ArmA 3

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
ArmA 3
ArmA 3 Logo (Black Transparent).png
Entwickler Bohemia Interactive
Publisher 505 Games, IDEA Games , Peter Games
Erstveröffent-
lichung
Alpha: 5. März 2013

Beta: 25. Juni 2013

Vollversion: 12. September[1]
Plattform Windows Vista oder höher
Spiel-Engine Real Virtuality 4
Genre Taktik-Shooter, Militärsimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler (100+ Spieler, LAN und Internet)
Steuerung Tastatur, Maus, Joystick
Systemvor-
aussetzungen
Betriebssystem:
Windows Vista SP2 / 7 SP1
Prozessor: Dual-Core 2,4GHz
Grafikkarte:
NVIDIA GeForce 8800GT
ATI Radeon HD 3830
Intel HD Graphics 4000
VRAM: 512MB
DirectX: 10
Arbeitsspeicher: 2GB
Festplatte: 15GB Freier Speicher
Sonstiges: Internetverbindung und Steam-Account
Medium 1 PC DVD-ROM, Digital (Steam)
Sprache Englisch, Untertitel Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
PEGI ab 16 Jahren empfohlen

ArmA 3 ist ein Taktik-Shooter, der am 12. September 2013 auf Steam erschienen ist.[2] Anfang Juni 2012 wurden bereits Bilder auf der Spielemesse E3 in Los Angeles gezeigt. Das Computerspiel ist der Nachfolger von ArmA 2.

Spielbeschreibung[Bearbeiten]

ArmA 3 ist ein Taktik-Shooter der in der nahen Zukunft angesiedelt ist. Im Jahre 2034 wurde die Türkei von Naturkatastrophen heimgesucht und der Iran nutzt diesen Umstand, um bis nach Griechenland zu expandieren. Die NATO greift ein und muss die Invasoren wieder zurückdrängen. Der Spieler kann zwischen einer großen Hauptkarte und einer kleineren Karte wählen, wie dies schon in ArmA 2 der Fall war. In ArmA 3 sind es die zwei griechischen Inseln „Altis“ (ehemals „Lemnos“) und „Stratis“.

Fraktionen[Bearbeiten]

  • NATO
  • CSAT
  • AAF
  • Zivilisten der Republik von Altis und Stratis

Entwicklung[Bearbeiten]

Das Spiel wurde mit der neuen Real Virtuality 4 Engine erstellt und dem Spieler ist es nun sogar möglich als Kampfschwimmer unter Wasser in eine detaillierte Unterwasserwelt abzutauchen.

Nachdem Projektleiter Daniel Musil Bohemia Interactive verließ, übernahm im Dezember 2012 Joris-Jan van ‘t Land die Leitung des Projekts. Auch wurde der geplante Veröffentlichungstermin auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2013 verschoben. Als Begründung für die Verzögerung wurde unter anderem die Inhaftierung zweier Mitarbeiter (siehe Abschnitt Kontroversen) genannt.[3]

Die griechische Insel Limnos (engl. Lemnos) wurde als Schauplatz ausgewählt nachdem der CEO von Bohemia Interactive, Marek Spanel, die Insel einige Jahre zuvor während einer Urlaubsreise besucht hatte. Nach der Inhaftierung zweier Mitarbeiter auf der Insel beschloss Bohemia, die Insel im Spiel in „Altis“ umzubenennen.[4]

Die Öffentlichkeit wurde bereits früh in die Entwicklung mit einbezogen. Am 5. März 2013 wurde die Alpha Version veröffentlicht, die bereits von der Allgemeinheit zu erwerben war.[5] Dabei konnten die Nutzer Bugs und Vorschläge einreichen um das Spiel zu verbessern. Am 25. Juni 2013 veröffentlichte Bohemia Interactive die Beta Version des Spiels.[6] Auch hier konnten den Entwicklern Fehler gemeldet werden, die dann in der Vollversion und in Beta Patches behoben wurden.

