Aretha Franklin

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Aretha Franklin 2007

Aretha Louise Franklin (* 25. März 1942 in Memphis, Tennessee) ist eine US-amerikanische Soul-Sängerin und Pianistin. Sie wird auch die „First Lady of Soul“ oder „Queen of Soul“ genannt. In der 2008 von der Musikzeitschrift Rolling Stone veröffentlichten Liste Die 100 besten Sänger aller Zeiten steht sie auf dem ersten Platz.

Leben[Bearbeiten]

Aretha Franklin wurde am 25. März 1942 in Memphis, Tennessee geboren. Ihr Vater Clarence LaVaughn Franklin war ein bekannter Baptistenprediger in den Vereinigten Staaten. Aretha wuchs mit vier Geschwistern in der Industriemetropole Detroit (US-Bundesstaat Michigan) auf. Schon sehr früh kam sie durch ihren Vater mit der Musik in Berührung. Sie sang mit ihren beiden Schwestern Carolyn und Erma im Chor der „New Bethel Baptist Church“ ihres Vaters. Bekannte Musiker und Sänger wie Mahalia Jackson, Sam Cooke, Clara Ward und die Ward Sisters erschienen zu den Gottesdiensten. Gesangs- und Klavierunterricht nahm Aretha bei James Cleveland.

1956 erschien ihre erste LP, ein Gospelalbum. Im Alter von 18 Jahren begann sie, neben der Gospelmusik auch Popmusik aufzunehmen. Bei Columbia Records wurde 1960 ihre erste Popschallplatte veröffentlicht. Die LP blieb zwar ohne Erfolg, doch eröffnete sie ihr eine neue Karriere als Clubsängerin. 1967 wechselte sie zu Atlantic Records und schaffte dort den Durchbruch gleich mit ihrer ersten Single I Never Loved a Man (The Way I Love You), die sich über eine Million Mal verkaufte. Mit dem Lied Respect wurde sie Ende der 1960er Jahre endgültig zu einer der Ikonen der schwarzen Musik in den USA und das Lied wurde in ihrer Interpretation zu einer Hymne der afroamerikanischen US-Bevölkerung.

Nach ihrem Auftritt in dem Film Blues Brothers wechselte sie 1980 zu Arista Records und konnte an ihre alten Erfolge mit weiteren Nummer-eins-Hits und Grammys anknüpfen. Ihre erfolgreichsten Alben wurden Jump to It (produziert von Luther Vandross), Who’s Zoomin’ Who (produziert von Narada Michael Walden) und A Rose Is Still a Rose. In ihren Arista-Jahren nahm sie viele Duette auf, unter anderem I Knew You Were Waiting (For Me) mit George Michael, Sisters Are Doing It for Themselves mit Annie Lennox von den Eurythmics, Gimme Your Love mit James Brown und Through the Storm mit Elton John. 1998 sprang sie gar für Luciano Pavarotti ein und sang Puccinis Opernarie Nessun dorma. 1999 erschien ihre Autobiografie From These Roots.

Für ihr Duett mit Mary J. Blige erhielt Aretha Franklin im Frühjahr 2007 bei der 50. Grammy-Verleihung ihren 20. Grammy Award. 2008 erschien ihr erstes Weihnachtsalbum This Christmas Aretha. Am 20. Januar 2009 sang sie anlässlich der Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama vor etwa zwei Millionen Menschen. 2011 erschien auf ihrem eigenen Label Aretha’s Records A Woman Falling Out of Love. Kurz darauf kehrte sie zu einem großen Label zurück und veröffentlichte 2014 auf RCA Records ein Coveralbum mit Pop- und Soulklassikern.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Aretha Franklin/Diskografie

