Arnold C. Klebs

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Arnold Klebs

Arnold Carl Klebs (* 17. März 1870 in Bern; † 6. März 1943 in Nyon; heimatberechtigt in Oberburg) war ein auf Tuberkulose spezialisierter schweizerisch-US-amerikanischer Arzt und Medizinhistoriker.

Leben[Bearbeiten]

Klebs war der Sohn des Bakteriologen Edwin Klebs. Er studierte in Zürich, Berlin, Kiel, Würzburg, Bern und Basel. In Basel wurde er 1895 promoviert. Er absolvierte Weiterbildungen in Zürich, London, Paris und Baltimore. 1896 folgte er seinem Vater in die USA. In Chicago hatte er von 1898 bis 1909 eine ärztliche Praxis. Dort war er zudem Direktor des Chicago Tuberculosis Institutes. 1904 erhielt er die US-Staatsbürgerschaft.

1909 kehrte er in die Schweiz zurück und liess sich in Nyon nieder. Sein in den USA erworbener Wohlstand ermöglichte es ihm, sich vornehmlich der Medizingeschichte zu widmen und eine umfangreiche medizinhistorische und naturwissenschaftliche Bibliothek mit wertvollen Inkunabeln zusammenzutragen. Seine Villa «Les Terrasses» am Genfersee wurde zum Treffpunkt für Mediziner und Studenten.

Klebs war Mitbegründer der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften (SGGMN) sowie Ehrenmitglied der American Association for the History of Medicine. Klebs war zweimal verheiratet, in erster Ehe mit Margaret Forbes, in zweiter mit Harriet K. Newell.

Seine Bibliothek hinterliess er der Yale University.[1] Sie bildete einen Grundstock der „Harvey Cushing / John Hay Whitney Medical Library“. Die Medical Historical Library widmete Klebs 2008 eine Ausstellung über Leben und Werk.

Schriften[Bearbeiten]

  • Incunabula scientifica et medica. The Saint Catherine Press Ltd., 1938.
  • The historic evolution of variolation. In: Bulletin of the Johns Hopkins Hospital, 1913.
  • Die ersten gedruckten Pestschriften. Mit K. Sudhoff. Geschichtliche und bibliographische Untersuchungen. 1926.
  • Die Geschichte der Infektion. In: Annals of medical history, PB Hoeber, 1918.
  • Leonardo da Vinci and his anatomical studies. 1916.
  • Balneology in the Middle Ages.
  • Die Variolation in achtzehnten Jahrhundert. Ein historischer Beitrag zur Immunitatsforschung. In: Science, 1915.
  • Über ödematöse Veränderungen des vorderen Hornhaut-Epithels. G. Fischer, Jena 1895.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 50 Jahre Schweizerische Gesellschaft für Medizin und Naturwissenschaften. (PDF; 403 kB) S. 75