nach dem 1751 in Aresing geborenen und im Ort aufgewachsenen, katholischen Theologen Johann Michael Sailer benannt, der von 1829 bis zu seinem Tod 1832 Bischof von Regensburg war. Die Erwin-Lesch-Schule (Förderschule) wurde nach dem Heilpädagogen, Ausbilder von „Hilfsschullehrern“ und Verfasser von Lehr- und Schulbüchern Erwin Lesch benannt.

Der Aresinger Maler Johann Baptist Hofner (1832–1913), der vor allem als Tiermaler bekannt wurde, war mit dem aus Schrobenhausen stammenden „Münchner Malerfürsten“ Franz von Lenbach (1836–1904) befreundet. Lenbach wohnte 1853 bei Hofner in Aresing und besuchte danach häufig den Ort, um dort gemeinsam mit Hofner und später mit anderen Studenten der Akademie der Bildenden Künste in München zu malen. Dabei schuf Lenbach unter anderem 1856 sein Ölgemälde Dorfstraße von Aresing, das sich heute in der Neuen Pinakothek in München befindet. Von Hofner stammen das Deckengemälde und der Kreuzweg in der 1859 von Grund auf erneuerten Pfarrkirche St. Martin.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Lauterbach und Rettenbach sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Weilenbach eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.857, 1987 dann 2.341, 2000 2.773, 2007 2.709 und 2011 2.733 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Klaus Angermeier (CSU). Er wurde bei den Kommunalwahlen 2014 mit 60,8 % der Stimmen gewählt. Gegenkandidaten waren Georg Haas von den Freien Wählern (31,7 %) und Hubert Mayr von der SPD (7,5 %). Sein Vorgänger war Horst Rössler (SPD).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.095 T€, davon waren 95 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Aresing

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 232 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 70 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.006. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 6 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 7 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 101 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.811 ha, davon waren 1.475 ha Ackerfläche und 335 ha Dauergrünfläche.

Im Ortsteil Autenzell ist seit 2008 der Autoveredler G-Power angesiedelt, der sich vor allem mit dem Tuning von BMW-Modellen befasst.

Bildung[Bearbeiten]

  • Katholischer Kindergarten St. Martin, 100 Plätze in 4 Gruppen
  • Bischof-Sailer-Volksschule (Grund- und Hauptschule)
  • Erwin-Lesch-Schule (Förderschule)

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 567.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aresing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien