Armin van Buuren

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Armin van Buuren 2007 in New York

Armin van Buuren (* 25. Dezember 1976 in Leiden, Niederlande) ist ein niederländischer Trance-DJ und -Produzent.

Leben[Bearbeiten]

Armin van Buuren wurde 1976 in Leiden, Niederlande, geboren. Er wuchs in einer Musikerfamilie auf, sein Vater hatte einen Drang zu vielen verschiedenen Musikstilen, und sein Bruder Eller van Buuren ist Gitarrist. Dadurch war Armin seit seiner Kindheit fasziniert von der Musik und gab sein Geld immer wieder für neue Platten aus. Als er zehn Jahre alt war, gewann seine Mutter einen Computer, wodurch sein Interesse für Computer immer größer wurde und er ein Gefühl für das Technische bekam. Seit er seinen Onkel beim Experimentieren mit Sequenzern am Computer beobachtete, wollte auch Armin Musik produzieren. Im Alter von 14 Jahren kaufte er schließlich seinen ersten Sampler, nahm den Synthesizer seines Vaters und begann so Musik zu machen.

Er ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes.

Tätigkeit als Produzent[Bearbeiten]

Inspiriert durch die Musik von Jean Michel Jarre und Ben Liebrand produzierte er elektronische Tanzmusik, und seit 1995 wurden zahlreiche Tracks auf unterschiedlichen Labels mit steigendem Erfolg veröffentlicht. Sein erster großer Erfolg war Blue Fear (1997). Es folgten weitere Stücke wie etwa Communication (1999), welches im Jahre 2000 bis auf Platz 18 der britischen Charts stieg. Außerdem produzierte er Remixe von Titeln wie Single Minded People (The Sunclub, 1997) und Gouryella (Gouryella, 1999).

2003 veröffentlichte er sein erstes Studio-Album 76. 2004 veröffentlichte Armin die Single Burned With Desire und ein Jahr später, 2005, Shivers sowie Serenity, die Hymne zur Sensation White 2005 in den Niederlanden. Ebenfalls 2005 brachte er sein zweites Studioalbum namens Shivers heraus.

Bereits 1999 gründete van Buuren, zusammen mit United Recordings, das Label Armind. Durch den großen Erfolg gründete er 2003 zusammen mit Maykel Piron und David Lewis das unabhängige Label Armada Music. Heute hat Armada Music mehr als zwanzig Sublabel, von denen eines Armind ist, welches seit 2005 nicht mehr zu United Recordings gehört.

Tätigkeit als DJ[Bearbeiten]

Armin Van Buuren kam in den frühen 1990er Jahren durch das Radio in Kontakt mit der niederländischen Dance-Szene. Sein erstes Engagement als DJ hatte er in einem örtlichen Club mit dem Namen "Nexus". Insbesondere seine Ferien nutzte der junge Nachwuchs-DJ exzessiv um aufzulegen. Dabei waren Auftritte in der Länge von sechs bis sieben Stunden keine Seltenheit.

Im Jahre 1999 traf er Dave Lewis, der ihn als DJ nach England und in die USA brachte. Zwei Jahre später, 2001, wurde er auf den 27. Platz der DJ-Liste des Top 100 DJ Poll des britischen Magazins DJ Mag gewählt. Dies führte zu einer erheblichen Steigerung seiner Popularität. Van Buuren hat seither in über 25 Ländern aufgelegt und war auch auf Musikfestivals wie der renommierten Sensation, dem Trance Energy oder Nature One zu sehen. Regelmäßig ist er in bekannten Clubs wie dem Amnesia (Ibiza, Spanien) oder dem Gatecrasher (Sheffield, England) zu sehen.

Ende 2002 stellte er im Club Eau (Den Haag) mit der Zeit von 12.5 Stunden den nationalen Rekord für das längste Liveset auf.

Zwischen 2003 und 2005 erreichte er bei der renommierten Top 100 DJ Poll des britischen Magazins DJ Mag jeweils Platz 3; 2006 wurde er Zweiter,[1] bevor er 2007 erstmals gewann.[2] Seither hat Armin viermal in Folge den ersten Platz in dieser Abstimmung belegt; er ist der erste DJ, der dies geschafft hat. In der Online-Abstimmung 2011 wurde er von David Guetta von Platz 1 verdrängt, aber 2012 schaffte es der renommierte und leidenschaftliche Niederländer, den ersten Platz wieder zurückzuerobern.

