Argot
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Das Argot ist ursprünglich die Bezeichnung für den Soziolekt der Bettler und Gauner Frankreichs im Mittelalter, der dem Rotwelschen entspricht. Der Begriff wird teilweise heute auch für die einfache Umgangssprache Frankreichs benutzt. Besondere Spielarten sind das Metzger-Argot Loucherbème, das Javanais und die heute noch weit verbreitete Jugendsprache Verlan (hier wird die Reihenfolge der Silben umgekehrt).
Der Begriff wird übertragen auch für jede Form von Gruppensprachen genutzt, die teils absichtlich von der Standardsprache abweicht, um eine Art Geheimsprache zu ermöglichen. Das führt zum Teil dazu, dass Begriffe häufiger neu geprägt werden, wenn Wörter in die Umgangssprache Einzug halten.
Victor Hugo verwendet im Roman Les Misérables häufig Argot.[1] In den deutschen Ausgaben werden diese Passagen meist als unübersetzbar ausgelassen.
[Bearbeiten] Literatur
- François Caradec: "Dictionnaire du français argotique & populaire" Paris, 2001, Larousse
- Jean-Paul Colin: "Dictionnaire de l'argot français et de ses origines", Paris, 1990, Larousse, überarbeitete Neuauflage 1999
- Robert Giraud: "L'Argot tel qu'on le parle", Paris, 1981, Ed. Jacques Grancher
- Luc Etienne und Alphonse Boudard: "La Méthode à Mimile: l'argot sans peine", Paris, 1970, Jeune Parque

