Armando Guebuza

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Armando Guebuza (2006)

Armando Emílio Guebuza (* 20. Januar 1943 in Mosambik) ist der amtierende Präsident von Mosambik.

Leben[Bearbeiten]

Er kandidierte für die FRELIMO bei den Wahlen im Dezember 2004, die er mit 63,7 Prozent der Stimmen gewann. Die Ergebnisse der Wahl werden allerdings von internationalen Beobachtern in Zweifel gezogen (vgl. Link zur Webseite „Wahlen in Mosambik“ unten). Am 2. Februar 2005 nahm er die Amtsgeschäfte auf. Guebuza ist früheres Mitglied des Politbüros der Partei und diente kurz in einem zehn Mann starken Übergangsrat nach dem Tod von Samora Machel bei einem Flugzeugabsturz im Jahr 1986.

Er wurde im Alter von 20 Mitglied der FRELIMO, kurz nachdem die Partei den Unabhängigkeitskrieg gegen Portugal begonnen hatte. Als die Unabhängigkeit 1975 erreicht wurde, war Guebuza bereits ein wichtiger General und Führer in der FRELIMO geworden. Unter Machel wurde er Innenminister und verordnete, dass alle Portugiesen das Land innerhalb von 24 Stunden mit nur 20 Kilogramm Gepäck verlassen mussten. Während der 1980er Jahre entwickelte Guebuza ein unbeliebtes Programm, das unter dem Namen „Operation Produktion“ bekannt wurde und in dem arbeitslose Landbewohner in Städte im Norden umgesiedelt wurden. Nach dem Tode Machels war er Mitglied im Untersuchungsausschuss des Flugzeugabsturzes, der aber zu keinem definitiven Ergebnis kam.

Nach der Abschaffung der sozialistischen Wirtschaftspolitik durch Präsident Joaquim Chissano, die auch die Privatisierung staatlicher Unternehmen beinhaltete, wurde Guebuza ein erfolgreicher und gut verdienender Geschäftsmann, er war in der Bau- und Fischindustrie und im Export aktiv.

Guebuza leitete die Delegation der FRELIMO bei den Friedensgesprächen zur Beendigung des mosambikanischen Bürgerkriegs in Rom (1990–1992).[1]

Bei den Präsidentschaftswahlen am 1. und 2. Dezember 2004 wurde er mit 63,74 % der Wählerstimmen zum Nachfolger von Präsident Joaquim Chissano gewählt. Bei der Präsidentschaftswahl am 28. Oktober 2009 wurde er mit 75,01 % in seinem Amt bestätigt.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Renato Matusse: Guebuza. A passion for the land. Macmillan Moçambique Publishers Ltd, Maputo 2006, ISBN 978-0-7978-2789-9
  • Armando Emilio Guebuza, in: Internationales Biographisches Archiv 11/2005 vom 19. März 2005, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Roberto Morozzo della Rocca. Mosambik. Frieden schaffen in Afrika. Echter, Würzburg 2003. ISBN 3429025826
  2. http://www.clubofmozambique.com/solutions1/sectionnews.php?secao=mozambique&id=16654&tipo=one