Am 19. April 2008 fand nach einjähriger Pause wieder eine „Armin Only“-Party in den Jaarbeurs-Hallen in Utrecht statt, zu der 16.000 Besucher kamen. Im Jahre 2010 wurde Armin mit der „Golden Harp“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird Künstlern und Interpreten verliehen, die einen besonderen Beitrag zur niederländischen Musik und Musikszene geliefert haben.[3]

Anlässlich der Feierlichkeiten zur Inthronisation von König Willem-Alexander der Niederlande am 30. April 2013 gab er im Hafen von Amsterdam ein Konzert zusammen mit dem Königlichen Orchester. Der neue König unterbrach spontan seine Hafenrundfahrt und begrüßte den DJ und das Orchester persönlich auf der Bühne.[4]

2014 wurde er bei den Grammy Awards in der Kategorie „Best Dance Recording” mit dem Titel „This Is What It Feels Like” nominiert.[5]

Pseudonyme[Bearbeiten]

Armin van Buuren hat unter diversen Pseudonymen gearbeitet, welche nachfolgend aufgelistet sind:

  • Armania
  • Armin
  • Darkstar
  • E=mc²
  • Gaia
  • Gimmick
  • Hyperdrive Inc.
  • Misteri A
  • Perpetuous Dreamer
  • Problem Boy
  • Rising Star
  • The Shoeshine Factory

Weiter wirkte van Buuren in verschiedenen Gemeinschaftsprojekten mit:

  • Alibi (zusammen mit Tiësto)
  • Electric Movement (zusammen mit M.I.K.E.)
  • Electrix (zusammen mit Floris Klinkert)
  • Lilmotion (zusammen mit Dennis Verheugd und Sjaak Scheffer)
  • Major League (zusammen mit Tiësto)
  • Monsieur Basculant (zusammen mit Johan Cyber)
  • Red & White (zusammen mit Gert den Heijer)
  • Technology (zusammen mit Gert den Heijer)
  • Wodka Wasters (zusammen mit Olav Basoski)
  • DJ's United (zusammen mit Paul Oakenfold und Paul van Dyk in einer Kooperation zugunsten der Opfer der Loveparade 2010)
  • Triple A (zusammen mit Alex M.O.R.P.H und Ana Criado)

A State Of Trance[Bearbeiten]

A State Of Trance (abgekürzt ASOT, englisch „Trancezustand“) ist der Titel von Armins wöchentlicher Radioshow. In der Sendung stellt Armin van Buuren die neuesten Tracks aus Trance und Progressive Trance in einem zweistündigen Set vor.

Im März 2001 ging er mit der Show erstmals auf Sendung, damals bei dem niederländischen Radiosender ID&T Radio. 2004, als ID&T Radio (heute Slam FM) umstrukturiert wurde, verließ van Buuren den Radiosender und startete die Show beim Online-Radiosender ETN.FM. Doch dort war die Show nur kurz zu hören, denn schon nach wenigen Wochen wechselte er zum Online-Radiosender Digitally Imported (DI.FM) sowie dem niederländischen Radiosender Fresh FM.

Im Mai 2006 feierte Armin mit der 250. Sendung den fünften Geburtstag von ASOT. Heute wird die Sendung rund um den Globus auf 15 Radiosendern ausgestrahlt und ist damit die wahrscheinlich erfolgreichste Dance-Radiosendung auf der Welt. In Deutschland ist "ASOT" seit 2009 jeweils am Freitag von 22:00-00:00 Uhr beim Radio-Sender Sunshine Live zu hören. Seit September 2012 werden außerdem neue Episoden der Sendung mit direkt anwählbaren Einzeltiteln jeweils am Freitag auf Spotify veröffentlicht.

Am 17. Mai 2007 wurde in Den Bosch (Niederlande) die 300. Sendung von A State Of Trance zusammen mit den Gast-DJs Aly & Fila, Sean Tyas, Menno de Jong, Marcel Woods und Markus Schulz und über 6000 Gästen gefeiert. Das siebenstündige Event wurde live im Radio und im Internet übertragen. Ein ähnliches Event fand anlässlich der 350. Show von A State Of Trance am 1. Mai 2008 im Antwerpener NoXX-CLub statt. Acht Stunden lang legten Armin und seine Gäste DJ Shah, M.I.K.E., John O'Callaghan, Aly & Fila, Nic Chagall und Markus Schulz auf - die Veranstaltung wurde auch wieder im Radio und im Internet übertragen.

