Armin Sandig

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Armin Sandig (* 10. März 1929 in Hof/Saale (Bayern)) ist ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

In der Hofer Kunstausstellung „Junge Maler“, an der auch sein Malerfreund Paul (eigentlich Werner) Krüger teilnahm, konnte Sandig 1946/1947 im Alter von 17 Jahren zum ersten Mal eigene Arbeiten zeigen. Als er vom Süden in den Norden wechselte, wurde Hamburg 1951 seine Wahlheimat, in der er heute noch lebt. Die Freie und Hansestadt Hamburg förderte ihn. So erhielt er 1960 das Lichtwark-Stipendium und 1972 wurde er mit dem Edwin-Scharff-Preis ausgezeichnet. Der Preis des Internationalen Zeichenwettbewerbs Nürnberg wurde ihm 1980 verliehen und 1992 der Friedrich-Baur-Preis für Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

Nachdem er 1972 ordentliches Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg wurde, war er von 1980 bis 2011 deren Präsident. 1989 ernannte ihn der Hamburger Senat in Anerkennung für seine Arbeit zum Ehren-Professor. 2002 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Als Autodidakt war er zunächst von Max Beckmann, Wassily Kandinsky und Paul Klee beeinflusst, fand aber zunehmend seinen eigenen Weg. In seinem Frühwerk führte ihn die Suche nach der „total autonomen Malerei“ (Armin Sandig) zur konstruktivistischen Abstraktion und seine Arbeiten konnten in dieser Zeit dem Tachismus, eine informelle Richtung innerhalb der abstrakten Kunst, zugerechnet werden. Ab 1970 wurde sein Werk dann zunehmend von einer figurativen Gegenständlichkeit geprägt, allerdings mit der ihm eigenen Bildsprache. Werkphasen lösten sich zwar ab, doch grundlegende Veränderungen fanden seitdem nicht statt. Armin Sandig ist einer der wichtigen Vertreter der Deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts. Seine Werke sind in vielen öffentlichen Sammlungen vertreten, so in der Hamburger Kunsthalle, der Kunsthalle Bremen, dem Kunstmuseum Städel in Frankfurt am Main, im Museum Ludwig in Köln, im Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg und in der Staatsgalerie Stuttgart.

Einzelausstellungen[Bearbeiten]

Eigene Publikationen[Bearbeiten]

  • 1959: Mappe mit vier Radierungen; Schmücking, Braunschweig
  • 1960: Störche ziehend, Mappe mit acht Farblithografien zu einem Gedicht von J. G. Böhler, Paris
  • 1961: Deklination der Aquatinte, Kassette mit zehn Farbradierungen; Brusberg, Hannover
  • 1963: Landstriche und Seestücke; Jährling, Hannover
  • 1969: 11 x 6, Mappe mit elf Schwarz-Weiß-Radierungen; Selbstverlag, Hamburg
  • 1975: Drei Versuche mit Göttinnen, Suite von drei Farbradierungen zu eigenem Text; Steintor-Verlag, Hamburg
  • 1985: Von Liebeskunst, 26 Offsetlithos zu einem Text von Heißenbüttel; Maximiliangesellschaft, Hamburg
  • 1994: An den Abgründen des Geschehens – Ein Versuch, sich Hans Henny Jahnn zu nähern; Kassette mit fünf Schwarz-Weiß-Radierungen und einem Essay von Armin Sandig, Hamburg

Quellen[Bearbeiten]

  • Freie Akademie der Künste, Hamburg, Presseinformation
  • Kulturatlas Oberfranken, Zusatzinformation zu Arnim Sandig
  • Galerie Herold, Biografie Armin Sandig

Weblinks[Bearbeiten]