Arkadi Arkadjewitsch Babtschenko

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Arkadi Arkadjewitsch Babtschenko (russisch Аркадий Аркадьевич Бабченко; * 18. März 1977 in Moskau) ist ein russischer Journalist und Autor.

August 2008

Leben[Bearbeiten]

Babtschenko wurde mit achtzehn Jahren zum Militärdienst herangezogen und 1996 nach Tschetschenien versetzt, wo er vier Jahre lang — völlig unvorbereitet und nur unzureichend ausgerüstet — im Ersten und teilweise Zweiten Tschetschenienkrieg kämpfte. Später kehrte er in seine Heimatstadt Moskau zurück, studierte Jura und wurde Journalist für die russische Zeitung Nowaja Gaseta, für die unter anderem auch Anna Politkowskaja bis zu ihrem Tod arbeitete.

Seine Eindrücke im Krieg verarbeitete er in seinem Buch, das 2007 in deutscher Übersetzung mit dem Titel Die Farbe des Krieges veröffentlicht wurde. Im August 2008 fuhr Arkadi nach Südossetien, wo er als Journalist tätig war. Dort kämpfte er einst um ein kleines südossetisches Dorf.

Arkadi Babtschenko wird wie Alexander Karasjow und Sachar Prilepin zu den Vertretern des russischen Neuen Realismus des 21. Jahrhunderts gezählt und setzt die Tradition der „Leutnantsprosa“ der 1960er- und 1970er- und der Militärprosa der 1990er-Jahre fort.[1]

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Vlada Menz: Berichte eines lebenden Toten. Die Zeit-Online, 22. Februar 2007.
  • Jana Simon: Der Kriegversehrte. In: Die Zeit 11 (2007), S. 61.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Аристов, Денис (Aristow, Denis): “О природе реализма в современной русской прозе о войне (2000-е годы)”. In: Journal Perm State Pedagogical University, 2011 (2). [1] (PDF; 231 kB) Abgerufen am 17 April 2013. (In the article Russian military fiction of the 2000-s is regarded: its problems, genesis and functioning in the modern literary process, reader and critic reception. Naturalistic, realistic poetics of Arkadi A. Babtschenko, A. Karasjow and S. Prilepin, sharply contrasting with postmodernist poetics of Russian prose of the late XXth century and determining critics to speak about “new realism”, is considered in the context of precedent literary tradition, the tradition of “lieutenants prose” of the 1960-1970-s (novels and stories by J. Bondarew, G. Baklanow, K. Worobjow, Wassil Bykau) and military prose of the early 1990-s (works by W. Astafjew, O. Jermakow)).