Ariolasoft
| Ariolasoft | |
|---|---|
| Rechtsform | Tochterunternehmen von Ariola |
| Gründung | 1982 |
| Auflösung | 1990 |
| Auflösungsgrund | Ausgliederung aus dem Konzern |
| Sitz | |
| Branche | Softwareentwicklung |
| Produkte | Computerspiele |
Ariolasoft (später United Software) war ein deutsches Softwareunternehmen.
Inhaltsverzeichnis |
Unternehmensgeschichte [Bearbeiten]
Ariolasoft wurde 1982 als Tochter des Plattenlabels Ariola gegründet. Als Tochter von Ariola war Ariolasoft Teil der BMG-Gruppe. Beginnend mit den Titeln des US-Entwicklers und -Publishers Activision brachte Ariolasoft Spiele, Anwendungs- und Lernprogramme auf den deutschen Markt. Weitere Publisher, deren Titel Ariolasoft vermarktete, waren u.a. Synapse Software, Electronic Arts, Brøderbund, HESware und Creative Software.
Weiter veröffentlichte Ariolasoft auch Spiele deutscher Programmierer für diverse Heimcomputer. Die bekanntesten Eigenveröffentlichungen aus dieser Zeit sind die Handelssimulation Hanse und das Text-Grafik-Adventure „Ooze“. 1989 wurde für den Vertrieb eigener Produktionen das Label „Art Edition“ ins Leben gerufen. Außerdem veröffentlichte Ariolasoft zwischen 1987 und 1988 auch Spiele für das Sega Master System in Deutschland.
Im Jahr 1990 war Ariolasoft auf dem bundesdeutschen Markt führend beim Vertrieb von Spielsoftware.[1] Zusammen mit den Konkurrenten Rushware und U.S. Gold deckte man 90 % des Marktes ab.[1]
1990 trennte sich Ariola von der Softwaresparte, sodass Ariolasoft umbenannt werden musste. Als neuer Name wurde United Software gewählt. 1993 wurde United Software von MicroProse Germany übernommen. 1998 erfolgte deren Übernahme von Hasbro, 2001 von Infogrames. Diese haben sich 2003 in Atari umbenannt.
Veröffentlichte Spiele [Bearbeiten]
- Aztec Challenge
- Blue Max 2001
- Choplifter!
- Das Magazin
- David’s Midnight Magic
- Hanse
- Kaiser
- Rainbow Walker
- Schreckenstein
- Shamus:Case II
- The Mask of the Sun
- They Stole a Million
- Vermeer
Literatur [Bearbeiten]
- Activisions Geburt in Deutschland. Ein Interview mit Winrich Derlien. Auf: computerspielgeschichten.de, 2006.
Weblinks [Bearbeiten]
- Ariolasoft bei MobyGames (englisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Hans-Dieter Kübler: Medien für Kinder. Von der Literatur zum Internet-Portal. Ein Überblick. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-531-13824-3. S. 141.