Armstorf

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Armstorf in Niedersachsen. Für den Gemeindeteil von St. Wolfgang im Landkreis Erding siehe Armstorf (Sankt Wolfgang).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Armstorf
Armstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Armstorf hervorgehoben
53.5991666666679.075555555555620Koordinaten: 53° 36′ N, 9° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Börde Lamstedt
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 39,75 km²
Einwohner: 638 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21769
Vorwahl: 04773
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 002
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schützenstraße 20
21769 Lamstedt
Webpräsenz: www.armstorf.de
Bürgermeister: Heino Klintworth (WG Armstorf)
Lage der Gemeinde Armstorf im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenKarte
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Die Gemeinde Armstorf (plattdeutsch Armsdörp) gehört zur Samtgemeinde Börde Lamstedt im Landkreis Cuxhaven und im Bundesland Niedersachsen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Zu Armstorf mit seinen fast 650 Einwohner gehören die Ortsteile Dornsode und Langenmoor. Armstorf hat als Besonderheit eine Exklave hinter dem Gemeindegebiet von Hollnseth.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Armstorf hieß früher Ismerstorpe und wurde 1112 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit gab es sieben Höfe, die im Gemeindewappen durch sieben Rauten repräsentiert werden. Das Land musste urbar gemacht werden; hierzu wurden Bäume gefällt und Sträucher verbrannt. Danach wurde das Land mit Hilfe von Pferden umgepflügt und anschließend landwirtschaftlich genutzt.

Auf den damaligen Höfen lebten mehrere Generationen unter einem Dach in einer großen Diele. Auch die Tiere waren hier untergebracht um sich gegenseitig zu wärmen. Die Nahrungsversorgung wurde durch selbstgepflanzte Kartoffeln, Getreide, Rüben, Gemüse und Obst, sowie gesammelte Früchte sichergestellt.

Geheizt wurde mit Holz und Torf, welches im Moor abgebaut wurde. Ärzte gab es zur damaligen Zeit nur sehr wenige und so konnte der Ausbruch einer Krankheit schon mal ganze Familien hinwegraffen. Durch den Ärztemangel konnte es auch schon mal vorkommen, dass sich der Friseur oder andere Berufsgruppen als Zahnarzt betätigten.

Armstorf gehört seit den 1960er Jahren zur Samtgemeinde Börde Lamstedt. Es ist mit seinen über 20 Bauernhöfe landwirtschaftlich geprägt. Bekannt wurde der Ort durch seine zahlreichen Erfolge im Faustballsport.

Ortsname, Erklärung[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen: (1111-1116) Ismeresthorp maior Aber Zuordnung zu Armstorf umstritten; A. Hofmeister: Besiedlung und Verfassung der Stader Elbmarschen im Mittelalter, Teil I, Hildesheim 1978, S. 230 schreibt: Die Gleichsetzung mit Armstorf bezweifelt aus sprachlichen Gründen W. Lenz, in: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 44, 1963, S. 23 Auch Förstemann II,1, 1599 denkt an eine Wüstung bei Lamstedt. Man kann von Ismeresdorp kaum zu Armstorf kommen. Daher wohl besser aus Arnsdorf < Arnesdorp, "das Dorf des Arn" zu erklären.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Dornsode und Langenmoor eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

  • Wählergemeinschaft Armstorf: 9 Sitze[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister Heino Klintworth.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält freundschaftliche Kontakte nach Armstorf, einem Ortsteil von Sankt Wolfgang im Landkreis Erding.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Armstorfer Maibaumpflanzen
  • Armstorfer Faustballturnier am 1. Mai
  • Kriegerfest an Pfingsten
  • Armstorfer Sportwoche im Juni
  • Schützenfest im Juli

Sport[Bearbeiten]

Der 1923 gegründete Sportverein SV Armstorf konzentriert sich hauptsächlich auf Faustball und Tischtennis. Die Herren-Faustballmannschaft spielt in der Niedersachsenliga.[6] Die Sportschützen sind im Schützenverein Armstorf, gegründet 1927, organisiert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Der Seebulle [7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Armstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Der "Ortsnamenforscher" auf NDR 1 Niedersachsen. Recherche Prof. Jürgen Udolph.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 243.
  4. Zusammensetzung des Rates von Armstorf
  5. merkur-online.de: Von Armstorf nach Armstorf sind es 800 Kilometer, 2. August 2012
  6. faustball-ntb.de, abgerufen am 24. September 2012.
  7. Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das große Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4