Armin Wirth

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Armin Wirth (* 15. Juli 1971 in Traunstein; Pseudonym: Dj Swam) ist ein deutscher Dance-DJ, Musikproduzent und Labelmanager.

Leben[Bearbeiten]

Wirth eröffnete 1993 eine der ersten Internet Mailorder Shops und hat bis heute weltweit acht weitere Filialen in Großbritannien, Ungarn, Schweiz, Österreich, Niederlande, Russland, Slowakei und Tschechien eröffnet.[1]

2001 gründete er die Plattenfirma DANCE ALL DAY mit den Sublabels Baccara Music, Bootleg Beats, Technosforza Rec., Vinyl Loop Records, München und Vinyl Loops Classics.

Mit der Serie Vinyl Loops Classics[2] schaffte Armin Wirth mit 21 Folgen eine Vinyl-Serie auf den Markt zu bringen, die die Who is Who der Dance-/Elektronischen Szene beinhaltet. Die Vinyl-Loops-Classic-Serie gilt als eine der meist verkauften Vinyl-Dance-Compilationen weltweit. Daraus sind zu hören Moby, The Prodigy, New Order, Tiësto, Robert Miles, DJ Hell, Donna Summer, Todd Terry, ATB, Corey Hart, Chaka Khan und Stereo MCs. Bei Amazon wurde später am 20. Oktober 2003 eine CD zur Vinyl-Serie veröffentlicht.[3]

1999 rief Armin Wirth Content Partner ins Leben. Content Partner ist eine Gemeinschaft bestehend aus über 30 weltweiten Online-Shops, die zusammen digitalisierte Covers, Hörproben und Artikelbeschreibungen für Ihr Online-Angebot nutzen. Zu den bekanntesten und größten Mitgliedern gehören ExLibris aus der Schweiz, Esound Records in England und Imusik in Dänemark.[4] [5]

2001 veröffentlichte Armin Wirth den Club-Hit von Steve Murano – Passion,[6] der als erster Dance-Track in der Geschichte in allen vier deutschen Dance-Charts wie DDC, DMC, Dj Top 40 sowie den Internet Music Charts Platz 1 zur gleichen Zeit schaffte. Später stieg der Titel in die deutschen Media Control Top 100 ein. Das Musicvideo von Steve Murano lief auf MTV und VIVA. Den Titel „Passion“ lizenzsierte dann später Kontor Records in Hamburg und veröffentlichte diesen weltweit.

Im Jahr 2005 war Wirth Armin Mitglied der Jury des Dance Music Award 2005.[7] In Zusammenarbeit mit der Deutschen Phono-Akademie e. V. hat das Dance Music Magazin Raveline im Rahmen der CeBIT in Hannover die Dance-Szene wieder in den Fokus der breiten Öffentlichkeit gerückt. 120 Experten aus allen Sparten der Unterhaltungsindustrie haben sich zusammengefunden, um die Sieger beim Dance Music Award für das Jahr 2005 zu bestimmen.

In den Jahren von 1997 bis 2001 arbeitete Armin Wirth für die ProSiebenSat1 und MTV Europe Video Text Redaktion für die Erstellung der Top Ten Dance Charts.

Wirth brachte als Labelmanager und Produzent Produktionen auf den Labels Polystar Records, Intercord Tonträger GmbH, Sony Music Entertainment, Edel Records heraus. Er ist Betreiber und Inhaber von den Plattenlabels München, Baccara Music, Fiume Beat, Vinyl Loop Records, Bottleg Beats, Forbidden, Loft, Technosforza Rec. und Vinyl Loops Classics.[8]

