Armin Dassler

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Armin A. Dassler (* 15. September 1929 in Herzogenaurach; † 14. Oktober 1990) war ein deutscher Unternehmer und Sportschuhfabrikant. Er war der Sohn des Puma-Gründers Rudolf Dassler und Neffe des Adidas-Gründers Adolf Dassler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Armin Dassler trat 1952 in die Geschäftsleitung der Firma seines Vaters ein und kümmerte sich anfangs um den Vertrieb in die USA. Der Streit der Söhne der verfeindeten Familie Dassler, Horst Dassler (Sohn von Adolf Dassler) und Armin Dassler und damit der Firmen Puma und adidas eskalierte 1970. Die Väter hatten in den Jahren zuvor Absprachen getroffen, was die Vertragsschließung mit Sportlern und Vereinen anbelangte. Beim brasilianischen Fußballspieler Pelé hatten sie eine Art Friedensabkommen geschlossen. Entgegen diesem sogenannten „Pelé-Pakt“ nahm Armin Dassler jedoch Pelé für Puma unter Vertrag. Dies war der Beginn des „Söhne-Kriegs“.

1974 übernahm Armin Dassler zusammen mit seinem jüngeren Bruder Gerd nach dem Tod seines Vaters die Firmenleitung bei Puma. 1985 gewann Boris Becker als erster Deutscher das Wimbledon-Finale, wobei er Puma-Schuhe und -Schläger benutzte. 1986 ging die Kommanditgesellschaft als Aktiengesellschaft an die Börse. Um Adidas wirtschaftlich näher zu kommen, ließ Armin Dassler Puma-Schuhe u. a. für große Discountketten produzieren, was allerdings dem damaligen Markenimage abträglich war und auch zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens führte.

Aufgrund einer Krebserkrankung verkaufte Armin Dassler seine Anteile an der Firma Puma im Jahre 1989 an die Handelsgruppe Cosa Liebermann SA. Er starb ein Jahr später.