Die 400. Sendung wurde vom 16. bis 19. April 2009 mit einem 72-Stunden-Liveset gefeiert. In dieser Zeit fanden drei Events im Club Butan in Wuppertal (16. April von 20 bis 6 Uhr), im Club Air in Birmingham (17. April von 23 bis 6 Uhr) und im Maassilo in Rotterdam (18. April von 22 bis 6 Uhr) statt. Für die Events konnte Armin van Buuren unter anderem Arnej, Roger Shah, Markus Schulz, Simon Patterson, Aly & Fila und Cosmic Gate gewinnen. In der Zeit zwischen den Events wurden ältere Sendungen von ASOT wiederholt, oder bekannte DJs wie Ferry Corsten, Rank 1 oder Gareth Emery spielten einstündige Livesets.

Nach fast neun Jahren fiel am 1. April 2010 der Startschuss zur 450. Sendung von A State of Trance. Den Auftakt machte Toronto, gefolgt von zwei Events in New York am 2. und 3. April. Anschließend ging es am 9. April nach Europa in die Slowakei. Das große Finale fand erst mit zwei Wochen Verspätung in Breslau (Polen) aufgrund des Flugzeugabsturzes bei Smolensk, bei dem unter anderem der polnische Präsident starb, statt. Das Finale konnte per Videostream verfolgt werden, wobei wichtige Gäste Markus Schulz, Cosmic Gate oder auch Sied van Riel waren.

Ähnlich wurde im Frühjahr 2011 die 500. Folge von A State Of Trance und als 10-jähriges Jubiläum der Sendung zelebriert. Die Stationen waren Johannesburg, Miami (während des Ultra Music Festivals), Buenos Aires, Den Bosch und Sydney.

Im Frühjahr 2012 wurde die 550. Folge von A State Of Trance - Invasion zelebriert. Die Stationen waren London, Moskau, Kiev, Los Angeles, Miami und Den Bosch.

Im Frühjahr 2013 wurde die 600. Folge von A State Of Trance - The Expedition zelebriert. Die Stationen waren Madrid, Mexico, Sao Paulo, Minsk, Sofia, Beirut, Kuala Lumpur, Mumbai, Miami, Guatemala, New York und Den Bosch.

Im Frühjahr 2014 wurde die 650. Folge von A State Of Trance - New Horizons zelebriert. Die Stationen sind Almaty, Yekaterinburg, Utrecht, Santiago de Chile, Buenos Aires, Kuala Lumpur, Jakarta und Miami.


Darüber hinaus tragen mehrere Compilations (siehe Mix-CDs) sowie ein Sublabel von Armada den Titel A State Of Trance.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
DE AT CH UK US NL
2003 76
Label: United Recordings
38
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. November 2006
2005 Shivers
Label: Armada Music
23
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. August 2005
2008 Imagine
Label: Armada Music
157
(1 Wo.)
1
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. August 2005
2010 Mirage
Label: Armada Music
37*
(2 Wo.)
53
(1 Wo.)
3
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. September 2010
(Chartplatzierungen beziehen sich auf die German Edition von Mirage)
2013 Intense
Label: Armada Music, Kontor Records
16
(3 Wo.)
20
(2 Wo.)
26
(4 Wo.)
37
(… Wo.)
65
(… Wo.)
2
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2013

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
NL MX
2009 10 Years
Label: Armada Music
45
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. November 2006
2014 Armin Anthems – Ultimate Singles Collected
Label: Armada Music
5
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. November 2014

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Top100 DJs 2006, DJMag.com, abgerufen am 2. April 2010
  2. Top100 DJs 2007, DJMag.com, abgerufen am 2. April 2010
  3. Armin van Buuren won a Golden Harp Award, Trancetribe.com, abgerufen am 2. April 2010
  4. TV BFN um 21.00 Uhr
  5. Armin van Buuren's GRAMMY Day: Trance Star Gives a Play-By-Play of His India-to-L.A. Sunday, Trancetribe.com, By Kerri Mason | January 28, 2014 4:50 PM EST
  6. a b Chartquellen: DE AT CH UK US NL

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Armin van Buuren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien