Armour Piercing Infantry Light Arm System

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Apilas

APILAS (Armour Piercing Infantry Light Arm System) ist eine moderne, französische Panzerabwehrhandwaffe, die vom Rüstungsbetrieb Nexter entwickelt wurde und von vielen Streitkräften weltweit verwendet wird.

Technik[Bearbeiten]

Das APILAS-Panzerabwehrsystem wurde in den 80er-Jahren eingeführt, um die Verbundpanzerung der schweren sowjetischen Kampfpanzer vom Typ T72 auch frontal erfolgreich bekämpfen zu können. Es hat sich im Laufe seiner Entwicklung zu einer teuren Waffe entwickelt. Das Rohr besteht aus Glasfaserverstärktem Kunststoff und wird nach Gebrauch weggeworfen. Um den Schützen gegen die starke Treibladung abzuschirmen, verfügt die Waffe über einen Gesichtsschutz am Rohr. Gezielt wird mit einem optischen Visier (3-fach-Vergrößerung) mit Winkelkorrektur. Dieses wird nach dem Abfeuern der Waffe abmontiert und an ein neues Rohr befestigt. Es kann auch ein Nachtvisier verwendet werden. Ausgelöst wird die Waffe elektrisch. Die Granate wird erst ab 10 m entsichert. Sie funktioniert bis zu Winkeln von 80° sicher. Bis 2006 sind über 120.000 APILAS hergestellt worden. Das Panzerabwehrsystem wird von Belgien, Chile, Finnland, Frankreich, Italien, Jordanien, Südkorea, Saudi-Arabien und Taiwan verwendet. In Finnland wird das System unter der Bezeichnung 112 RSKES APILAS geführt. Frankreich setzt die Panzerabwehrwaffe seit 1985 ein.

Technische Daten[Bearbeiten]

APILAS:
Kenngröße Daten
Hersteller    GIAT, früher Manurhin
Typ    Panzerabwehrrohr mit Kurskorrektur
Antriebssatz Feststoffrakete
Rohr-Kaliber    112 mm
Geschoss-Kaliber    108 mm
Rohrlänge    1,27 m
Mündungsgeschwindigkeit    295 m/s
Kadenz    - (es wird nur 1 mal geschossen pro Rohr)
Reichweite (effektiv)    300m bewegliche, 500m stehende Ziele
Durchschlag    +720 mm Stahl oder 2 m Beton
Gewicht    9,5 kg, 4,7 kg Projektil, 1,5 kg Ausstoßladung

Weblinks[Bearbeiten]