Arimannen

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Arimannen (auch exercitales) waren Wehrbauern im Langobardenreich und der nachfolgenden Karolingerzeit, die zur Verteidigung eines Landstriches (vermutlich in Norditalien und Südösterreich) eingesetzt wurden.

Aufgaben[Bearbeiten]

Arimannen gelten als die freien Langobarden, die besondere Verpflichtungen hatten. [1] In Der Schlern von 1983 heißt es: So werden noch im hohen Mittelalter die Wehrbauern als Arìmannen bezeichnet, die als freie Krieger zur Verteidigung der Grenzwerke unter dem Befehl eines Burghauptmanns oder Gastalden standen, oder in nächster Nähe der Burg auf Dienstgütern in zeitlich unbegrenzter erblicher Dienstpflicht angesiedelt wurden wie im Falle von Schloß Formigar Fírmian (Sigmundskron).[2] Diese Dienstgüter nannte man Arimannien.

Literatur[Bearbeiten]

  • G. Tabacco: Arimannia, Arimannen. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 1, Artemis & Winkler, München/Zürich 1980, ISBN 3-7608-8901-8, Sp. 932–933.
  • Jahrbuch für vergleichende Volkskunde «Die Nachbarn» I. Band. Herausgegeben von Will Erich Peuckert. Verlag von Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen Seite 111-129

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günther Franz:Deutsches Bauerntum im Mittelalter, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1976, ISBN 3534064054, Seite 120ff
  2. DER SCHLERN, Monatszeitschrift für Südtiroler Landeskunde, Verlagsanstalt Athesia, Bozen 57. Jahrgang, Juli 1983, Heft 7, Seite 363 (PDF; 1,1 MB),