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1962 The Tender, the Moving, the Swinging
Aretha Franklin
69
(? Wo.)
1965 Runnin’ Out of Fools 84
(? Wo.)
1965 Yeah!!! 101
(? Wo.)
1966 Soul Sister 132
(? Wo.)
1967 Aretha Arrives 5 Gold
(? Wo.)
1967 I Never Loved a Man the Way I Love You 36
(2 Wo.)
2
(? Wo.)
1967 Take a Look at Aretha Franklin 173
(? Wo.)
1968 Aretha: Lady Soul 18
(12 Wo.)
25
(18 Wo.)
2 Gold
(? Wo.)
1968 Aretha Now 26
(24 Wo.)
6
(11 Wo.)
3 Gold
(? Wo.)
1969 Aretha Franklin: Soul ’69 15
(? Wo.)
1969 Aretha in Paris 13
(? Wo.)
1970 Spirit in the Dark 25
(? Wo.)
1970 This Girl’s in Love with You 17
(? Wo.)
1971 Aretha Live at Fillmore West 7 Gold
(? Wo.)
1972 Amazing Grace 7 Doppelplatin
(? Wo.)
1972 Young, Gifted & Black 11 Gold
(? Wo.)
1973 Hey Now Hey (The Other Side of the Sky) 30
(? Wo.)
1974 Let Me in Your Life 14
(? Wo.)
1975 With Everything I Feel in Me 57
(? Wo.)
1975 You 83
(? Wo.)
1976 Sparkle 18 Gold
(? Wo.)
1977 Sweet Passion 49
(? Wo.)
1978 Almighty Fire 63
(? Wo.)
1979 La Diva 146
(? Wo.)
1981 Love All the Hurt Away 36
(? Wo.)
1982 Jump to It 23 Gold
(? Wo.)
1983 Get It Right 36
(? Wo.)
1985 Who’s Zoomin’ Who? 46
(16 Wo.)
21
(8 Wo.)
49 Silber
(12 Wo.)
13 Platin
(51 Wo.)
1986 Aretha 45
(3 Wo.)
23
(3 Wo.)
51
(13 Wo.)
32 Gold
(39 Wo.)
1987 One Lord, One Faith, One Baptism 106
(16 Wo.)
1989 Through the Storm 61
(10 Wo.)
19
(5 Wo.)
46
(1 Wo.)
55
(18 Wo.)
1991 What You See Is What You Sweat 34
(2 Wo.)
26
(6 Wo.)
153
(7 Wo.)
1998 A Rose Is Still a Rose 46
(2 Wo.)
36
(6 Wo.)
30 Gold
(15 Wo.)
1998 VH1 Divas Live 39
(10 Wo.)
11
(12 Wo.)
11
(14 Wo.)
21
(? Wo.)
mit Mariah Carey, Gloria Estefan,
Shania Twain, Céline Dion und Carole King
2003 So Damn Happy 33
(11 Wo.)
2008 This Christmas Aretha 102
(7 Wo.)
2011 A Woman Falling Out of Love 54
(2 Wo.)
2014 Sings the Great Diva Classics 30
(2 Wo.)
32
(2 Wo.)
13
(1 Wo.)

Filmografie[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

Aretha Franklin erhielt zahlreiche Musikpreise, darunter auch mehrere Grammy Awards. Den Grammy Award for Best Female R&B Vocal Performance erhielt sie elfmal, zusätzlich 1968 den Grammy Award for Best R&B Performance. 1987 wurde sie am 3. Januar[3] als erste Frau in die ein Jahr zuvor gegründete Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und 1990 wurde sie mit dem Grammy Living Legends Award. 1994 erhielt sie den Lifetime Achievement Award und 2005 wurde ihr die Presidential Medal of Freedom durch George W. Bush überreicht. 2012 wurde sie in die Gospel Music Hall of Fame der Gospel Music Association aufgenommen. Am 12. Juli 2014 wurde ein Asteroid nach ihr benannt: (249516) Aretha.

Trivia[Bearbeiten]

  • Aretha Franklin hat seit einem Zwischenfall im Jahre 1984 extreme Flugangst, weshalb sie seit Mitte der 1980er Jahre ausschließlich in Nordamerika auftritt. Im Jahre 1983 besuchte sie das letzte Mal Europa.[4]
  • 2010 wurde in Deutschland eine Werbung der Schokoriegel-Marke Snickers eingeführt, in der Franklin eine Diva verkörpert.[5] Den von Regisseur Craig Gillespie und Kameramann Emmanuel Lubezki für BBDO New York gedrehten Spot gibt es in den USA in abgewandelter Form auch. Dort spielt Franklin neben Liza Minnelli, die auch einen zur Diva gewordenen Mann mimt.
  • 2015 tritt sie im Werbespot der Kreditkarte American Express auf, in welchem sie aus ihrem Leben erzählt.[6]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mark Bego: Aretha Franklin - Queen of Soul. Edel, Hamburg 2012

Quellen[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: Singles Alben US1 US2 / US – VH1 Divas Live
  2. Gold-/Platin-Datenbanken: UK US
  3. hamilton.edu: Aretha Franklin (englisch), abgefragt am 2. Januar 2012
  4. Interview, The Webdy Williams Show, März 2011, YouTube.com, ab Minute 2:00, abgerufen am 16. August 2011
  5. http://www.bbdo.de/cms/de/news/2010/archive/2010-08-15.html
  6. https://www.youtube.com/watch?v=uLOugSN1ol8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aretha Franklin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien