Armand de Las Cuevas

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Armand de Las Cuevas 1993 bei Paris-Nizza

Armand de Las Cuevas (* 26. Juni 1968 in Troyes) ist ein ehemaliger französischer Radrennfahrer.

Armand de Las Cuevas war Profi-Rennfahrer vom 1989 bis 1998. Er galt Anfang der 1990er Jahre als einer der besten Zeitfahrer. 1991 wurde er Französischer Straßenmeister und gewann den Grand Prix de Plouay. In den folgenden Jahren konnte er sich bei zahlreichen Rennen gut platzieren. 1987 gewann er die Tour de Bretagne, 1990 den Grand Prix Ouest France, 1992 den Étoile de Bessèges, 1993 den Grand Prix des Nations sowie Paris–Camembert, 1994 die Burgos-Rundfahrt, die Clásica San Sebastián und die Trophée des Grimpeurs, 1995 die Coupe de France, 1998 das Critérium du Dauphiné und die Route du Sud. 1990 wurde er zudem Dritter in der Einerverfolgung bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften in Maebashi.

Jeweils dreimal nahm de Las Cuevas an der Tour de France teil (1992, 1994 und 1995) sowie am Giro d’Italia (1992, 1993 und 1994), bei dem er 1994 die neunte Etappe (ein Einzelzeitfahren) gewann und für einen Tag das Rosa Trikot trug.

1998 trat de Las Cuevas vom aktiven Radsport zurück aus Ärger darüber, dass er trotz seiner Erfolge in jenem Jahr von seinem Team nicht für die Tour nominiert worden war. Seinen Plan, den damals gültigen Stundenweltrekord von Eddy Merckx aus dem Jahre 1972 zu schlagen, setzte er nie um. Ein versuchtes Comeback scheiterte 2006 an einem positive Doping-Test. Schon zuvor war er als Kunde des als Doping-Arzt bekannten Michele Ferrari aufgefallen.

Armand de Las Cuevas gilt als schwieriger Charakter, der immer wieder Probleme mit seinen Sportlichen Leitern sowie seinen Mannschaftskollegen hatte. Heute ist er Sportdirektor einer Mannschaft in La Réunion.

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