Armin Scheurer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Armin Scheurer (* 24. Dezember 1917; † 27. August 1990) war ein Schweizer Leichtathlet, der bei den Europameisterschaften 1946 und 1950 vordere Platzierungen im Zehnkampf und im Stabhochsprung erreichte.

Bei den Europameisterschaften 1946 in Oslo hatte Scheurer im Zehnkampf und im Stabhochsprung gemeldet. Nachdem er den Zehnkampf absolviert hatte, zog er seine Meldung für den Stabhochsprung zurück. Im Zehnkampf erreichte er 6655 Punkte, die 6458 Punkten nach der Punktetabelle von 1985 entsprechen. Nach damaliger Punktwertung fehlten ihm nur sechs Punkte auf den Gewinner der Bronzemedaille, den Schweden Göran Waxberg.

1948 gab Scheurer bei den Olympischen Spielen in London bereits nach der ersten Disziplin auf. Bei den Europameisterschaften 1950 in Brüssel erreichte Scheurer im Zehnkampf 6944 Punkte (=6637) und belegte den fünften Platz. Am ersten Zehnkampftag qualifizierte er sich zwischendurch mit einem Sprung von 4,00 m für das Finale im Stabhochsprung. Am Tag nach dem Zehnkampf sprang er erneut 4,00 m und wurde Sechster im Stabhochsprung. Ende des Jahres 1950 wurde Armin Scheurer zum Sportler des Jahres gewählt.

Insgesamt erreichte Scheurer von 1942 bis 1951 in der Leichtathletik 15 Titel eines Schweizermeisters, je sechs im Stabhochsprung und im Zehnkampf, zwei im Dreisprung und einen im Weitsprung. Er stellte neun Landesrekorde im Stabhochsprung auf, wobei er die Rekordmarke von 4,03 m auf 4,30 m steigerte. Den Landesrekord im Dreisprung verbesserte er zweimal, zuletzt auf 14,58 m. der Dreisprungrekord wurde 1954 von Fritz Portmann, der Stabhochsprungrekord erst 1960 von Gérard Barras verbessert.

Scheurer startete als Leichtathlet für den BTV Biel. Bei einer Körpergrösse von 1,84 m hatte Scheurer ein Wettkampfgewicht von 82 kg.

Neben seiner Leichtathletikkarriere spielte Scheurer auch Fussball. Er gehörte als Amateur dem Kader des FC Biel-Bienne in der Saison 1946/1947 an, als die Bieler ihren einzigen Meistertitel gewannen.

Literatur[Bearbeiten]