Arinto de Bucelas

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Arinto de Bucelas
Synonyme Perdeñá – für weitere siehe Abschnitt Synonyme
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe grün
Verwendung
Herkunft Portugal
VIVC-Nr. 602
Liste von Rebsorten

Arinto de Bucelas ist eine Weißweinsorte. Sie wird nur in Portugal angebaut und ist schon relativ alt. Sie ähnelt wegen ihrer feinen Säure dem Riesling, die beiden Sorten sind allerdings nicht miteinander verwandt. Die Sorte heißt auch Padernao, Cerceal oder Chapeludo. In Bucelas wird der Weißwein "Bucelas" gekeltert, und der Anteil von Arinto muss in diesen Weinen mindestens 75 % betragen. Auch der Vinho Verde enthält Arinto-Trauben.

Die Sorte ist ertragsschwach und anfällig gegen Rohfäule. Die Pflanze reagiert sensibel gegen Trockenstress. Aufgrund der guten Qualität der aus ihr erzeugten Weißweine lag die weltweite Anbaufläche bei 4446 ha. [1] In anderen Veröffentlichungen ist von 3175 ha (Jancis Robinson, Jahr 2010) bzw. 5600 ha (Hans Jörg Böhm, Erhebungsdatum unbekannt) die Rede.

Siehe auch die Artikel Weinbau in Portugal und Weinbau in Spanien sowie die Liste von Rebsorten.

Synonyme[Bearbeiten]

Die Rebsorte Arinto de Bucelas ist auch unter den Namen Arinto, Arintho, Arintho du Dão, Arinto Cachudo, Arinto Galego, Assario Branco, Boal Cachudo, Cerceal, Chapeludo, Malvasia Fina, Padernao und Pedreña (in Spanien) bekannt.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist weißwollig behaart. Die Jungblätter sind gelblich und bronzefarben gefleckt (Anthocyanflecken).
  • Die großen dunkelgrünen Blätter (siehe auch den Artikel Blattform) sind schwach fünflappig. Die Stielbucht ist lyren-förmig geschlossen. Das Blatt ist stumpf gezähnt.
  • Die Traube ist mittelgroß bis groß. Die rundlichen bis leicht ovalen Beeren sind mittelgroß bis groß und von goldgelber Farbe.

Arinto ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. 1. Auflage. Hachette Livre, 2000, ISBN 2-0123633-18.
  •  Jancis Robinson, Julia Harding, José Vouillamoz: Wine Grapes. A complete guide to 1368 vine varieties, including their origins and flavours. 1. Auflage. ecco, 2012, ISBN 978-0-06-220636-7.
  •  Hans Jörg Böhm: Rebsortenatlas Spanien und Portugal. Geschichte, Terroir und Ampelographie.. 1. Auflage. Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-7682-3.
  •  Wolfgang Hubert, David Schwarzwälder: Portugal und seine Weine. 2. Auflage. Hallwag, Gräfe und Unzer Verlag, München, 2008, ISBN 978-3-8338-0641-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anderson, K. and N. R. Aryal: Database of Regional, National and Global Winegrape Bearing Areas by Variety, 2000 and 2010, Wine Economics Research Centre, University of Adelaide, December 2013 (first revision April 2014) (second revision May 2014) (third revision July 2014).