Arnold Lunn

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Arnold Lunn-Denkmal in Mürren. Der Text lautet: „Arnold Lunn setzte hier 1922 den ersten Slalomlauf und organisierte 1931 die erste Weltmeisterschaft für Abfahrt und Slalom.“ Das Geburtsjahr 1898 auf dem Denkmal ist falsch.

Sir Arnold Lunn (* 18. April 1888 in Madras, Indien; † 2. Juni 1974 in London, England) war ein britischer Skiläufer, Bergsteiger und Schriftsteller. Er gilt als Pionier des modernen alpinen Skisports.

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater Henry Simpson Lunn (1859–1939) war methodistischer Priester und Begründer des Reiseunternehmens Lunn's Travel Agency, das sich später zu Lunn Poly wandelte und heute ein Teil des TUI-Konzerns ist.

Der junge Arnold Lunn studierte am Balliol College der Universität Oxford. Er war ein passionierter Bergsteiger und gründete 1909 den Oxford University Mountaineering Club. Da das Unternehmen seines Vaters damals auch Wintersportreisen in die Schweiz organisierte, war Arnold Lunn häufig dort anwesend.

Er wurde bald ein bekannter Skiläufer und entwickelte die modernen Regeln der Abfahrt und des Slaloms, die 1921 bzw. 1922 bei den britischen Landesmeisterschaften in Mürren im Berner Oberland erstmals zur Anwendung kamen und 1928 vom Weltverband FIS übernommen wurden. Ebenfalls 1928 führte er in St. Anton am Arlberg zusammen mit Hannes Schneider das erste Arlberg-Kandahar-Rennen durch. Lunn war auch Organisator der ersten Alpinen Skiweltmeisterschaft in Mürren.

Ursprünglich teilte Lunn den methodistischen Glauben seines Vaters und sprach sich in seinen frühen Jahren sogar öffentlich gegen den Katholizismus aus. Nach einem Gespräch mit dem Theologen und Kriminalschriftsteller Ronald Knox änderten sich seine religiösen Ansichten immer mehr und er konvertierte 1933 zum katholischen Glauben, den er früher verdammt hatte. Er schrieb zahlreiche katholische apologetische Werke. Diese fanden bei katholischen Schriftstellerkollegen wie Hilaire Belloc großen Anklang.

Bibliographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The Mountains of Youth (1924)
  • Switzerland and the English (1944)
  • Mountains and Memory (1948)
  • The Story of Skiing (1952)
  • The Kandahar Story (1969)

Weblinks[Bearbeiten]