Im Jahr 2006 erfand Armin Wirth das Portal Feiyr[9] für freie unabhängige Musiker, Produzenten Labels und Buchverlage. Feiyr ist ein Online-Portal für den digitalen Musik- und E-Book-Vertrieb und vertreibt selbständig DRM-freie Musikstücke im MP3-Format an Verkaufs-Portale wie z. B. iTunes, Amazon, Spotify oder Napster. Feiyr ist der einzige Independent-Musik-Vertrieb, der für die „Big Four“ Major labels wie Universal Music Group, Sony BMG (Sony and BMG joint-venture), Warner Music Group und EMI Music an Independent Music Shops ausliefert.[10] Feiyr hat im April 2011 über 1,2 Millionen Songs unter Vertrag und an Portale wie iTunes und Amazon ausgeliefert.[11]

Armin Wirth kaufte als Geschäftsführer und Inhaber von Feiyr im Jahr 2013 für 2,3 Millionen Euro die vom MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg finanzierte Musik-Plattform DJTunes.com.[12][13]

Rechtsstreit[Bearbeiten]

Im Jahre 2006 wurde Armin Wirth per gerichtlicher Verfügung vom Landgericht Leipzig (Urteil v. 8. Februar 2005 - Az.: 5 O 146/05)[14] untersagt das Wort „Deejay“ für Werbung und Marketing zu verwenden, insbesondere die Darstellung des Wortes auf Webseiten und Bezeichnung von Audio-Hi-Fi-Produkten. Ein deutscher Online-Shop-Betreiber hatte behauptet, dass dieser Inhaber aller Markenrechte am Begriff „Deejay“ sei. In einem jahrelangen Prozess stellte letztendlich der 14. Zivilsenat des Oberlandesgericht Dresden mit Urteil v. 9. Januar 2007 – Az.: 14 U 1958/06[15] fest, dass der Begriff „Deejay“ freihalte bedürftig ist und von jedermann verwendet werden darf.

Diskographie Dj Swam[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1994 Dj Swam – Let There Be House
  • 1995 Dj Swam – U Wanted (Dance Paradise)
  • 1996 Dj Swam Vs Sam-Pling
  • 1997 Swam & Bassliner – Moonphase (DMD)
  • 1997 Swam & Bassliner – … And Don't Stop (Triebwerk/DA Music)
  • 1998 Swam & Bassliner – Future World (Triebwerk/DA Music)
  • 1999 Swam & Bassliner – Moonphase (Above the Sky)
  • 2000 Dj Swam – The Spiritchaser
  • 2001 Dj Swam – The Ground (Vinyl Loop Records)
  • 2001 Dj Swam – The Ground (Zeitgeist Polydord, 12"Vinyl)
  • 2001 Dj Swam – The Ground (Polystar Maxi CD)
  • 2001 Dj Swam – The Ground (Promo Mixes, Hennes & Cold)
  • 2003 Dj Swam – Don't You Like
  • 2007 Dj Swam – Ground Hardtechno Remixes
  • 2008 Dj Swam – Hot in Here

Remixe[Bearbeiten]

  • 2002 Montini Experience, The – My House Is Your House 2002 (Dj Swam Remix)
  • 2007 Kriz Miller – Control (Dj Swam Remix)
  • 2007 Technosforza 08 – Fiume (Dj Swam Remix)

Labels[Bearbeiten]

  • Vinyl Loops Classic
  • Baccara Music
  • Technosforza
  • Fiume Beat
  • Bootleg Beats
  • Loft
  • Forbitten
  • München

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Referenzen Djshop
  2. Vinyl Loops Classics Bei Discogs
  3. Amazon Produkt Seite
  4. Referenzen bei Content Partner
  5. Vinyl Abteilung bei Exlibris
  6. Biographie von Steve Murano bei Kontor Records
  7. Offizielle Webseite der DMA Jury
  8. 2. Oktober 2008, DANCE ALL DAY bei Discogs
  9. Deutscher Kulturrat
  10. Partner und Labels: [1].
  11. Presseecho.de: [2]
  12. Magazin Musicwoche: [3].
  13. Lifepr: [4].
  14. Urteil Landgericht Leipzig
  15. Urteil Oberlandesgericht Dresden

Weblinks[Bearbeiten]