Armbrust (Panzerabwehrwaffe)
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Die Armbrust ist eine von MBB mit eigenen Mitteln entwickelte deutsche Panzerabwehrhandwaffe.
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[Bearbeiten] Geschichte
Bis zur Entwicklung der Armbrust litten Panzerabwehrhandwaffen an einigen sehr offensichtlichen Mängeln. Man war nicht in der Lage sie aus geschlossenen Räumen oder gar Fahrzeugen abzufeuern, ohne die restliche Besatzung erheblich zu gefährden. Rauch -und Flammenentwicklung verraten die Position des Schützen zudem sehr schnell. Bei MBB versuchten die Ingenieure Ende der 1980er-Jahre nun diese Probleme auszuräumen. Das Ergebnis war die leichte Panzerabwehrwaffe Armbrust. Armbrust ist in der Lage aus Fahrzeugen und kleinen Räumen abgefeuert zu werden. Hinter dem Schützen muss lediglich ein Freiraum von 80 cm herrschen. Da die Bundeswehr jedoch schwereren Waffen wie der Panzerfaust 3 den Vortritt gab und sonst auf Lenkwaffensysteme, wie etwa MILAN setzte, wurde Armbrust nur bei einigen wenigen Einheiten eingeführt. Ebenso übernahmen einige Spezialeinheiten, wie etwa die amerikanische Delta Force das Gerät. MBB zeigte sich vom mangelnden Erfolg enttäuscht und verkaufte die Lizenzen zur Produktion der Waffe nach Belgien an die Firma PRB und nach Singapur an ST Kinetics. Dort wird die Waffe heute noch produziert. In Deutschland wurde die Produktion eingestellt.
[Bearbeiten] Technik
Armbrust ist eine einmal verwendbare, leichte Panzerabwehrhandwaffe. Hauptunterschied zu anderen Granatwaffen sind vor allem die 5.000 kleinen Kunststoffkügelchen, diese sind als Gegengewicht im hinteren Ende des Rohres angebracht sind. Beim Abfeuern des Geschosses fangen diese den Raketenschub ab und werden nach hinten hinausgeschleudert. Daher müssen nur 80 cm hinter dem Schützen Platz bleiben. Sogenannte schwimmende Kolben verhindern den verräterischen Flammenausstoß und die Rauchentwicklung, schützen somit also den Schützen vor frühzeitiger Erkennung. Serienmäßig ist Armbrust mit dem Laserzielbeleuchter LATAM ausgerüstet. Damit ist das Gerät nacht- und allwettertauglich. Zu Steigerung der Trefferwahrscheinlichkeit kann ein rechnergestütztes, wiederverwendbares Zielsystem verwendet werden.
Hauptsächlich verwendet wird ein HEAT-Geschoss zur Panzerbekämpfung. Es können aber auch Sprenggeschosse und Sprengeschosse mit Splitterwirkung verwendet werden.
[Bearbeiten] Technische Daten
- Rohrkaliber: 67 mm
- Geschossdurchmesser: 80 mm
- Rohrlänge: 850 mm
- Masse (Starter/Geschoss): 6,3 kg
- effektive Reichweite: 300 m
- maximale Reichweite: 1.500 m
- Durchschlagsleistung: 300 mm (bei 300 m Schussentfernung)
- Mündungsgeschwindigkeit: 220 m/sek
[Bearbeiten] Nutzerländer
Deutschland, Vereinigte Staaten, Singapur, Belgien, Kroatien, Kambodscha
[Bearbeiten] Literatur
- Christopher F. Foss/David Miller: Moderne Gefechtswaffen. Verlag Stocker Schmid, Dietikon, 1989, ISBN 3-7276-7092-4-
[Bearbeiten] Weblinks
- Armbrust bei world.guns.ru (engl.)