Kontroversen[Bearbeiten]

Im September 2012 wurden zwei Entwickler des Spieles, Ivan Buchta und Martin Pezla, auf der griechischen Insel Limnos verhaftet und inhaftiert. Sie werden der Spionage verdächtigt. Laut Angaben der griechischen Regierung kundschafteten die beiden Entwickler die Insel aus und fotografierten und filmten militärische Einrichtungen.[7] Die Entwickler sollen ausgesagt haben, dass sie diese Aufnahmen für das Spiel anfertigten, an dessen Entwicklung sie beteiligt sind.[8] Bohemia Interactive gab dagegen an, dass ihre Angestellten sich auf einer privaten Urlaubsreise dort befanden.[7]

Die Gerichtsverhandlung verzögerte sich aufgrund eines Streiks im griechischen Justizsystem. Bohemia Interactive forderte Fans auf, sich schriftlich an das Außenministerium und die Botschaft zu wenden.[9] Im November 2012 wandte sich Tschechiens Präsident Václav Klaus in einem öffentlichen Schreiben an den griechischen Präsidenten Karolos Papoulias und bat ihn, dieser Angelegenheit besondere Aufmerksamkeit zu widmen.[10]

Im Januar 2013 wurden beide Entwickler gegen Zahlung einer Kaution von je 5.000 Euro entlassen und durften nach Tschechien zurückkehren.[11]

Im September 2012 wurde der Import des Spiels im Iran verboten, da iranische Truppen im Spiel als Feinde der NATO dargestellt werden.[12]

Multiplayer-Mission Altis Life[Bearbeiten]

Altis Life ist eine Multiplayer-Mission, die vom Moder Taw Tonic entwickelt wurde. Bei Altis Life handelt es sich um ein Role-Play-Game (Rollenspiel), im Laufe dessen man auf der Insel Altis ankommt und nur über wenig Startkapital verfügt. Ziel dieses Lebens ist es den Tag zu überstehen. Auf der Insel kann man mit verschiedenen legalen Aktivitäten, wie Kupfer abbauen und verkaufen, nachgehen oder seine Dienste als Taxifahrer anbieten, sowie mit illegalen Aktivitäten, beispielsweise dem Abbau und Verkauf von Kokain oder dem Ausrauben anderer Spieler, sein Geld verdienen.

Die Modifikation ist an die Realität angelehnt, dementsprechend müssen auch Gesetze (individuell variierende Server-Regeln) eingehalten werden. Beispielsweise ist es nicht erlaubt, ohne einen, zuvor gegen Ingame-Währung zu erwerbenden, Führerschein, ein Fahrzeug zu führen. Um die Einhaltung der Gesetze kümmert sich die Polizei. Diese wird, wie auch Zivilisten und Rebellen, von Spielern gespielt. Auf einigen Servern gibt es Notärzte, welche die Fähigkeit haben, Personen nach dem Tod wiederzubeleben. Eine besondere Eigenschaft dieser Mod ist dass fast alle Charaktere, bis auf die Händler und Verarbeiter, von anderen Spielern gespielt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizieller Countdown zum Release der Vollversion. 5. März 2013, abgerufen am 18. August 2013 (englisch).
  2. ARMA 3 RELEASES ON SEPTEMBER 12. 8. August 2013, abgerufen am 9. August 2013 (englisch).
  3. Andre Linken: ARMA 3 - Release der Militärsimulation verschoben. In: gamestar.de. 13. Dezember 2012, abgerufen am 14. Dezember 2012.
  4. Alexa Ray Corriea: Bohemia Interactive renames Arma 3 island to avoid 'undesired real-life connotations'. In: Polygon. 1. Februar 2013, abgerufen am 5. Februar 2013 (englisch).
  5. NEW TRAILER LAUNCHES ARMA 3 ALPHA. In: Arma 3 Official Website. 5. März 2013, abgerufen am 9. August 2013 (englisch).
  6. ARMA 3 BETA AVAILABLE ON JUNE 25th. 20. Juni 2013, abgerufen am 9. August 2013.
  7. a b Mike Williams: ArmA III developers arrested in Greece. In: GamesIndustry International. 12. September 2012, abgerufen am 25. November 2012.
  8. Greek police arrest two Czech men over suspected spying. In: ČeskéNoviny.cz. 11. September 2012, abgerufen am 25. November 2012.
  9. Rachel Weber: Bohemia devs' release delayed. In: GamesIndustry International. 15. Oktober 2012, abgerufen am 25. November 2012.
  10. Rachel Weber: Czech president joins ArmA 3 dev cause. In: GamesIndustry International. 22. November 2012, abgerufen am 25. November 2012.
  11. Mike Rose: Arma espionage suspects finally released on bail. In: Gamasutra. 15. Januar 2013, abgerufen am 15. Januar 2013.
  12. S. Isayev, T. Jafarov: Iran denies licence to ArmA III computer game. In: Trend.az. 19. September 2012, abgerufen am 25. November 2012.